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In dieser Studie wird der Handel der Südfrüchtehändler vom Comer See in einigen Territorien im Südwesten Deutschlands untersucht, basierend auf Dokumenten aus den Staatsarchiven in Como, Chur und deutschen Archiven. Die Italiener begannen im frühen 17. Jahrhundert mit dem Handel von Früchten wie Zitronen und Nüssen, die sie auf Messen und Märkten verkauften. Nach dem Dreißigjährigen Krieg etablierten sie dauerhafte Handelsstandorte und erweiterten ihr Sortiment auf nahezu alle gefragten Waren. Zwei zentrale Aspekte der Untersuchung sind das Handelssystem und die Organisationsformen des Handels. Die gefundenen Dokumente zeichnen ein differenziertes Bild des italienischen Handels. Die Händler passten sich rasch an die Verschiebung der Warenströme vom Mittelmeer zum Atlantik um die Wende zum 18. Jahrhundert an, was ihnen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber einheimischen Händlern verschaffte. Ihr Erfolg beruhte nicht auf einem weitmaschigen Netzwerk weniger Familien, sondern auf zahlreichen kleinräumigen Handelssystemen, in denen Italiener als Großhändler agierten. Die Organisation der Handelsaktivitäten wandelte sich: Anstelle kurzfristiger Kompanien traten neue Formen, wobei viele Italiener Einzelkaufmannshandlungen gründeten. Kompanien wurden oft nur von engen Verwandten gegründet, und nach dem Tod der Gründer wurden sie als „Familienunternehmen“ weitergeführt.
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Die Südfrüchtehändler vom Comer See im Südwesten Deutschlands im 17. und 18. Jahrhundert, Thea E. Stolterfoht
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- 2017
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