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Anhand ausgewählter Fallbeispiele wird der Einsatz von Porträts in den Wissenschaften untersucht und die akademische Bildnispolitik in größere gesellschaftliche und kulturelle Kontexte eingeordnet. Seit der Aufklärung wird in den Wissenschaften auf das eigene Bildnis großer Wert gelegt. Vom Auftragswerk in Öl über Druckgrafiken und Atelieraufnahmen bis hin zur Fotografie im 20. und 21. Jahrhundert sollten Porträts die wissenschaftliche Reputation erhöhen, die eigene Arbeit autorisieren und die Porträtierten als legitime Akteure ausweisen. Durch die Darstellung epistemischer Tugenden und die Sichtbarmachung des methodischen und habituellen Selbstverständnisses der Abgebildeten formulieren Bildnisse historisch variierende, jedoch verbindliche Normen individueller und kollektiver Identitäten. Zwischen individuellem Fall und exemplarischem Gelehrtentyp changierend, tragen Porträts zum Prozess des „coming into being“ einer wissenschaftlichen Persona bei. Die Beiträge des Bandes nähern sich mit einem wissenschaftshistorischen Interesse an Porträts und erkunden das Verhältnis zwischen Repräsentation und wissenschaftlichem Subjekt, während sie die akademische Bildnispolitik in gesellschaftliche und kulturelle Zusammenhänge einordnen.
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Gesichter der Wissenschaft, Christian Vogel
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- 2019
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