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In diesem Werk präsentiert Feuerbach seine Projektionstheorie, die auf der Annahme basiert, dass Tiere, obwohl bewusste Lebewesen, keine Religion besitzen. Er betont die Fähigkeit des Menschen, sich selbst im Verhältnis zur Gattung zu sehen, wobei der Einzelne „zugleich Ich und Du“ ist und sich an die Stelle eines anderen setzt. Im Gegensatz dazu ist das Bewusstsein der Tiere auf das unmittelbar Gegebene beschränkt; sie können nur zwischen den ihnen bekannten Pflanzen unterscheiden. Das menschliche Bewusstsein hingegen ist unbeschränkt, und Vernunft, Wille und Liebe sind für Feuerbach die zentralen Merkmale, die den Menschen vom Tier unterscheiden. In jedem Bewusstsein wird die eigene Endlichkeit durch diese unbeschränkten Vermögen bewusst. Der Mensch neigt jedoch dazu, seine eigenen Grenzen als Grenzen der Gattung zu interpretieren. Was einem selbst unbegreiflich ist, muss auch für andere unbegreiflich sein; daher ist es nicht beschämend, dass das eigene Verstehen endlich ist. Musik beispielsweise ist ein Monolog des Gefühls: Ohne eigenes Gefühl kann man Musik nicht als solche erkennen. Dasselbe gilt für das religiöse Gefühl, das nur im Inneren entsteht. Der Gegenstand, der dieses Gefühl auslöst, ist variabel und außerhalb von mir. Das Gefühl ist atheistisch im Sinne des orthodoxen Glaubens, da es einen gegenständlichen Gott leugnet und sich selbst als Gott erkennt.
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Die philosophische Reihe/ Das Wesen des Christentums, Ludwig Feuerbach
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- 2019
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