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Medien und Fremdenfeindlichkeit

Alltägliche Paradoxien, Dilemmata, Absurditäten und Zynismen

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„Um auf eine gerechte und multikulturelle Zukunft hoffen zu können, brauchen wir enorm viel Phantasie.“ (George Lipsitz 1993) Medien- und Fremdenfeindlichkeit stellen zentrale gesellschaftliche und politische Probleme dar. Aktuelle Ereignisse, wie die tödlichen Brandanschläge auf Ausländerunterkünfte in Den Haag und Krefeld, verdeutlichen die Dringlichkeit dieser Thematik. Die deutschen Behörden erkennen, zur Empörung türkischer Politiker und Medien, keine Anzeichen für fremdenfeindliche Straftaten. In Krefeld wird der Ehemann und Vater der Opfer als tatverdächtig verhaftet, was die Berichterstattung abrupt verändert. Auch die harte Abschiebepolitik gegenüber bosnischen Kriegsflüchtlingen und die Proteste dagegen beeinflussen die Zahl der "freiwilligen" Rückkehrer. Im deutschen Fernsehen finden sowohl die Proteste als auch die Auftritte von extremen politischen Akteuren wie Jean-Marie Le Pen breiten Raum. Zudem kommt es zu einem tragischen Vorfall, als die italienische Marine mit einem albanischen Flüchtlingsschiff kollidiert, wobei über achtzig Menschen, vorwiegend Frauen und Kinder, ums Leben kommen. Diese Berichterstattung lässt die Frage aufkommen, ob die italienischen Behörden damit nicht ihr Ziel erreicht haben: eine sinkende Zahl an Flüchtlingen, während die allgemeine Hilfsbereitschaft gleichzeitig zu wachsen scheint.

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Medien und Fremdenfeindlichkeit, Bernd Scheffer

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1997
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