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Das späte Urteil

Ein Münchner NS-Prozess oder das Versagen der Nachkriegsjustiz

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Am 23. April 2001 beginnt im Untersuchungsgefängnis München-Stadelheim der Prozess gegen den ehemaligen SS-Mann Anton Malloth, der beschuldigt wird, während seiner Zeit als Wachmann im Gestapogefängnis „Kleine Festung“ in Theresienstadt zahlreiche Häftlinge zu Tode geprügelt zu haben. Dieser Prozess, eines der letzten Verfahren zu nationalsozialistischen Gewaltverbrechen, wird von dem erfahrenen Richter Jürgen Hanreich geleitet, der zunächst als befangen gilt, da sein Vater während des Nationalsozialismus am Oberlandesgericht tätig war, das für Theresienstadt verantwortlich war. Dennoch erhält Hanreich die Unterstützung der Kammer und reist sogar privat nach Prag, um Zeugen um ihre Aussagen zu bitten, wobei er sehr einfühlsam mit ihnen umgeht. Für ihn wird dieser Prozess der persönlichste, dessen Unterlagen er sorgsam aufbewahrt. Die Worte des Angeklagten „Sie waren nicht dabei“ verfolgen Hanreich auch Jahre später. In diesem Buch reflektiert er über seinen Umgang mit der deutschen Vergangenheit, das Unrechtsbewusstsein und Gewissen sowie die Schlussstrich-Mentalität nach dem Krieg und das Versagen der Justiz. Es ist ein Blick hinter den Richtertisch und eine ernsthafte Suche nach Erkenntnis und Wahrheit.

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Das späte Urteil, Jürgen Hanreich

Langue
Année de publication
2018
Reliure
(rigide)
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Titre
Das späte Urteil
Sous-titre
Ein Münchner NS-Prozess oder das Versagen der Nachkriegsjustiz
Langue
Allemand
Éditeur
Volk Verlag
Publié
2018
Format
rigide
Pages
200
ISBN10
3862222942
ISBN13
9783862222940
Séries
Description
Am 23. April 2001 beginnt im Untersuchungsgefängnis München-Stadelheim der Prozess gegen den ehemaligen SS-Mann Anton Malloth, der beschuldigt wird, während seiner Zeit als Wachmann im Gestapogefängnis „Kleine Festung“ in Theresienstadt zahlreiche Häftlinge zu Tode geprügelt zu haben. Dieser Prozess, eines der letzten Verfahren zu nationalsozialistischen Gewaltverbrechen, wird von dem erfahrenen Richter Jürgen Hanreich geleitet, der zunächst als befangen gilt, da sein Vater während des Nationalsozialismus am Oberlandesgericht tätig war, das für Theresienstadt verantwortlich war. Dennoch erhält Hanreich die Unterstützung der Kammer und reist sogar privat nach Prag, um Zeugen um ihre Aussagen zu bitten, wobei er sehr einfühlsam mit ihnen umgeht. Für ihn wird dieser Prozess der persönlichste, dessen Unterlagen er sorgsam aufbewahrt. Die Worte des Angeklagten „Sie waren nicht dabei“ verfolgen Hanreich auch Jahre später. In diesem Buch reflektiert er über seinen Umgang mit der deutschen Vergangenheit, das Unrechtsbewusstsein und Gewissen sowie die Schlussstrich-Mentalität nach dem Krieg und das Versagen der Justiz. Es ist ein Blick hinter den Richtertisch und eine ernsthafte Suche nach Erkenntnis und Wahrheit.