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Trierer Beiträge zu den historischen Kulturwissenschaften - 16: Intrigen - Die Macht der Möglichkeiten in der mittelhochdeutschen Epik

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Die Autorin untersucht das literarische Motiv der Intrige in mittelhochdeutschen Romanen und Epen des 12. bis 14. Jahrhunderts. Dabei wird der bislang vage Intrigenbegriff konkretisiert, um die vielfältigen Nuancen und Variationen von Intrigenhandlungen herauszuarbeiten. Intrigen sind nicht nur zentrale Motive, sondern oft unverzichtbare Bestandteile der Erzählungen: Ohne sie gäbe es kein ‚Rolandslied‘, die Geschichte um ‚Herzog Ernst‘ wäre schnell erzählt, und Tristan bliebe ohne Isolde. Sie beeinflussen maßgeblich die Erzählstruktur und fungieren häufig als primum movens eines Textes. Intrigen bringen Figuren zum Handeln, schaffen Konflikte und Spannungsbögen und verhindern den Abbruch der Erzählung. Innerhalb der Erzählung sind sie unverzichtbar, ebenso für den Erzähler und Dichter. Das Intrigenpersonal besteht aus komplexen, mehrdimensionalen Figuren, die versuchen, über ihr Schicksal hinauszuwachsen. Intrigen bieten insbesondere Frauenfiguren, die oft passiv angelegt sind, neue Handlungsmöglichkeiten. In der höfischen Literatur sind Intrigen weit verbreitet und übernehmen verschiedene erzähltechnische Funktionen. Sie stehen im Zusammenhang mit Machtkonstellationen und tragen zur Fiktionalitätsdebatte bei. Untersucht werden Werke wie das ‚Rolandslied‘, Strickers ‚Karl‘, das ‚Nibelungenlied‘ und viele andere.

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Trierer Beiträge zu den historischen Kulturwissenschaften - 16: Intrigen - Die Macht der Möglichkeiten in der mittelhochdeutschen Epik, Katharina Hanuschkin, Ginette di Vita-Evrard, Maria Antonietta Rizzo

Langue
Année de publication
2015
Reliure
(rigide),
État du livre
Bon
Prix
66,99 €

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Titre
Trierer Beiträge zu den historischen Kulturwissenschaften - 16: Intrigen - Die Macht der Möglichkeiten in der mittelhochdeutschen Epik
Langue
Allemand
Éditeur
Reichert
Publié
2015
Format
rigide
Pages
328
ISBN10
3954900866
ISBN13
9783954900862
Séries
Catégories
Description
Die Autorin untersucht das literarische Motiv der Intrige in mittelhochdeutschen Romanen und Epen des 12. bis 14. Jahrhunderts. Dabei wird der bislang vage Intrigenbegriff konkretisiert, um die vielfältigen Nuancen und Variationen von Intrigenhandlungen herauszuarbeiten. Intrigen sind nicht nur zentrale Motive, sondern oft unverzichtbare Bestandteile der Erzählungen: Ohne sie gäbe es kein ‚Rolandslied‘, die Geschichte um ‚Herzog Ernst‘ wäre schnell erzählt, und Tristan bliebe ohne Isolde. Sie beeinflussen maßgeblich die Erzählstruktur und fungieren häufig als primum movens eines Textes. Intrigen bringen Figuren zum Handeln, schaffen Konflikte und Spannungsbögen und verhindern den Abbruch der Erzählung. Innerhalb der Erzählung sind sie unverzichtbar, ebenso für den Erzähler und Dichter. Das Intrigenpersonal besteht aus komplexen, mehrdimensionalen Figuren, die versuchen, über ihr Schicksal hinauszuwachsen. Intrigen bieten insbesondere Frauenfiguren, die oft passiv angelegt sind, neue Handlungsmöglichkeiten. In der höfischen Literatur sind Intrigen weit verbreitet und übernehmen verschiedene erzähltechnische Funktionen. Sie stehen im Zusammenhang mit Machtkonstellationen und tragen zur Fiktionalitätsdebatte bei. Untersucht werden Werke wie das ‚Rolandslied‘, Strickers ‚Karl‘, das ‚Nibelungenlied‘ und viele andere.