Für gute Führung braucht es weder Werte noch Systeme - es braucht Vernunft und Persönlichkeit. Führen geschieht nicht mit Methoden, Tools und Managementsystemen. Um gut zu führen muss man kein Christ sein. Was bedeuten christliche Werte in der Führung, was muss man beachten, um als Manager zu überzeugen? Professor Ferdinand Rohrhirsch setzt sich kritisch mit christlichen Werten und christlicher Führung auseinander und gibt konkrete Handlungsempfehlungen.
Über Werte und den Wert des Scheiterns im Führungsalltag - Wie Führung glückt
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„Wie mache ich es?“ ist die zentrale Frage im Führungsgeschäft, die in zahlreichen Büchern und Ratgebern behandelt wird. Kiloweise finden sich Antworten in Form von Tools, Tricks und Tipps für schnellen und erfolgreichen Führungseinsatz. Diese ständig aktualisierte Speisekarte des Führungserfolgs hat ganze Industriezweige hervorgebracht, die von dieser Frage leben. Doch „Wie mache ich es?“ ist die falsche Frage, wenn es darum geht, das Wesen der Führung zu verstehen. Es genügt nicht, nur zu wissen, wie man führt; entscheidend ist, zu begreifen, was beim Führen geschieht, was beim Scheitern passiert und was mit einem selbst und anderen geschieht, wenn man erfolgreich ist. Wer Führung selbstverantwortlich gestalten möchte, sollte diese Frage nicht an die Spitze seiner Prioritäten setzen. Stattdessen ist die zentrale, grundlegende Frage im Führungskontext: „Wer bin ich?“ Diese Frage mag auf den ersten Blick nicht mit Führung in Verbindung stehen, doch sie ist entscheidend. „Wer bin ich?“ ist eine „Gretchenfrage“, die alles umfasst und den Weg zu echtem Verständnis und erfolgreicher Führung ebnet.