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Maria Meinel

    Die zweite Avantgarde
    1001 Fotografien, die Sie sehen sollten, bevor das Leben vorbei ist
    • Es wurde noch nie so viel geknipst wie heute. Die junge Generation, ausgerüstet mit selfie sticks, entdeckt mit Hilfe von Social Media die Fotografie auf neue Weise. 1001 FOTOGRAFIEN liefert zu diesem Boom die perfekte Inspiration. Ist Fotografie Kunst, Dokumentation oder beides? Sollen Bilder die Welt, in der wir leben, lediglich zeigen, oder sollen sie uns zum Denken, Handeln und Reagieren anregen? 1001 FOTOGRAFIEN ist ein visuell ansprechender und unentbehrlicher Leitfaden zur Geschichte und Praxis der Fotografie. Die Bilder führen durch Kunst, Mode, Gesellschaft, Krieg, Frieden, Wissenschaft und Natur und sind ebenso fesselnd wie ihre Begleittexte. Einige Fotos werden Sie kennen, andere noch nicht; allen gemein ist, dass sie uns bewegen oder gar schockieren. Von Roger Fenton bis William Eggleston, von Henry Fox Talbot bis Nick Knight, von Henri Cartier-Bresson bis Dorothea Lange, alle vorgestellten Fotografen überschritten die Grenzen des Mediums mit Geist und Geschick und entwickelten ihr Metier zu einer höchst eindrucksvollen Kunstform. Ein Index, geordnet nach Fotografen und Titel, erleichtert die Suche. 1001 FOTOGRAFIEN informiert, bildet und überrascht und ist ein unverzichtbares Nachschlagewerk für alle Liebhaber der Fotografie.

      1001 Fotografien, die Sie sehen sollten, bevor das Leben vorbei ist
      3,5
    • Die zweite Avantgarde

      • 207pages
      • 8 heures de lecture

      Floris M. Neusüss, Professor für experimentelle Fotografie an der Kunsthochschule Kassel, gründete über zehn Jahre das Fotoforum, das Kassel zu einem internationalen Zentrum der zweiten Avantgarde in der Fotografie machte. Die Ausstellung der Stiftung Moritzburg nutzt das Archiv des Fotoforums, das Neusüss 2006 übergab, und dokumentiert eine entscheidende Phase in der Entwicklung der Fotografie als Kunst. Neusüss arbeitete mit Studenten und Gastkünstlern, um das Verhältnis von Fotografie und Kunst zu untersuchen und zu verändern. Während die erste Avantgarde im frühen 20. Jahrhundert das „Neue Sehen“ mit Fokus auf technische Merkmale wie Detailgenauigkeit und Kameraperspektive etablierte, erweiterte die zweite Avantgarde seit 1968 die Nutzung des Mediums radikal. Konzeptuelle Serien, Selbstinszenierungen und Medienreflexion sind zentrale Ansätze dieser Bewegung, die in Wechselwirkung mit Konzeptkunst, Performance und anderen Strömungen steht. Der Wandel in der Fotografie geht vom angewandten zum freien Arbeiten, von Einzelbildern zu Serien und Installationen. In den 1980er Jahren wurde die Medienreflexion intensiviert, und der Hunger nach Farbe sowie verschiedene Inszenierungsformen traten hervor. Angesichts der digitalen Beliebigkeit lohnt sich ein Rückblick auf die Entwicklungen seit den 1970er Jahren. Werke von Neusüss und anderen bedeutenden Künstlern sind in der Ausstellung zu sehen.

      Die zweite Avantgarde