Bookbot

Zygielbojms Reise

eine Spurensuche

En savoir plus sur le livre

"Mit meinem Tod will ich den tiefsten Protest gegen die Untätigkeit, mit der die Welt zuschaut und die Ausrottung des jüdischen Volkes zuläßt, zum Ausdruck bringen... wenn ich es während meines Lebens nicht geschafft habe, werde ich vielleicht mit meinem Tod diejenigen aus der Gleichgültigkeit herausreißen, die handeln könnten und sollten, um noch jetzt, wohl im letzten Augenblick, diese Handvoll polnischer Juden, die noch am Leben ist, vor der sicheren Ausrottung zu retten." Diese Worte stehen im Abschiedsbrief eines Mitglieds des Nationalrates der Republik Polen - Szmul Zygielbojm, der sich angesichts der Niederschlagung des Aufstandes im Warschauer Ghetto am 12. Mai 1943 in London das Leben nahm. Zygielbojm, geb. 1895, wuchs in der Armut einer großen jüdischen Familie in der Umgebung Lublins auf. Schon mit acht Jahren begann er zu arbeiten. Er wurde Politiker, ein Funktionär der jüdischen sozialistischen Partei "Bund". Sie entsandte ihn im März 1942 aus dem New Yorker Exil als jüdischen Vertreter in den Nationalrat der polnischen Exilregierung nach London. Dort erreichten ihn die Informationen aus dem polnischen Untergrund über den begonnenen Massenmord an den Juden. In den letzten Monaten seines Lebens versuchte Zygielbojm, diese Nachrichten in der freien Welt zu verbreiten sowie Öffentlichkeit und Regierende aufzurütteln. Der Reporter Aleksander Rowinski ist der Biographie Szmul Zygielbojms schon seit Ende der 1970er Jahre auf der Spur. Er recherchierte in Warschau, London, im Archiv des "Bund" in New York und sprach mit vielen Zeitzeugen. Mit einem überlebenden Bruder Zygielbojms bereiste er die Orte, an denen die Familie gelebt hatte - es entsteht ein faszinierendes Bild jüdischen Lebens in den Stetls Ostpolens zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Aber vor allem Szmul Zygielbojm selbst kommt zu Wort: er verfaßte einen Fragment gebliebenen Bericht über seine Reise in die freie Welt, eine kaum vorstellbare Reise: Im Januar 1940 aus dem Lodzer Ghetto nach Berlin, quer durch Nazi-Deutschland, über Holland und Belgien. Dieser Bericht von Zygielbojms Reise, vor allem im Hinblick auf die Eindrücke und Erlebnisse bei seiner Fahrt durch Deutschland eine außergewöhnliche historische Quelle, erscheint hier erstmals in deutscher Sprache.

Achat du livre

Zygielbojms Reise, Aleksander Rowiński

Langue
Année de publication
2004
Reliure
(rigide)
Nous vous informerons par e-mail dès que nous l’aurons retrouvé.

Modes de paiement

Personne n'a encore évalué .Évaluer

Titre
Zygielbojms Reise
Sous-titre
eine Spurensuche
Langue
Allemand
Éditeur
fibre
Publié
2004
Format
rigide
Pages
369
ISBN10
3929759802
ISBN13
9783929759808
Séries
Description
"Mit meinem Tod will ich den tiefsten Protest gegen die Untätigkeit, mit der die Welt zuschaut und die Ausrottung des jüdischen Volkes zuläßt, zum Ausdruck bringen... wenn ich es während meines Lebens nicht geschafft habe, werde ich vielleicht mit meinem Tod diejenigen aus der Gleichgültigkeit herausreißen, die handeln könnten und sollten, um noch jetzt, wohl im letzten Augenblick, diese Handvoll polnischer Juden, die noch am Leben ist, vor der sicheren Ausrottung zu retten." Diese Worte stehen im Abschiedsbrief eines Mitglieds des Nationalrates der Republik Polen - Szmul Zygielbojm, der sich angesichts der Niederschlagung des Aufstandes im Warschauer Ghetto am 12. Mai 1943 in London das Leben nahm. Zygielbojm, geb. 1895, wuchs in der Armut einer großen jüdischen Familie in der Umgebung Lublins auf. Schon mit acht Jahren begann er zu arbeiten. Er wurde Politiker, ein Funktionär der jüdischen sozialistischen Partei "Bund". Sie entsandte ihn im März 1942 aus dem New Yorker Exil als jüdischen Vertreter in den Nationalrat der polnischen Exilregierung nach London. Dort erreichten ihn die Informationen aus dem polnischen Untergrund über den begonnenen Massenmord an den Juden. In den letzten Monaten seines Lebens versuchte Zygielbojm, diese Nachrichten in der freien Welt zu verbreiten sowie Öffentlichkeit und Regierende aufzurütteln. Der Reporter Aleksander Rowinski ist der Biographie Szmul Zygielbojms schon seit Ende der 1970er Jahre auf der Spur. Er recherchierte in Warschau, London, im Archiv des "Bund" in New York und sprach mit vielen Zeitzeugen. Mit einem überlebenden Bruder Zygielbojms bereiste er die Orte, an denen die Familie gelebt hatte - es entsteht ein faszinierendes Bild jüdischen Lebens in den Stetls Ostpolens zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Aber vor allem Szmul Zygielbojm selbst kommt zu Wort: er verfaßte einen Fragment gebliebenen Bericht über seine Reise in die freie Welt, eine kaum vorstellbare Reise: Im Januar 1940 aus dem Lodzer Ghetto nach Berlin, quer durch Nazi-Deutschland, über Holland und Belgien. Dieser Bericht von Zygielbojms Reise, vor allem im Hinblick auf die Eindrücke und Erlebnisse bei seiner Fahrt durch Deutschland eine außergewöhnliche historische Quelle, erscheint hier erstmals in deutscher Sprache.