Bookbot

Widerspruchsregelung, Hirntodkonzept und Aufklärung 29

En savoir plus sur le livre

Die Widerspruchsregelung für Organentnahmen bedeutet: Jeder Mensch gilt als potenzieller „Organspender“, wenn er nicht ausdrücklich widersprochen hat. Ist diese Regelung mit dem Selbstbestimmungsrecht vereinbar? In der rechtspolitischen Debatte wird bislang nicht beachtet, dass es zu den Grundvoraussetzungen selbstbestimmter Entscheidungen gehört, hinreichende Sachkenntnis zu besitzen. Wer nicht alle Umstände und Voraussetzungen einer Organentnahme kennt, ist nicht in der Lage, frei und selbstbestimmt darüber zu entscheiden, ob er in die Entnahme einwilligen oder von seinem Widerspruchsrecht Gebrauch machen soll. Vor Einführung einer Widerspruchsregelung muss auch über das ihr zugrundeliegende Todeskonzept – das „Hirntod-Konzept“ – ergebnisoffen informiert werden. Da alle als „Organspender“ in Betracht kommen sollen, müssen auch alle informiert sein. Das ist jedoch nicht der Fall. In den offiziellen Aufklärungsmaterialien zum Thema Organspende wird die berechtigte Kritik am „Hirntod-Konzept“ übergangen und die Rechtslage unvollständig dargestellt. Die Auferlegung einer Widerspruchslast bei gleichzeitiger fehlerhafter Aufklärung stellt einen ungerechtfertigten Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht dar.

Achat du livre

Widerspruchsregelung, Hirntodkonzept und Aufklärung 29, Rainer Beckmann

Langue
Année de publication
2026
Reliure
(souple),
État du livre
Bon
Prix
19,99 €

Modes de paiement

Personne n'a encore évalué .Évaluer

Titre
Widerspruchsregelung, Hirntodkonzept und Aufklärung 29
Langue
Allemand
Format
souple
ISBN10
3863957172
ISBN13
9783863957179
Séries
Mots clés
Description
Die Widerspruchsregelung für Organentnahmen bedeutet: Jeder Mensch gilt als potenzieller „Organspender“, wenn er nicht ausdrücklich widersprochen hat. Ist diese Regelung mit dem Selbstbestimmungsrecht vereinbar? In der rechtspolitischen Debatte wird bislang nicht beachtet, dass es zu den Grundvoraussetzungen selbstbestimmter Entscheidungen gehört, hinreichende Sachkenntnis zu besitzen. Wer nicht alle Umstände und Voraussetzungen einer Organentnahme kennt, ist nicht in der Lage, frei und selbstbestimmt darüber zu entscheiden, ob er in die Entnahme einwilligen oder von seinem Widerspruchsrecht Gebrauch machen soll. Vor Einführung einer Widerspruchsregelung muss auch über das ihr zugrundeliegende Todeskonzept – das „Hirntod-Konzept“ – ergebnisoffen informiert werden. Da alle als „Organspender“ in Betracht kommen sollen, müssen auch alle informiert sein. Das ist jedoch nicht der Fall. In den offiziellen Aufklärungsmaterialien zum Thema Organspende wird die berechtigte Kritik am „Hirntod-Konzept“ übergangen und die Rechtslage unvollständig dargestellt. Die Auferlegung einer Widerspruchslast bei gleichzeitiger fehlerhafter Aufklärung stellt einen ungerechtfertigten Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht dar.