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Kritische Studien zur "Türkenbelagerung"

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    Die »Türkenbelagerung« wurde in Zentraleuropa im 19. und 20. Jahrhundert so häufig wie kaum ein anderes Ereignis in Erinnerung gerufen. Dennoch konnte sich damals niemand mehr an die Zeit der Auseinandersetzungen erinnern. An so weit zurückliegende Erfahrungen musste und muss erinnert werden: Politiker, Kirche, Medien, Schule und Wissenschaft übernehmen diese Rolle und formen mit ihrer Rekonstruktion die Vergangenheit immer wieder neu. Am lange bewährten »Türkengedächtnis« lässt sich die Zweckgebundenheit der Übersetzung von Vergangenheit in die jeweilige Gegenwart deutlich zeigen. Das über Jahrhunderte gepflegte Feindbild »Türke« kann bei Bedarf bis heute für politische Zwecke mobilisiert werden.Die Autorinnen und Autoren des Bandes untersuchen aus unterschiedlichen Perspektiven den Einsatz des »Türkengedächtnisses« bei der Erzeugung und Verstärkung aktueller Feindbilder wie auch bei der Schaffung und Erhaltung von kollektiver, im Besonderen nationaler Identität.

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    Kritische Studien zur "Türkenbelagerung",

    Langue
    Année de publication
    2013
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    Titre
    Kritische Studien zur "Türkenbelagerung"
    Langue
    Allemand
    Auteurs
    Éditeur
    Mandelbaum
    Publié
    2013
    Format
    souple
    Pages
    356
    ISBN10
    3854766149
    ISBN13
    9783854766148
    Séries
    Évaluation
    4 sur 5
    Description
    Die »Türkenbelagerung« wurde in Zentraleuropa im 19. und 20. Jahrhundert so häufig wie kaum ein anderes Ereignis in Erinnerung gerufen. Dennoch konnte sich damals niemand mehr an die Zeit der Auseinandersetzungen erinnern. An so weit zurückliegende Erfahrungen musste und muss erinnert werden: Politiker, Kirche, Medien, Schule und Wissenschaft übernehmen diese Rolle und formen mit ihrer Rekonstruktion die Vergangenheit immer wieder neu. Am lange bewährten »Türkengedächtnis« lässt sich die Zweckgebundenheit der Übersetzung von Vergangenheit in die jeweilige Gegenwart deutlich zeigen. Das über Jahrhunderte gepflegte Feindbild »Türke« kann bei Bedarf bis heute für politische Zwecke mobilisiert werden.Die Autorinnen und Autoren des Bandes untersuchen aus unterschiedlichen Perspektiven den Einsatz des »Türkengedächtnisses« bei der Erzeugung und Verstärkung aktueller Feindbilder wie auch bei der Schaffung und Erhaltung von kollektiver, im Besonderen nationaler Identität.