Bookbot

Reflexionsspektroskopie

Grundlagen, Methodik, Anwendungen

En savoir plus sur le livre

Unter Reflexionsspektroskopie versteht man die Untersuchung der von einer Oberfläche reflektierten Strahlung hinsichtlich ihrer spektralen Zusammensetzung im Vergleich zur einfallenden Primärstrahlung und der Winkelverteilung der Strahlungsleistung. Zwei Grenzfälle sind entscheidend: reguläre (Spiegel-) Reflexion von einer ideal ebenen Oberfläche und diffuse Reflexion von einer ideal matten Oberfläche. Zwischen diesen Grenzfällen existieren in der Praxis zahlreiche Übergänge. Es gibt zwei prinzipiell unterschiedliche Methoden der Reflexionsspektroskopie: Die erste Methode berechnet aus der gemessenen regulären Reflexion die optischen Konstanten n (Brechungsindex) und x (Absorptionsindex) des Materials mithilfe der Fresnelschen Gleichungen in Abhängigkeit von der Wellenlänge. Dieses ältere Verfahren ist recht umständlich und liefert oft ungenaue Resultate. Neuere Modifikationen verwenden die Phasengrenze zwischen einem Dielektrikum mit höherem Brechungsvermögen und der Probe anstelle der Luft/Probe-Grenzfläche. Bei nicht absorbierenden Proben beobachtet man oberhalb eines bestimmten Einfallswinkels Totalreflexion. Bei engem (optischen) Kontakt beider Phasen tritt jedoch eine geringe Energie aufgrund von Beugungserscheinungen an den Rändern des Bündels in die dünnere Phase über. Wenn die Probe absorbiert, geht ein Teil der Strahlungsenergie verloren, wodurch die Totalreflexion geschwächt wird.

Achat du livre

Reflexionsspektroskopie, Gustav Kortüm

Langue
Année de publication
1969
Reliure
(rigide)
Nous vous informerons par e-mail dès que nous l’aurons retrouvé.

Modes de paiement

Personne n'a encore évalué .Évaluer

Titre
Reflexionsspektroskopie
Sous-titre
Grundlagen, Methodik, Anwendungen
Langue
Allemand
Éditeur
Springer
Publié
1969
Format
rigide
Séries
Description
Unter Reflexionsspektroskopie versteht man die Untersuchung der von einer Oberfläche reflektierten Strahlung hinsichtlich ihrer spektralen Zusammensetzung im Vergleich zur einfallenden Primärstrahlung und der Winkelverteilung der Strahlungsleistung. Zwei Grenzfälle sind entscheidend: reguläre (Spiegel-) Reflexion von einer ideal ebenen Oberfläche und diffuse Reflexion von einer ideal matten Oberfläche. Zwischen diesen Grenzfällen existieren in der Praxis zahlreiche Übergänge. Es gibt zwei prinzipiell unterschiedliche Methoden der Reflexionsspektroskopie: Die erste Methode berechnet aus der gemessenen regulären Reflexion die optischen Konstanten n (Brechungsindex) und x (Absorptionsindex) des Materials mithilfe der Fresnelschen Gleichungen in Abhängigkeit von der Wellenlänge. Dieses ältere Verfahren ist recht umständlich und liefert oft ungenaue Resultate. Neuere Modifikationen verwenden die Phasengrenze zwischen einem Dielektrikum mit höherem Brechungsvermögen und der Probe anstelle der Luft/Probe-Grenzfläche. Bei nicht absorbierenden Proben beobachtet man oberhalb eines bestimmten Einfallswinkels Totalreflexion. Bei engem (optischen) Kontakt beider Phasen tritt jedoch eine geringe Energie aufgrund von Beugungserscheinungen an den Rändern des Bündels in die dünnere Phase über. Wenn die Probe absorbiert, geht ein Teil der Strahlungsenergie verloren, wodurch die Totalreflexion geschwächt wird.