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Flotofoto

Fotografien von Hamburgs Straßen 1962–1972

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Ihre erste Kamera, eine »Boy Box«, besaß Gisela Floto bereits mit zehn Jahren, ihren ersten Fotopreis gewann sie als Zwanzigjährige beim »World Press Photo Award« mit einer Flohmarkt-Reportage aus Berlin, wo sie beim Lette-Verein eine Ausbildung zur Fotografin begonnen hatte. Ihr Sehnsuchtsort seit Kindheitstagen aber war Hamburg, wohin es die jugendliche Fotografin seit 1962 immer öfter mit der Kamera trieb. Ohne festen Plan oder redaktionellen Auftrag machte Floto sich über mehrere Jahre mit ihrer Leica M3 auf Entdeckungstour – auf die »freie Jagd«, wie sie ihre Beutezüge bald nannte. Die Bilder in diesem Buch folgen verschiedenen Fährten dieser Jagd. In temporeichen Bildfolgen bewegt sich die Fotografin entlang der Straßen und Hinterhöfe vom Zentrum der Stadt an ihre Ränder. Im Mittelpunkt stehen dabei immer die Menschen in ihrer Eigenart, auch wenn die Aufnahmen zugleich eine soziale Typologie der Stadt in den 1960er Jahren liefern. Mit ihrer Alltagskomik sind Flotos Aufnahmen ein frühes Beispiel dessen, was heute Straßenfotografie heißt, mit ihrer zugewandten Haltung eine Pioniertat weiblicher Fotografie. Ausgeprägte Rollenvorbilder und allzu viele Inspirationsquellen gab es dafür zu jener Zeit nicht. Umso erstaunlicher ist es, mit welch sicherem Instinkt die junge Fotografin in kurzer Zeit nicht nur zu einer ausgereiften Bildsprache fand, sondern bald auch den Weg in eine damals ganz von Männern dominierte Profession.

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Flotofoto, Sebastian Lux

Langue
Année de publication
2026
Reliure
(rigide)
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Titre
Flotofoto
Sous-titre
Fotografien von Hamburgs Straßen 1962–1972
Langue
Allemand
Publié
2026
Format
rigide
Pages
256
ISBN13
9783960606178
Séries
Description
Ihre erste Kamera, eine »Boy Box«, besaß Gisela Floto bereits mit zehn Jahren, ihren ersten Fotopreis gewann sie als Zwanzigjährige beim »World Press Photo Award« mit einer Flohmarkt-Reportage aus Berlin, wo sie beim Lette-Verein eine Ausbildung zur Fotografin begonnen hatte. Ihr Sehnsuchtsort seit Kindheitstagen aber war Hamburg, wohin es die jugendliche Fotografin seit 1962 immer öfter mit der Kamera trieb. Ohne festen Plan oder redaktionellen Auftrag machte Floto sich über mehrere Jahre mit ihrer Leica M3 auf Entdeckungstour – auf die »freie Jagd«, wie sie ihre Beutezüge bald nannte. Die Bilder in diesem Buch folgen verschiedenen Fährten dieser Jagd. In temporeichen Bildfolgen bewegt sich die Fotografin entlang der Straßen und Hinterhöfe vom Zentrum der Stadt an ihre Ränder. Im Mittelpunkt stehen dabei immer die Menschen in ihrer Eigenart, auch wenn die Aufnahmen zugleich eine soziale Typologie der Stadt in den 1960er Jahren liefern. Mit ihrer Alltagskomik sind Flotos Aufnahmen ein frühes Beispiel dessen, was heute Straßenfotografie heißt, mit ihrer zugewandten Haltung eine Pioniertat weiblicher Fotografie. Ausgeprägte Rollenvorbilder und allzu viele Inspirationsquellen gab es dafür zu jener Zeit nicht. Umso erstaunlicher ist es, mit welch sicherem Instinkt die junge Fotografin in kurzer Zeit nicht nur zu einer ausgereiften Bildsprache fand, sondern bald auch den Weg in eine damals ganz von Männern dominierte Profession.