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Wassermoleküle

Roman

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  • 298pages
  • 11 heures de lecture

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Der Fluss spiegelte die Sonne wie gesplittertes Glas. Das Tuten der Schleppkähne hallte, während Frauen Wäsche aufhängten und Kinder in einer fremden Sprache riefen. Die stillen Nebenarme, beschattet von Erlen und Weiden, und ein Paddelboot in leuchtenden Farben zogen vorbei. Ein rotes Puch-Fahrrad, abgetragene Leinenschuhe und ein schwarz-weißer Adidas Matchsack gehörten zum Alltag. Morgens um halb sieben in einer Lysol-geputzten Schwimmhalle ertönte der scharfe Pfiff des Trainers, gefolgt von dem fröstelnden Schauer beim ersten Eintauchen in das Chlorwasser. Der Duft von Lavendelseife und der sanfte Druck der Bürste, die das Haar zu einem Zopf flocht, prägten ihre Erinnerungen. Die Anmut ihrer Schwimmzüge und ihr Lachen waren unvergesslich. Seine kräftigen Hände, weich gegerbt vom täglichen Schweiß, und seine von Tabak und Fernet geprägte Stimme erinnerten an Sonntagmorgen nach einer Kartennacht. Seine warmen Augen, wie dunkler Milchkaffee mit goldenem Schimmer, blieben in ihrem Gedächtnis. Amelie Abgott wächst in den 1970er-Jahren in einer ruhigen Kleinstadt an der Donau auf, mit dem Ziel, Schwimmstar zu werden wie ihre Mutter und einen Mann wie ihren Vater zu finden. Doch das Idyll ist von innen und außen bedroht.

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Wassermoleküle, Ingrid Maria Lang

Langue
Année de publication
2010
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(rigide),
État du livre
Très bon
Prix
5,99 €

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Titre
Wassermoleküle
Sous-titre
Roman
Langue
Allemand
Publié
2010
Format
rigide
Pages
298
ISBN10
3902744111
ISBN13
9783902744111
Séries
Description
Der Fluss spiegelte die Sonne wie gesplittertes Glas. Das Tuten der Schleppkähne hallte, während Frauen Wäsche aufhängten und Kinder in einer fremden Sprache riefen. Die stillen Nebenarme, beschattet von Erlen und Weiden, und ein Paddelboot in leuchtenden Farben zogen vorbei. Ein rotes Puch-Fahrrad, abgetragene Leinenschuhe und ein schwarz-weißer Adidas Matchsack gehörten zum Alltag. Morgens um halb sieben in einer Lysol-geputzten Schwimmhalle ertönte der scharfe Pfiff des Trainers, gefolgt von dem fröstelnden Schauer beim ersten Eintauchen in das Chlorwasser. Der Duft von Lavendelseife und der sanfte Druck der Bürste, die das Haar zu einem Zopf flocht, prägten ihre Erinnerungen. Die Anmut ihrer Schwimmzüge und ihr Lachen waren unvergesslich. Seine kräftigen Hände, weich gegerbt vom täglichen Schweiß, und seine von Tabak und Fernet geprägte Stimme erinnerten an Sonntagmorgen nach einer Kartennacht. Seine warmen Augen, wie dunkler Milchkaffee mit goldenem Schimmer, blieben in ihrem Gedächtnis. Amelie Abgott wächst in den 1970er-Jahren in einer ruhigen Kleinstadt an der Donau auf, mit dem Ziel, Schwimmstar zu werden wie ihre Mutter und einen Mann wie ihren Vater zu finden. Doch das Idyll ist von innen und außen bedroht.