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Stationen 1940 – 1982

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Es ist ja nicht so, dass sich Theo für eine Person öffentlichen Interesses hielt, als er anfing, seine Lebenserinnerungen aufzuschreiben. Vielmehr waren die ersten Notizen für den Trauerredner bestimmt in einer Situation, als alles darauf hindeutete, dass sie bald benötigt würden. Theo entwickelte dann Spaß am Schreiben. Außerdem wollte er auch testen, ob diskrete Hinweise auf das Nachlassen der Geisteskraft nur seiner Einbildung entsprangen. Dass es so war, zeigte sich schon nach den ersten Seiten; denn das Langzeitgedächtnis funktionierte noch gut. Dann erinnerte er sich daran, dass er über die Jugend seines Vaters so gut wie nichts wusste. Er hatte es versäumt danach zu fragen, als noch Zeit dazu war. Es scheint im Wesen der Jugend zu liegen, dass sie sich nicht dafür interessiert, was ihre Eltern und Großeltern in der Jugend erlebt haben. Erst im hohen Alter tauchen Fragen auf, aber dann ist es in der Regel zu spät. Auch deshalb hat Theo seine beruflichen Stationen für interessierte Nachkommen festgehalten. Außerdem könnte das Ganze auch eine autotherapeutische Funktion gehabt haben.

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Stationen 1940 – 1982, Frieder Thom

Langue
Année de publication
2026
Reliure
(souple)
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Titre
Stationen 1940 – 1982
Langue
Allemand
Publié
2026
Format
souple
Pages
88
ISBN13
9783690951616
Séries
Mots clés
Biographies
Description
Es ist ja nicht so, dass sich Theo für eine Person öffentlichen Interesses hielt, als er anfing, seine Lebenserinnerungen aufzuschreiben. Vielmehr waren die ersten Notizen für den Trauerredner bestimmt in einer Situation, als alles darauf hindeutete, dass sie bald benötigt würden. Theo entwickelte dann Spaß am Schreiben. Außerdem wollte er auch testen, ob diskrete Hinweise auf das Nachlassen der Geisteskraft nur seiner Einbildung entsprangen. Dass es so war, zeigte sich schon nach den ersten Seiten; denn das Langzeitgedächtnis funktionierte noch gut. Dann erinnerte er sich daran, dass er über die Jugend seines Vaters so gut wie nichts wusste. Er hatte es versäumt danach zu fragen, als noch Zeit dazu war. Es scheint im Wesen der Jugend zu liegen, dass sie sich nicht dafür interessiert, was ihre Eltern und Großeltern in der Jugend erlebt haben. Erst im hohen Alter tauchen Fragen auf, aber dann ist es in der Regel zu spät. Auch deshalb hat Theo seine beruflichen Stationen für interessierte Nachkommen festgehalten. Außerdem könnte das Ganze auch eine autotherapeutische Funktion gehabt haben.