Immer mehr Frauen entscheiden sich heute gegen ein Kind – häufig kein leichter Entschluß, denn nur selten gibt es klare und eindeutige Gründe, und bisweilen hat eine Frau es nicht selbst in der Hand. Viola Roggenkamp hat zwölf Frauen ohne Kind und mit unterschiedlichsten Berufen nach ihren Geschichten gefragt. Entstanden ist ein erzählerisches Buch, in dem die Frauen sehr ehrlich und persönlich darüber sprechen, weshalb sie sich gegen die Mutterrolle entschieden haben – mal selbstbewußt und wütend, mal traurig und voller Sehnsucht nach dem Kind, das es für sie nie geben wird. 'Jede der zwölf Frauen hat eine Geschichte – rührend, nüchtern oder kühl, doch immer überraschend und wunderbar erzählt.' Berliner Zeitung
Viola Roggenkamp Livres
Viola Roggenkamp est une auteure allemande dont l'œuvre explore les thèmes de l'identité et de la mémoire. Son écriture plonge dans les complexités de l'histoire et des récits personnels. Roggenkamp écrit dans un style perspicace et introspectif qui entraîne les lecteurs dans les profondeurs de l'expérience humaine.






Essay über nachgeborene Juden in Deutschland und ihr Erbe. Viola Roggenkamp, bekannte Publizistin, hat mir 26 jüdischen Töchtern und Söhnen über die Mamme gesprochen, u. a. mit Stefan Heym, Esther Dischereit, Wladimir Kaminer, Rachel Salamander, Stefanie Zweig und Michael Wolffsohn
Die jüdische Mamme ist kein Klischee. Eindrücklich beweisen dies 26 Gespräche, die Viola Roggenkamp mit Männern und Frauen geführt hat. Sie alle leben als Juden in Deutschland. Und, wie das historische Trauma der Eltern zum Tabu der Kinder wird, davon berichten: Stefan Heym, Wladimir Kaminer, Arno Lustiger, Peggy Parnaß, Ilja Richter, Rafael Seligmann, Stefanie Zweig und andere. »Viola Roggenkamp hat eine wunderbare Vielzahl von Stimmen sprechen lassen. Ganz leicht, abgründig, welche Anstrengung.« DIE ZEIT
Die Frau im Turm
Roman
Hamburg, 1999: Zehn Jahre nach der Wende macht sich Masia Bleiberg von Hamburg aus auf die Suche nach ihrem Vater in Ostdeutschland, einem jüdisch-kommunistischen Menschheitsträumer. In der Hoffnung, ihn in Dresden zu finden, begleitet sie August Kuhl, ihren einzigen Freund, der dort einen Film dreht über die Gräfin Cosel. Einst berühmte Mätresse von August dem Starken, mächtigste Frau an einem der glanzvollsten Höfe des 18. Jahrhunderts, wurde sie verstoßen, auf die Festung Stolpen verbannt und ausgesperrt aus der Welt bis zu ihrem Tod. In fünfzig Jahren Gefangenschaft wurde die schöne Dame des Hochadels zu einer Gelehrten, sie durchwanderte geistige Freiräume, die sie im Judentum fand – zu ihrer Zeit ein Skandal. Beide Frauengestalten, die hinter Mauern lebende Gräfin und die deutsch-jüdische Tochter, repräsentieren in Vergangenheit und Gegenwart Lebenszusammenhänge von Eingeschlossenheit und Ausgeschlossenheit.
Viola Roggenkamp sprach mit sieben Müttern, die zweierlei gemeinsam haben: eine lesbische Tochter und die Überzeugung, dass sie selbst mit der lesbischen Entwicklung ihrer Tochter ganz und gar nichts zu tun haben. Die Autorin zeichnet das Leben dieser Mütter und das Geflecht der Beziehungen und Gefühle zwischen ihnen und ihren Töchtern nach, um der Frage nachzuspüren, wie es kam, dass diese Töchter lesbisch geworden sind. Geahnt haben sie es alle - bis auf eine. Die jüngste der sieben Mütter fiel aus allen Wolken. Die anderen sechs waren nicht überrascht. Aber keine hat gefragt: „Bist du lesbisch, meine Tochter?“ Das zu fragen hat keine gewagt. Denn die nächste Frage hätte lauten müssen: „Warum bist du lesbisch geworden?“ Viola Roggenkamp sprach mit sieben Müttern von lesbischen Töchtern. Die jüngste Mutter ist 48 Jahre alt, die älteste 74. Sie leben auf dem Dorf und in der Stadt, in der ehemaligen BRD und DDR und in der Schweiz. Sie sind christlich erzogen oder jüdisch, haben Beziehungen zu weißen Männern oder zu schwarzen. Eines haben sie alle gemeinsam: eine lesbische Tochter. Wie kam das? Dieser Frage spürt die Autorin nach.
Eine brillant formulierte Spurensuche. Viola Roggenkamp fragt nach dem Jüdischen und seiner Verleugnung in der Familie von Thomas Mann. Auch Erika Mann, die mutige Kabarettistin, Emigrantin und Widerstandskämpferin hat ihr Jüdischsein stets verschwiegen. Warum das so war? Mit ihrem »scharfsinnigen, biographischen Essay« (Der Spiegel) schließt Viola Roggenkamp die verleugnete Lücke.
Tochter und Vater
- 268pages
- 10 heures de lecture
Nach ihrem Bestseller ›Familienleben‹ schreibt Viola Roggenkamp in ihrem neuen Roman die Geschichte der deutsch-jüdischen Hamburger Familie fort. Paul war kein Held, urteilt die Tochter über ihren Vater. Und ausgerechnet er hat seine jüdische Geliebte und deren Mutter vor der Deportation gerettet: Papiere gefälscht, die Gestapo in Berlin ausgetrickst und in Krakau im Schleichhandel Geld gescheffelt auf Kosten der Nazis. Wie hat er das gemacht? Genügt es, verliebt und jung zu sein? Er hatte Angst, und er war nur ein kleiner Angestellter. Um auf seiner Beerdigung eine Rede zu halten, spürt die Tochter seinem Leben nach und gerät dabei in eigene Katastrophen. Viola Roggenkamp erzählt ebenso leicht wie bildmächtig die Geschichte einer Vater-Tochter-Beziehung und die Suche nach der Vergangenheit als Weg ins eigene Leben.
Viola Roggenkamp erzählt in ›Familienleben‹ von einem einzigartigen deutsch-jüdischen Familienleben in den 60er Jahren der Bundesrepublik. Im feinen Harvestehude in Hamburg lebt eine scheinbar normale Familie mit einer besonderen Vergangenheit. Alma Schiefer, eine jüdische Mutter, liebt ihre beiden Töchter, Fania und Vera, über alles, ebenso wie ihren deutschen Mann Paul, der sie vor den Nazis rettete. Auch die jüdische Großmutter Hedwig ist eine Überlebende. Jeden Montagmorgen verabschiedet sich Paul, Handelsreisender für Brillengestelle, mit Küssen von seiner Familie und wird freitags ebenso herzlich empfangen. Während er unterwegs ist, tragen die Töchter die immense Liebe ihrer temperamentvollen Mutter allein. Fania, die jüngste, erzählt die Geschichte dieser eigenwilligen Familie, in der die Mutter gegen die Feinde von Gestern kämpft und der einst mutige Vater mit dem Alltag kämpft. Alle wissen, dass ihre Existenz Pauls Rettung von Alma verdankt. Die Sehnsucht nach einem eigenen Leben ist ebenso stark wie die Angst vor der Außenwelt. Der Roman beleuchtet deutsch-jüdische Befindlichkeiten in der jungen Bundesrepublik und bietet unvergessliche Figuren. Fania findet leise ihren Weg aus der Enge und Verzauberung der familiären Innenwelt nach draußen.
Erika Mann - Eine jüdische Tochter
- 250pages
- 9 heures de lecture
Über erlesenes und Verleugnetes in der Familiengenealogie der Familie Mann-Pringsheim



