Mediation and other forms of alternative dispute resolution (ADR) are universal. This book focuses on the status quo of mediation in a general sense in selected Member States of the European Union (Germany, Italy, Latvia) and overseas countries (South Africa, Australia). Also inherent problems of international mediation in the EU are highlighted. Additionally, various methods for dealing with past conflicts in countries in transition (retributive justice or ADR) are being discussed. So this book with its diverse, experienced hors can be used in a twofold manner: As a resource for the legal and practical state of affairs of mediation in certain countries as well as a suggestion de lege lata or de lege ferenda how to deal methodically with disputes - not just in countries in transition.
Frank Diedrich Livres






"Weißt Du, wo Du bist?" Ich schüttelte den Kopf. Wie ist das, wenn du nach bizarren Träumen aufwachst und erfährst, dass du fünf Wochen weg warst? Wo? Am letzten Ort, an der Schwelle zum Tod. Die letzten Fragen klingen nach. Du warst Opfer der Justiz und Spielball medizinischer Versuche. Oder doch nur in der Intensivstation? "Du hattest einen schweren Fahrradunfall. Der Autofahrer war schuld." Nach 5 Wochen sind 15 Knochenbrüche verheilt, genagelt und geschraubt, Aorta, Niere, Lunge Milz und Darm operiert. Luft, Wasser, Medikamente und Nahrung fließen über ein komplexes Schlauchsystem in den Körper und wieder hinaus, orchestriert und überwacht von zwei Türmen piepsender und blinkender intensivmedizinischer Gerätekunst, die den Organismus über ein Geflecht von Kabeln und Sensoren zu einem biokybernetischen Halbweltwesen erweitern. Ich spürte keinen Schmerz. Und hatte keine Ahnung, wie viel verloren war, wie lang mein Weg sich winden würde, durch schwieriges Terrain. Als einziges Organ war nur mein Kopf noch heil und hämmerte mir ein: Mach was draus! Im tiefsten Tunnel sah ich einen Stern, der mir die Richtung wies und hörte eine Stimme, die zu mir sprach: "Du schaffst es! Streng dich an! Es lohnt sich!" Der Weg zurück ins Leben – wie weit würde er mich bringen?
Präjudizien spielen in der Rechtspraxis eine große Rolle. Die Haftung des Rechtsanwalts gegenüber Mandanten wegen der Unkenntnis einer geänderten Rechtsprechung des BGH oder die dogmatische Einordnung von Modernen Vertragstypen (Leasing, Franchising, Factoring, Just-in-Time) sind etwa ohne eine faktische Bindung an obergerichtliche Vorentscheidungen kaum denkbar. Da es sich aber in der Regel nur um eine faktische, also nicht normierte, Befolgung von Vorentscheidungen handelt, bleibt nicht nur bei einer überraschenden Änderung der Rechtsprechung die Rechtssicherheit auf der Strecke, sondern auch dann, wenn ein Untergericht einmal nicht einer eingefahrenen Rechtsprechung des BGH folgt. Rein rechtlich ist ein solches Abweichen von Präjudizien wegen der richterlichen Freiheit nicht zu beanstanden. Denn eine generelle Bindung an Präjudizien wie im common law gibt es im deutschen Recht nicht. Die Studie analyisert die historischen, dogmatischen und ökonomischen Hintergründe dieser faktischen, informellen Bindung der Untergerichte in Zivilsachen aufzudecken. Zusätzlich bieten die rechtsvergleichenden Teile zum italienischen und US-amerikanischen Recht Einblicke in einen ganz anderen Umgang mit Präjudizien. Abschließend finden sich Vorschläge, um den betroffenen Rechtskreisen durch eine Institutionalisierung der Präjudizienbindung, primär durch Vorlagepflichten, größere Rechtssicherheit und Rechtsklarheit zu verschaffen.