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Angelika Fourne s.

    Nachdenkgespräche als Beitrag zu interkultureller Erziehung im Sachunterricht
    Mit Kindern die Welt erkunden
    Förderung der Schülerpersönlichkeit durch schülerzentrierte Unterrichtsarrangements im Grundschulunterricht
    Entwicklung der Grundschule
    Johann Friedrich Herbarts Bestrebungen um eine systematische Einheit pädagogischen Denkens und Handelns
    Das Jahrhundert des Kindes zwischen Auftrag und Ohnmacht
    • Seitdem Ellen Key in ihrem gleichnamigen Buch «Das Jahrhundert des Kindes» verkündet hat, ist es thematisch präsent geblieben. Es wurde zu einem Synonym für das entstehende Selbstbewußtsein der Pädagogik des 20. Jahrhunderts. Dabei sind im ersten Jahrhundertdrittel alle wesentlichen Fragen aufgeworfen, programmatischen Forderungen erstellt und Ideen praktiziert worden, welche auch die zeitgeschichtliche Diskussion bestimmen. Einen der wesentlichsten Inhalte und die damit verbundene nachhaltigste Wirkung hat die Reformpädagogik in der Wahrnehmung und Achtung des Kindes gefunden. Die Grundgedanken dieser «Pädagogik vom Kinde aus» waren allerdings nicht neu. Bereits europäische Klassiker können als Vorläufer dieser Ideen ausgewiesen werden. Die neuzeitliche Bewegung um Offenen Unterricht nimmt das Gedankengut aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts wieder auf. ‘Offener Unterricht’ ist dabei der Sammelbegriff für unterschiedliche Reformansätze in vielfältigen Formen inhaltlicher, methodischer und organisatorischer Öffnung mit dem Ziel eines veränderten Umgangs mit dem Kind auf der Grundlage eines veränderten Lernbegriffs.

      Das Jahrhundert des Kindes zwischen Auftrag und Ohnmacht
    • Am prägnantesten hat Johann Friedrich Herbart in seiner Konzeption das Problem neuzeitlichen Unterrichts benannt. Es geht darum, die Vermittlung von Alltags-, Verfügungs- und Orientierungswissen zu leisten und Übergänge in praktische Handlungssituationen des Schullebens beziehungsweise Lebensalltags zu gewährleisten. Demzufolge obliegt erziehendem Unterricht die Aufgabe, beim Schüler mittels eines reflexiven Lernprozesses die Fähigkeit zum eigenen Urteil herauszubilden. Erfahrung und Umgang fungieren als Ausgangspunkte eines erziehenden Unterrichts und sind zugleich bleibende Horizonte menschlicher Praxis. Dies erfordert dann aber auch ein reflexives Verhältnis zwischen den Generationen (Lehrer – Schüler), offene Kommunikations- und Interaktionsformen, so daß es möglich wird, unterschiedliche Sichtweisen, Orientierungen und Sinndeutungen zu reflektieren. Bewußt initiierte Erfahrungsorientierung schärft somit den Blick für die Differenzen im identifizierenden Geflecht alltäglicher Routinen.

      Johann Friedrich Herbarts Bestrebungen um eine systematische Einheit pädagogischen Denkens und Handelns
    • Die gegenwärtige grundschulpädagogische Diskussion geht mit einem umfangreichen Reformprozeß dieser Schulstufe einher, in dessen Mittelpunkt die Suche nach künftigen gesamtdeutschen Wegen steht. Vor diesem Hintergrund wird die schulpolitische Entwicklung in der ehemaligen DDR seit 1945 bis hin zur friedlichen Revolution im Jahre 1989 nachvollzogen, um von daher Impulse für die Lösung der Problemtik bezüglich einer möglichen Gestaltung der Institutionen, der Lehrerbildung sowie des Unterrichtes aufzuzeigen.

      Entwicklung der Grundschule
    • In der heutigen grundschulpädagogischen Diskussion geht es nicht mehr um die Frage, ob geschlossene oder offene Unterrichtsformen besser geeignet sind, sondern um eine Verbindung der beiden Ansätze. Die Arbeit enthält eine empirische Grundlage über die Wirksamkeit des Einsatzes offener Lernsituationen und mündet in praxisnahe Vorschläge der Zusammenführung beider Unterrichtsformen im Sinne «Komplementärer Didaktik».

      Förderung der Schülerpersönlichkeit durch schülerzentrierte Unterrichtsarrangements im Grundschulunterricht
    • Mit Kindern die Welt erkunden

      Eine Reise zu Phänomenen menschlichen Daseins im Sachunterricht der Grundschule

      Wenn Kinder Freude an der Rätselhaftigkeit der Welt zeigen und Neugier in ihren Augen zu lesen ist, ist das ein erfreuliches Signal für Erwachsene, sich mit ihnen auf die Reise zu menschlichen Phänomenen zu begeben. Es gilt, geeignete Lernanlässe zu schaffen und interessante Lernorte zu entdecken. Dieses Buch lädt ein, durchdachte und in der Schulpraxis umgesetzte Beispiele für gelungenen Sachunterricht nachzuerleben. Die Entdeckungsreise führt in die faszinierende Welt der Schmetterlinge und lässt den Wald als Lebensraum lebendig werden. Kinder forschen gern, hinterfragen experimentell Geheimnisse der Luft und erkunden das geheime Leben der Bäume. Das gemeinsame Unterwegssein ist zentral, sei es bei Festen als Ausdruck lebendiger Schulkultur oder beim Kennenlernen fremder Kulturen. In eine unbekannte Lebensweise einzutauchen und Verbindendes zu entdecken, ist entscheidend für das friedliche Zusammenleben in einer globalisierten Welt. Ein magischer Ring regt zu nachdenklichen Gesprächen an, während Spiele – sowohl Übungs- als auch Geschicklichkeitsspiele – den Kindern als Schlüssel zur Welt dienen. Ziel ist es, Lehrerinnen und Lehrern Inspirationen zu liefern, damit sie didaktisch-methodisch und organisatorisch aktiv werden und den pädagogischen Freiraum optimal nutzen. So können Erwachsene und Kinder gemeinsam immer wieder neu auf die Reise gehen und Schule neu denken.

      Mit Kindern die Welt erkunden
    • Kinder beginnen erst, sich die Welt denkend anzueignen. Aus diesem Grund stellen sie häufig Fragen, die Ausdruck jenes Erstaunens sind, mit dem das Philosophieren als Nachdenken beginnt. Der Umgang mit solchen Kinderfragen löst bei Erwachsenen oft Ratlosigkeit aus. Deshalb ist es umso spannender, wenn sich Erwachsene gemeinsam mit den Kindern auf die Suche nach möglichen Antworten begeben. Es geht dabei um Grundprobleme menschlichen Daseins, wie die Suche nach Glück. Solche Gespräche sind ergebnisoffen und helfen, eine Kultur der Nachdenklichkeit zu etablieren.

      Nachdenkgespräche als Beitrag zu interkultureller Erziehung im Sachunterricht
    • Die pluralistische Dimension der Kinderphilosophie

      Eine Untersuchung der Funktion von Ansätzen zur Förderung der Nachdenklichkeit unter besonderer Berücksichtigung des Sachunterrichts

      • 233pages
      • 9 heures de lecture

      Schule und Unterricht sind ideale Orte, um kindliche Neugier und Wissbegierde zu fördern. Besonders die Grundschule und der Fachbereich Sachunterricht spielen hierbei eine zentrale Rolle. Die Faszination des Sachunterrichts liegt darin, die Welt in ihrer Gesamtheit zu betrachten, ohne sie auf Fachdisziplinen oder wissenschaftliche Formalitäten zu reduzieren. Stattdessen werden Sachverhalte präsentiert, die unsere Aufmerksamkeit auf vielfältige Weise anziehen. Dadurch überschreitet der Unterricht in der Grundschule die Grenzen einzelner Disziplinen und ermöglicht einen umfassenderen Blick auf die Themen. Lehrerinnen und Lehrer bringen Konzepte ein, erklären Fachbezüge und wecken das Interesse der Schüler an Phänomenen. In diesem Rahmen entstehen Gespräche zwischen Erwachsenen und Kindern, was der heranwachsenden Generation die Chance gibt, kulturelles und wissenschaftliches Erbe zu entdecken und eigene Ansichten zu entwickeln. Kinder lernen, dass es im Sinne einer pluralistischen Haltung verschiedene Perspektiven auf ein und dasselbe Thema gibt, die alle legitim sind. Besonders wirkungsvoll ist es, wenn die Diskussion durch eine Frage der Kinder angestoßen wird. Zeigen Kinder Freude an der Rätselhaftigkeit der Welt, ist das ein ermutigendes Signal für Erwachsene, gemeinsam mit ihnen die Phänomene des menschlichen Daseins zu erkunden.

      Die pluralistische Dimension der Kinderphilosophie
    • Das Profil der Grundschule ist nicht starr wie ein Walzprofil. Es wandelt sich unter den sich ändernden Anforderungen des Individuums sowie der Gesellschaft und stellt sich damit den erzieherischen Ansprüchen der Zeit. Der pädagogischen Idee nach kann sie als erste, gemeinsame Schule für alle Kinder, Stätte grundlegender Bildung und kindgerechte Schule ausgewiesen werden. Ihr Auftrag besteht darin, die Heranwachsenden bei der Bewältigung gegenwärtiger und zukünftiger Aufgaben helfend zu begleiten. Einheitliches Ziel ist zunächst die Erfüllung der Lehrplananforderungen. In diesem Zusammenhang stehen einerseits exakte Zielvorstellungen, optimale Lehr- und Lernstrategien sowie deren Effektivitätskontrolle im Vordergrund. Andererseits geht es um das Wecken und Entfalten kreativer Kräfte bei den Kindern, damit sie durch vielfältige Selbsttätigkeit selbständig werden und im Rahmen von Interaktionssituationen durch selbstgesteuerte Lernprozesse Selbstverantwortung übernehmen lernen.

      Ein Haus für Kinder