Ludwig Janus Livres






Beobachten lernen - ein kreativer Prozess
Intimität, Rhythmen, Entwicklungsräume. Jahrbuch für teilnehmende Säuglings- und Kleinkindbeobachtung 2024
- 100pages
- 4 heures de lecture
Die Lernerfahrung der Säuglingsbeobachtung nach Esther Bick folgt im besten Fall dem natürlichen Entwicklungsprozess des Babys: Beobachter*innen müssen üben zu erkennen, wie das Baby emotional lernt. Die Beiträger*innen beschreiben, was es bedeutet, einen Säugling zu beobachten, und wie dies erlernt werden kann. Neben handwerklichen Aspekten wie detaillierter Rezeption und präziser Sprache betonen sie besonders die epistemologischen Aspekte wie Fühlen, Erkennen und Aushalten von Nicht-Wissen, die den Zugang zu frühen Ängsten und Bedürfnissen eröffnen.Die Beiträge helfen, sich dem Erleben von Babys anzunähern, mit Kindern von Geburt an einfühlsam und reflektiert umzugehen und die infantilen Persönlichkeitsanteile im Erwachsenen zu erkennen. Sie dienen der Entwicklung der Grundhaltung in den psychoanalytischen, psychodynamischen und übertragungsfokussierten Verfahren.Mit Beiträgen von Cecilia Enriquez de Salamanca, Agathe Israel, Gisela Klinckwort, Maria Knott, Antje Netzer, Ludger Schmidt und Reiner Winkler
Mundus foetalis
Die pränatale Dimension in Geschichte und gesellschaftlichem Bewusstsein
Wie die Seele entsteht
Unser psychisches Leben vor, während und nach der Geburt
Seit den Anfängen der Psychoanalyse gibt es eine Hintergrunddiskussion zur lebensgeschichtlichen Bedeutung von Erfahrungen vor und während der Geburt. Diese wird in dem Buch dargestellt und zugänglich gemacht. Daraus ergeben sich Anregungen für eine Diskussion von Konsequenzen für Theorie und Praxis der Psychoanalyse. Insbesondere ergibt sich ein tieferes Verständnis der Inhalte von Mythen, Märchen und Riten und deren Wurzeln in frühester vorsprachlicher Erfahrung. Kulturpsychologie und Gesellschaftswissenschaften können hieraus neue Gesichtspunkte gewinnen. '. bei dem klugen und gedankenreichen Werk von Janus handelt es sich um ein Buch, dessen Reichtum immer wieder in Erstaunen versetzt und dessen Erkenntnisse geeignet sind, nicht nur die Psychosomatik zu revolutionieren, sondern auch Licht in das Dunkel und den Schmerz so vieler verquälter und scheiternder Behandlungen zu bringen.' Tilmann Moser
Auf dem Hintergrund der jahrzehntelangen Forschung im Rahmen der Pränatalen Psychologie zur Erlebnisbedeutung vorgeburtlicher und geburtlicher Erfahrungen kann heute in Umrissen die psychologische Dimension von Schwangerschaft und Geburt erfasst und dargestellt werden. Das ist eine wertvolle Ressource für ein vertieftes Verständnis von Elternschaft und für den Umgang mit Schwangerschaft und Geburt. Auch für die Psychotherapie und die Kulturwissenschaften hat dieses neue Wissen Bedeutung.
Der Seelenraum des Ungeborenen
- 235pages
- 9 heures de lecture
Erkenntniss der Pränatalen Psychologie zeigen, dass Ungeborene über ein eigenständiges elemantares Gefühlsleben verfügen und die Zeit der Schwangerschaft sowie der Geburt affektiv miterleben. Ludwig Janus präsentiert die neuesten Forschungsergebnisse der Pränatalen Psychologie, die immer mehr bestätigen, dass vorgeburtliche Erlebnisse einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung und das spätere Leben eines Menschen haben können. Der Autor zeigt dabei anschaulich, wie die Kenntnisse der Prä- und Perinatalen Psychologie für die psychotherapeutische Behandlung nutzbar gemacht werden können.
Jahrbuch für psychohistorische Forschung - 16: Verantwortung für unsere Gefühle
Die emotionale Dimension der Aufklärung
- 440pages
- 16 heures de lecture
Der geschichtliche Prozess ist geprägt von der kontinuierlichen Entwicklung gesellschaftlicher Strukturen und psychologischer Mentalitäten. Jeder Mensch wird durch die Gegebenheiten seiner Zeit beeinflusst und ist gleichzeitig ein Mitgestalter dieser Entwicklungen. Ein entscheidender Wendepunkt in der Mentalitäts- und Gesellschaftsgeschichte war die Aufklärung, die das Denken aus projektiven Trancen befreite. Dieser Wandel ermöglichte bemerkenswerte Fortschritte auf allen gesellschaftlichen Ebenen in den letzten 200 Jahren, indem er die kognitiven Potenziale des Individuums freisetzte. Gleichzeitig begann eine Reflexion unserer Gefühle, die in der Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts sowie in den Tiefenpsychologien des 20. Jahrhunderts sichtbar wurde. Dennoch blieben kollektive, projektive Gefühlsstrukturen weiterhin prägend, wie in den Kriegen des 20. Jahrhunderts und den vorherrschenden Ideologien. Ein Grund dafür ist, dass frühe, vorsprachliche Erlebnisse im Stammhirn auf einer tief unbewussten Ebene gespeichert sind. Neuere Entwicklungen in der Säuglingsforschung und Pränatalen Psychologie eröffnen nun die Möglichkeit, auch diese frühen Gefühle zu reflektieren und zu verantworten. Dies könnte den Umgang mit Gefühlen auf kollektiver Ebene grundlegend verändern, wie die zunehmende Durchsetzung demokratischer Strukturen zeigt. Die Reflexion und Verantwortung der Gefühle stellt einen bedeutenden Schritt in der Mentalitätsent


