Der Band Webern und das Komponieren im 20. Jahrhundert umfasst Beiträge eines Forschungs-Symposions in Basel, ergänzt um das Round Table Gespräch „Webern nach 1945“ von Pierre Boulez und Dieter Schnebel mit den Musikforschern Gianmario Borio, Hermann Danuser, Ulrich Mosch und Hans Oesch hier in Erstpublikation.
Pietro Cavallotti Livres



Ereignis und Geschichte
Die Internationalen Ferienkurse für Neue Musik, Darmstadt 1962–1994
Als bevorzugter Treffpunkt der musikalischen Avantgarden bieten die Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt reichhaltiges Material für ein historiografisches Verständnis der komplexen Entwicklungen der 1960er bis 1990er Jahre. Die vielfältigen, nicht selten unübersichtlich erscheinenden ästhetischen Entwürfe werden aus der Perspektive des Diskussions- und Handlungsraums „Darmstadt“ in einen Zusammenhang gebracht. Dieser erschließt sich über die große Zahl der im Archiv der Ferienkurse vorhandenen Audioquellen, die mündliche Debatten überliefern und die publizierten Texte als davon zu unterscheidende mediale Ebene hervortreten lassen. Erst vor diesem Hintergrund wird deren wirkmächtige Repräsentationsfunktion analysierbar, die Prozesshaftigkeit der Verständigung auch über Begriffsbildungen sichtbar. Und zugleich treten die Figuren hervor, die die Debatten gestalten. Betrachtet man das „Ereignis Darmstadt“ aus einer solchen Perspektive, eröffnet sich gerade für die bisher weniger erforschten Leitungsperioden von Ernst Thomas (1962–80) und Friedrich Hommel (1981–94) die Möglichkeit, eine Geschichte dieses Zeitraums zu schreiben, die seiner ästhetischen Vielfalt nicht mit systematisierender Vereinfachung begegnet.
Differenzen
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Die Studie behandelt die Entwicklungen der westeuropäischen Avantgarde-Musik in den 80er Jahren und basiert auf der These, daß zwischen der Poetik verschiedener Komponisten und deren Auseinandersetzung mit dem poststrukturalistischen Denken (wie es sich besonders in den Werken der Philosophen Gilles Deleuze, Jacques Derrida, Michel Foucault und Jean-François Lyotard manifestiert) eine grundsätzliche Verbindung besteht. Durch ausführliche, die Skizzen einbeziehende Analysen einiger Werke Helmut Lachenmanns, Brian Ferneyhoughs und Gérard Griseys untersucht der Autor, inwieweit und auf welche Weise die explizite Rezeption des Poststrukturalismus bei diesen Komponisten und ihrer Musik zum Tragen kommt. Weitere Informationen finden Sie unter www.editionargus.de