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Anatol Dutta Ordre des livres





- 2024
- 2023
Im Auftrag des Unabhängigen Expertenkreises „Muslimfeindlichkeit“ beim Bundesministerium des Innern befasst sich die vorliegende, überwiegend explorative Studie mit der Frage, inwieweit die Religion des Islam oder die muslimische Religionszugehörigkeit in familiengerichtlichen Verfahren in der Bundesrepublik Deutschland eine Rolle spielt. Den Hauptteil der Studie bildet eine Rechtsprechungsanalyse, die durch Interviews mit ausgewählten Familienrechtsanwälten ergänzt wird. Dabei wird nicht nur analysiert, auf welchen Ebenen der Entscheidungsfindung die Zugehörigkeit zur Religion des Islam eine Rolle spielt. Auch wird ein Augenmerk darauf gelegt, inwieweit sich Anhaltspunkte für eine skeptische oder gar ablehnende Haltung finden lassen, sodass eine Benachteiligung aufgrund der Religionszugehörigkeit vermutet werden könnte. Die vorliegende Studie hat eine wissenschaftlich wie methodisch herausfordernde Fragestellung zum Gegenstand. Einschlägige Untersuchungen zu dieser Thematik existieren bislang, soweit ersichtlich, noch nicht. Daher ist der Band unbedingt jedem zu empfehlen, der sich in Wissenschaft oder Praxis mit dieser Materie auseinandersetzen muss.
- 2023
Die Rückforderung von Glücksspieleinsätzen im Internet
Überlegungen zu den so genannten "Spielerklagen"
Vor den deutschen Zivilgerichten klagen zunehmend Spieler, die vor der weiteren Liberalisierung des Glücksspielrechts im Jahr 2021 an Glücksspielen im Internet teilgenommen haben. Sie fordern von Unternehmen, die solche Glücksspiele anbieten, die Rückzahlung geleisteter Spieleinsätze. Diese so genannten „Spielerklagen“ waren bisher unterschiedlich erfolgreich. Die deutschen Gerichte sind sich zwar weitgehend einig, dass die Spielverträge wegen Verstoßes gegen die bisherigen Glücksspielstaatsverträge nach § 134 BGB unwirksam sind, obwohl die Glücksspielaufsicht bewusst das bisherige Glücksspielverbot im Internet nicht durchgesetzt hat. Vielmehr hat die staatliche Aufsicht Verstöße der Unternehmen geduldet, wenn sich die Unternehmen an bestimmte Vorgaben der Behörden halten, um zu verhindern, dass Spieler auf ein gänzlich unreguliertes Angebot ausweichen. Uneinigkeit besteht aber, ob etwaige bereicherungsrechtliche Ansprüche nach § 817 Satz 2 BGB gesperrt sind. Dagegen haben die Gerichte deliktische Schadensersatzansprüche der Spieler bisher nur vereinzelt bejaht. Auch die Verjährung etwaiger Ansprüche wirft Fragen auf. Zu diesen privatrechtlichen Aspekten der Spielerklagen, die bisher noch nicht umfassend diskutiert wurden, nehmen die Beiträge dieses Bandes Stellung.
- 2021
Internationales Erbrecht
EuErbVO, Erbrechtliche Staatsverträge, EGBGB, IntErbRVG, IntErbStR, IntSchenkungsR
Das Werk bietet eine umfassende Kommentierung der Europäischen Erbrechtsverordnung und ihrer Umsetzung in Deutschland. Es behandelt das internationale Erbrecht, einschließlich relevanter multilateraler und bilateraler Abkommen, die in der Bundesrepublik gelten und die Verordnung verdrängen, sowie die erbrechtlichen Restvorschriften des EGBGB. Zudem wird das internationale Erbschaftsteuerrecht betrachtet, wobei der Fokus auf den Herausforderungen des grenzüberschreitenden Erbfalls liegt, einschließlich der komplexen Wechselwirkungen zwischen deutschem internationalen Erbschaftsteuerrecht, vorrangigen Staatsverträgen und Unionsrecht. Das internationale Schenkungsrecht wird ebenfalls thematisiert, da Schenkungen und Erbrecht eng miteinander verknüpft sind, was bei grenzüberschreitenden Fällen zu Abgrenzungsfragen führt, insbesondere im Hinblick auf die Rom-I-Verordnung. Die Erläuterung der deutschen Ausführungsgesetzgebung, insbesondere des Internationalen Erbrechtsverfahrensgesetzes (IntErbRVG), ist besonders wertvoll, da es wichtige Ausführungsbestimmungen zur EuErbVO enthält und bestehende Lücken schließt, wie das neue Aneignungsrecht des Staates für herrenlose Nachlässe. Ein detailliertes Sachverzeichnis ermöglicht schnellen Zugriff. Die Neuauflage reflektiert die Entwicklungen der letzten Jahre, einschließlich zahlreicher Veröffentlichungen und gerichtlicher Entscheidungen. Das Werk richtet sich an Rechtsanwälte, Notar
- 2020
Reform des deutschen Namensrechts
- 47pages
- 2 heures de lecture
Die Regelungsdichte im deutschen Namensrecht nimmt beständig zu. Anatol Dutta zeigt nicht nur die Ursachen für den Reformbedarf im Namensrecht auf. Er wirft auch einen Blick auf mögliche Grundzüge eines zeitgemäßen Namensrechts, das die Selbst