Female ejaculation is portrayed as a fascinating and often misunderstood phenomenon deeply rooted in history. While up to 69% of women ejaculate during orgasm, the topic remains controversial and is frequently taboo. Author Stephanie Haerdle explores how societal norms and feminist movements have shaped the discourse surrounding female pleasure. Through the analysis of research findings and historical contexts, she reveals how the desire for control over femininity has influenced perceptions and knowledge about female ejaculation.
Während die bürgerliche Frau noch Korsett trug und in ihrem Bewegungsradius auch sonst sehr eingeschränkt war, sprengten weibliche Herkulesse im Zirkus die Ketten, betteten ihr Haupt ins Maul eines Löwen, zeigten Kunststücke auf Pferderücken und am Trapez, wurden anerkannt und bewundert. Oftmals unverheiratet, präsentierten sie ihren Körper und ihre Leistung in der Öffentlichkeit, arbeiteten auch als Mütter weiter, verdienten ihren Lebensunterhalt selbst und bereisten die ganze Welt. Sie waren kaltblütig und stark, mutig und durchsetzungsfähig, selbstbewusst und unerschrocken. Ihr Künstlertum war schillernd und unkonventionell, dabei aber weit weniger anrüchig als das von Theaterschauspielerinnen, Sängerinnen und Tänzerinnen. Und doch war das Leben im Zirkus hart und entbehrungsreich, ein »Drahtseilakt zwischen Freiheit und Disziplin, Unabhängigkeit und Abhängigkeit«. Es gibt wohl keine Berufswelt, in der Frauen so früh und gleichberechtigt ihren Platz eingenommen haben wie in der Manege. In diesem reich bebilderten, sorgfältig recherchierten Buch sind Biographien von erfolgreichen Artistinnen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts aus allen Sparten der Zirkuskunst versammelt. Darunter: Claire Heliot, Margarete Kreiser- Barum, Ida Krone, Constance und Paula Busch und Hélène Dutrieu.