Plus d’un million de livres, à portée de main !
Bookbot

Marco Dohle

    Unterhaltung durch traurige Filme
    Politische Unterhaltung - unterhaltende Politik
    Third-Person-Effekt
    • Third-Person-Effekt

      • 113pages
      • 4 heures de lecture

      Warum glauben wir, dass andere Menschen stärker von Medien beeinflusst werden als wir selbst? Und welche Folgen hat diese Vermutung für unsere eigenen Einstellungen und unser eigenes Verhalten? Mit diesen Fragen befasst sich die Forschung zum Third-Person-Effekt, der mittlerweile als eines der zentralen Konzepte der kommunikationswissenschaftlichen Rezeptions- und Wirkungsforschung gilt. Das Buch bietet eine systematische und verständliche Einführung in diesen Ansatz. Ein Schwerpunkt liegt in der Vermittlung der Kernannahmen des Third-Person-Effekts. Zudem werden die Ergebnisse der Forschung zum Ansatz ausführlich vorgestellt. In Ergänzung dazu wird anschaulich erläutert, wie in Third-Person-Studien methodisch vorgegangen wird, und es werden Bezüge zu verwandten Theorien und Konzepten herausgearbeitet. Das Werk eignet sich als Lehrbuch für Studierende der Kommunikationswissenschaft und angrenzender Fächer, aber auch als Einstiegslektüre und Nachschlagewerk für weitere Interessierte.

      Third-Person-Effekt
    • Politische Information und Unterhaltung werden oft als Gegensätze aufgefasst, die einander ausschließen. Dies ist jedoch nicht hilfreich, denn in unserer Medienwelt ist beides vielfältig miteinander verwoben. Gerade die Verknüpfungen werden nun auch in der Forschung berücksichtigt – mit Blick auf Medieninhalte, auf Medienrezeption und auf Medienwirkungen. So gibt es bei den Medienangeboten, die politische Information versprechen, durchaus eine deutliche Tendenz, die Unterhaltungsaspekte stärker zu berücksichtigen: Stichworte sind „Infotainment“ oder „Politainment“. Folglich weisen Forschungsergebnisse darauf hin, dass auch bei der Nutzung politischer Inhalte die emotionale Komponente eine wichtige Rolle spielt. Umgekehrt gibt es attraktive Medienangebote, die auf Unterhaltungsbedürfnisse beim Publikum abstellen, dabei aber auch politische Bezüge aufweisen. Auch deshalb kann mediale Unterhaltung politisch relevante Wirkungen auslösen – etwa in den Einstellungen zu Politik oder in politisch relevanten Handlungsweisen. In dem Band wird diese Schnittmenge von Politik und Unterhaltung in der medialen Kommunikation differenziert dargestellt und diskutiert. Der Band soll auf diese Weise dazu beitragen, die traditionelle Trennung zwischen Forschungsfeldern zu überwinden und die Chancen einer Verknüpfung zu nutzen.

      Politische Unterhaltung - unterhaltende Politik
    • Unterhaltung durch traurige Filme

      Die Bedeutung von Metaemotionen für die Medienrezeption

      • 406pages
      • 15 heures de lecture

      Der Film Titanic zählt zu den erfolgreichsten Kinoproduktionen, was aus der Perspektive gängiger Unterhaltungstheorien überraschend ist, da er tragisch endet. Dies wirft die Frage auf, warum Menschen freiwillig Filme konsumieren, die Traurigkeit auslösen, eine Emotion, die im Alltag oft vermieden wird. Diese Arbeit untersucht theoretisch und empirisch die Rolle von sogenannten ›Metaemotionen‹ bei der Auswahl trauriger Filme. Metaemotionen entstehen durch die Bewertung von Emotionen und können von den erlebten Emotionen abweichen. Beispielsweise kann die Traurigkeit, die beim Schauen eines Films empfunden wird, auf metaemotionaler Ebene positiv bewertet werden, was als Gratifikation für das Anschauen trauriger Filme gilt. Die Arbeit differenziert verschiedene Dimensionen von Metaemotionen, basierend auf der Annahme, dass positive Bewertungen erlebter Traurigkeit unterschiedliche Gründe haben können. Der empirische Teil umfasst standardisierte Befragungen, die zeigen, dass Metaemotionen die Präferenz für traurige Filme beeinflussen. Es werden Gründe für die Umdeutung negativer Emotionen bei der Rezeption solcher Filme herausgearbeitet, und die Ergebnisse deuten auf eine komplexe Gefühlslage hin, die den gängigen Ansichten zu emotionalen Gratifikationen bei der Medienrezeption widerspricht.

      Unterhaltung durch traurige Filme