Welchen Einfluss hat die Genetik auf die vier Grundpfeiler der menschlichen Existenz: Herkunft, Identität, Gesundheit und Natur? Wie genetische Forschungen unsere Vorstellungen von menschlicher Vielfalt und ihrer Entstehung, von der Freiheit zur individuellen Lebensgestaltung und der Position des Menschen in der Natur prägen, beleuchten Autor: innen unterschiedlichster Disziplinen. Diskursiv und informativ bietet dieser reich bebilderte Band einen Einblick in die Genforschung und ihre gesellschaftspolitischen Effekte, wobei Perspektiven aus Natur-, Sozial- und Kulturwissenschaften wie auch der Kunst miteinander verbunden werden. Mit Essays, literarischen Beiträgen und Interviews von und mit: Peter Berz, Frank Buchholz, Sheree Domingo, Constantin Goschler, Donna Haraway, Johannes Krause, Thomas Lemke, Christian Kosmas Mayer, Kerstin Palm, Tino Plümecke, Gudrun Rappold, Christoph Rehmann-Sutter, Hans-Jörg Rheinberger, Volker Roelcke, Christina Schües, Christian Schwarke, Mihai Surdu, Szczepan Twardoch, Joanna Wuest, Juli Zeh u. v. m.
Viktoria Krason Ordre des livres (chronologique)



Auseinandernehmen und Zusammensetzen. Günter Grass und die bildende Kunst
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Bevor Günter Grass seine literarische Karriere begann, studierte er von 1948 bis 1955 bildende Kunst. Das Modellieren und Zeichnen begleiteten von da ab sein Schreiben: Zeichnungen und Plastiken, Metaphern und Allegorien berührten sich in den Motiven, die sein Gesamtwerk durchziehen. Diese Techniken sind deshalb nicht nur Teil seines kreativen Prozesses, sondern ebenso Grundlage einer übergreifenden Ästhetik ? verknüpft durch Bezüge der Texte zu eigenen und fremden Kunstwerken.0Auseinandernehmen und Zusammensetzen widmet sich der Bildsprache des bildenden Künstlers und Schriftstellers Grass während seines Studiums. Das Buch fragt nach der Bedeutung von Werken der Klassischen Moderne in diesem Prozess und beleuchtet beispielhaft die Wanderungen von sechs Motiven aus der Danziger Trilogie, dem Tagebuch einer Schnecke und dem Butt durch verschiedene literarische Gattungen und künstlerische Ausdrucksformen. Es werden Wechselwirkungen zwischen dem Schreiben und Zeichnen ebenso deutlich wie die Effekte ihrer Verzahnung in Grass? Texten.
Ein Drittel aller deutschen Haushalte wird von Tieren mitbewohnt, die als Familienmitglieder oder Partner wahrgenommen werden. Diese geliebten und zugleich dominierten Lebewesen bestimmen den menschlichen Lebensraum und Alltag entscheidend mit. Unser enges und zugleich von Spannungen geprägtes Verhältnis ist eine zentrale Komponente und Konstante unserer Kultur. Doch der Umgang des Menschen mit seinen tierischen Gefährten wirft grundsätzliche Fragen innerhalb des weiten Feldes der Tier-Mensch-Beziehungen auf. Tierisch beste Freunde beschäftigt sich aus kulturphilosophischer, sozialhistorischer und ethischer Perspektive mit diesen Fragen, u. a. mit dem Widerspruch von Freundschaft und Herrschaft, mit den Gründen für die Entwicklung des Heimtiers zum Familienmitglied und dem Aspekt der moralischen Rechtfertigung für das Halten von Haustieren.