Die Mühlenbauanstalt und Mühlsteinfabrik Albert Heckenmüller Itzehoe
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In den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts entstanden im Deutschen Reich zahlreiche Mühlenbaufirmen, die von technischen Veränderungen im Mühlenbau profitierten. Die Entwicklung führte von kleinen Handwerksmühlen zu Großbetrieben, unterstützt durch neuartige, serienmäßig gefertigte Müllereimaschinen. Ende der 1880er-Jahre dominierten der Walzenstuhl und der Plansichter die Mühlenausstattung, während erhöhte Hygiene- und Qualitätsanforderungen die Entwicklung von Reinigungsmaschinen vorantrieben. Albert Heckenmüller wagte 1902 in Itzehoe den Schritt in das Wettbewerbsumfeld und gründete eine eigene Mühlenbauanstalt. Lothar Bruhn schildert anschaulich die Unternehmensentwicklung mit vielen Abbildungen, Tabellen und einem Maschinenkatalog-Teil. Die Maschinen aus Itzehoe setzten sich in den 1920er-Jahren im gesamten Reichsgebiet durch, dank ihrer stabilen Konstruktion und zuverlässigen Leistung, die sich schnell unter den Müllern herumsprach. Eine gezielte Werbung verstärkte diesen Erfolg. Bruhn, der in den 1960er-Jahren im Einkauf bei Heckenmüller tätig war, beschreibt neben der geschichtlichen Entwicklung auch seine persönlichen Eindrücke von der Unternehmensfamilie und den Mitarbeitern. Zahlreiche Abbildungen, Zeichnungen und eine ausführliche Aufarbeitung des Lieferprogramms machen das Buch zu einer lebhaften Firmengeschichte des traditionsreichen Unternehmens, das 80 Jahre bestand hatte.
