Plus d’un million de livres, à portée de main !
Bookbot

Mark Wüst

    Xaver Suters Reise nach Amerika 1849
    Felix Maria Diogg (1762-1834)
    • Felix Maria Diogg (1762-1834)

      • 111pages
      • 4 heures de lecture

      Felix Maria Diogg (1762–1834) war der bedeutendste Schweizer Porträtist des Klassizismus und schuf in rund fünfzig Jahren mehrere Hundert Bildnisse. Seine Kunst lebt von der individuellen Ausstrahlung seiner Modelle und verzichtet weitgehend auf die Darstellung von Status und Rang. Diogg porträtierte die bürgerliche Elite eines sich im Umbruch befindlichen Landes, darunter Persönlichkeiten wie Johann Caspar Lavater und Johann Heinrich Pestalozzi. Aus einfachen Verhältnissen stammend, erlangte er bereits in jungen Jahren große Bekanntheit. Geboren in Andermatt und in den Bündner Bergen aufgewachsen, fand er über Studien in Besançon und Italien zur Malerei. 1791 ließ er sich in Rapperswil nieder und heiratete in eine wohlhabende Familie. Trotz konfliktreicher privater Jahre hinsichtlich seiner Verwandtschaft und des Patriziats der Stadt, fand Diogg Zugang zu den führenden Kreisen in Zürich. 1792 veröffentlichte Johann Caspar Hirzel eine Biografie über ihn und bezeichnete ihn als «Zögling der Natur». Bald wurde Diogg ein gefragter Porträtist, der durch die Schweiz und das Elsass reiste, um seine Modelle zu treffen. Die vorliegende Publikation erscheint im Rahmen einer Ausstellung über diesen heute weitgehend vergessenen Maler im Stadtmuseum Rapperswil-Jona.

      Felix Maria Diogg (1762-1834)
    • Xaver Suters Reise nach Amerika 1849

      Emigration aus dem Gebiet zwischen Walensee und Zürichsee

      Im Frühling 1849 beschloss Xaver Suter, Rapperswil zu verlassen und nach Amerika auszuwandern. Für die Reise über Le Havre und New Orleans bis St. Louis benötigte er ganze elf Wochen. Sein abenteuerliches Unterfangen schrieb der junge Mann in einem siebzehnseitigen Brief nieder. Dieser authentische und teils dramatische Bericht ist Ausgangspunkt der vorliegenden Publikation. Sie schildert im ersten Teil Xaver Suters Schicksal als Beispiel für einen Amerikaauswanderer, der allein und nicht in erster Linie aus wirtschaftlicher Not auswanderte. Viel verbreiteter war jedoch die Emigration aus blanker Armut und Ausweglosigkeit. Strukturelle Probleme und eine gravierende Ernährungskrise verursachten um 1850 einen Massenexodus. Auch in den Dörfern des Linthgebiets schnürten unzählige Familien ihre Bündel und reisten teils in grossen Gruppen ins ferne Amerika. Das St. Galler Linthgebiet zählte in den 1840er-Jahren schweizweit zu den Regionen mit den höchsten Auswanderungsraten. Ursachen, Verlauf und Formen dieser Emigration sind das Thema des zweiten Teils der Publikation.

      Xaver Suters Reise nach Amerika 1849