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Iva Luc ic

    Im Namen der Nation
    Gebrochenes Brot. Geschichte eines Frauenordens zwischen den Weltkriegen
    • 2019

      Seelsorge damals und heute Das Buch zeichnet die Gründungsgeschichte der Kongregation der Schwestern von der Heiligsten Eucharistie nach, dessen Kloster heute in der Herrnau in Salzburg steht. Der Zeitraum reicht von 1920, als die böhmische Adelige Ada Chotek die Gründungsgedanken formulierte, bis zum Jahr 1946, als die Ordensgemeinschaft die Gründungsheimat, die damalige Tschechoslowakei, verließ. Anhand von Dokumenten der Gründerin analysiert die Autorin den Konsolidierungsprozess der Kongregation und der Frauenseelsorge als ihr zentrales Tätigkeitsfeld. Die persönlichen, religiösen und politischen Dimensionen der Gründung werden aus dem sozio-politischen Kontext Böhmens der Zwischenkriegszeit heraus gedeutet: die Selbstbehauptung des Adels, der Konflikt um die öffentliche Stellung der Kirche und die Nationalisierung der Konfessionen. Am Beispiel der Ordensgeschichte bietet das Buch neue Erkenntnisse über den Wandel religiöser Vorstellungen und Alltagsformen, die Aufwertung der Laien und die Etablierung der Frauenseelsorge in Böhmen als Teile eines Transformationsprozesses im Katholizismus vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil.

      Gebrochenes Brot. Geschichte eines Frauenordens zwischen den Weltkriegen
    • 2018

      Im Namen der Nation

      Der politische Aufwertungsprozess der Muslime im sozialistischen Jugoslawien 1956–1971

      • 312pages
      • 11 heures de lecture

      Als im Jahr 1945 das sozialistische Jugoslawien gegründet wurde, ging die Kommunistische Partei Jugoslawiens davon aus, dass sich die Muslime als „national unbestimmte“ Gruppe im Laufe der Zeit als Serben oder Kroaten national deklarieren würden. In den 1960er-Jahren wurde diese politische Position jedoch einer grundlegenden Revision unterzogen und mündete in die politische Anerkennung einer muslimischen Nation. Was aber veranlasste die kommunistische Parteiführung dazu, die Muslime nicht mehr als religiöse Gruppe, sondern als Nation zu betrachten? Und wie wurde diese Idee in einem politischen Einparteiensystem, dessen Ideologie davon ausging, dass Nationen mit der Zeit sowieso verschwinden würden, formuliert und durchgesetzt? Ausgehend von bisher unveröffentlichten Quellenbeständen des Bundes der Kommunisten und aus öffentlichen Debatten untersucht Iva Lučić den Verlauf der politischen Aufwertung der Muslime und die ihr zugrundeliegenden Handlungslogiken für den Zeitraum von 1956 bis 1971. Die empirisch dichte Analyse geht der initialen Thematisierung des nationalen Bekenntnisses der Muslime in den parteiinternen Sitzungen nach und verfolgt den Mobilisierungsprozess bis hin zur Durchsetzung eines bundesweiten politischen Konsenses über eine muslimische Nation. Der Vorgang wird dabei auf der Bundes-, Republik- und Gemeindeebene analysiert. Über die Untersuchung des politischen Formierungsprozesses der muslimischen Nation hinaus bietet die Studie neue relevante Erkenntnisse nicht nur über die Nationalitätenpolitik im sozialistischen Jugoslawien, sondern auch über weitere Nations- und Staatsbildungsprozesse unter sozialistischem Vorzeichen.

      Im Namen der Nation