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Josef Oberhollenzer

    22 novembre 1955
    Sellemond oder von der Schwierigkeit, Touristen zu töten
    Prantner oder Die Erfindung der Vergangenheit
    Zuber
    Der Traumklauber
    • Der Traumklauber

      Eine Erzählung in 52 Träumen

      • 128pages
      • 5 heures de lecture

      Indem Oberhollenzer uns die Träume der anderen durch seinen Traumklauber erzählen lässt, kunstvoll aneinander gereiht - ähnlich einer Traumgalerie -, entsteht allmählich das Bild des Traumklauber selbst, das Bild eines Menschen, der nicht träumen kann - und der doch alles dafür täte, es zu können, um endlich glücklich zu sein.

      Der Traumklauber
    • Zuber

      oder Was werden wir uns zu erzählen haben

      Erinnerung an ein totgeborenes Kind in den Wirren der 1920er-Jahre im Südtiroler Aibeln. Im Zentrum von Zuber stehen polizeiliche Willkürmaßnahmen aus der Zeit des Faschismus, die wie eine Naturkatastrophe über den kleinen Südtiroler Ort Aibeln hereinbrechen. Die Ereignisse wirken traumatisch nach. Man redet nicht über die eigene Scham, die Ohnmacht, die hilflosen Versuche, sich zu wehren. Es bleibt ein Stachel im Gedächtnis des Dorfes. Das Buch handelt aber auch davon, wie das Schweigen gebrochen werden kann durch Freundschaft. Josef Oberhollenzer geht in seinem neuen Roman über das fiktive Aibeln und dessen großen Schriftsteller Vitus Sültzrather zurück in die Zeit zwischen den Kriegen, zurück in die Kindheit Sültzrathers und die Zeit vor seiner Geburt. Erst nach und nach setzen sich die Puzzleteile zu einem Bild zusammen eine ungewöhnliche Erkundung der jüngeren Südtiroler Geschichte.

      Zuber
    • „Denn wessen Leben habe sich schon so zugetragen, wie von einem selbst erzählt?“ Der Regenschirmfallschirm, die Blütenstaubsammelmaschine, das seien allesamt Erfindungen vom Prantner Kaspar, dem ehemaligen Knecht auf dem Kalberhof. So jedenfalls habe es Cäcilia dem Geschichtensammler F. erzählt. Im Stimmengewirr der Dorfbewohner wird die wundersame Geschichte des sanftmütigen Mannes erinnert: wie er durch eine List den Kriegen entkam, wie er gemeinsam mit seinem Freund Vitus Sültzrather die Herunterholung der Kirchturmuhr verursachte, wie er am Ende in den Bergen verschwand. Akkurat und amüsant erzählt Josef Oberhollenzer in Möglichkeiten und ist damit vermutlich näher an der Südtiroler Vergangenheit, als uns lieb ist: „Wirkliche Menschen? Oder erschriebene? Da gibt‘s in der Erinnerung keinen Unterschied; sind alle gleich wirklich, gleich erfunden.“ • Neue Einblicke in das Leben des berühmten Schriftstellers Vitus Sültzrather • Wo ist das Joch verblieben? • Und vor allem: Wo zum Teufel ist der Prantner Kaspar?

      Prantner oder Die Erfindung der Vergangenheit
    • Berggipfelattentate, Gletscherunfälle oder Morde nach der Fibonacci-Folge? Werner Sellemond ist kein einfacher Mann. Zwischen Wandern am Kronplatz statt Nussbananeneis, dem mythischen Volk der Fanes und turbulenten Liebesdramen stolpert er durch das Südtirol der 1990er-Jahre in die nicht minder abstruse Gegenwart. Diese ist geprägt von der Heimsuchung durch Touristen, die zuhauf in den Bergen verschwinden. Waren die kuriosen Unfälle auf dem Schneebigen Nock oder dem Schwarzenstein etwa doch Morde? Und was geschah auf dem Hornspitz? Mit dem ironischen Erzähler Franz Richard begibt sich Werner auf irrwitzige Erkundungs- und Verbrecherwanderungen. Abgedreht und böse, provokant und absurd witzig. Wie mit Menschen leben, die deine Heimat zu sehr lieben?

      Sellemond oder von der Schwierigkeit, Touristen zu töten