Bookbot

Jürg Laederach

    20 décembre 1945 – 19 mars 2018
    Laederachs 69 Arten den Blues zu spielen
    Im gewollten Augenblick. Erzählung
    L'Imaginaire: Thomas l'Obscur
    edition suhrkamp: Vor Schrecken starr
    Depeschen nach Mailland
    Alphabetical Africa
    • Depeschen nach Mailland

      • 187pages
      • 7 heures de lecture

      Im Februar 2002 lädt das Schweizer Radio DRS die Autoren Jürg Laederach und Michel Mettler zu einem Gespräch über Jazz ein. Ausgehend von dieser Begegnung im Aufnahmestudio entwickelt sich ein intensiver E-Mail-Diskurs, zunächst über Musik, dann, von der Tonspur des Lebens abweichend und immer wieder fulminant zu ihr zurückkehrend, eine laufende Mitschrift des All­tags, hier ausschließlich aus der Feder von Jürg Laederach, einem großen Meister der Freisprechprosa. Einmal mehr betört er mit vokabularischer Brillanz und der frappierenden Winkelschiefe seiner Art, das zu sehen, was wir, bevor wir ihn lasen, »Wirklichkeit« nannten. Ausgewählte Teile dieser Minutenmitschriften Jürg Laederachs gibt Michel Mettler heraus. Ergeb­nis ist Depeschen nach Mailland, ein Stück Stegreifliteratur, dessen improvisato­rischer Drive so mitreißend ist, daß der Leser sich fragt: Warum bloß ist dies eines der ersten E-Mail-Bücher?

      Depeschen nach Mailland
      5,0
    • L'Imaginaire: Thomas l'Obscur

      • 140pages
      • 5 heures de lecture

      «Thomas demeura à lire dans sa chambre. Il était assis sur une chaise de velours, les mains jointes au-dessus de son front, les pouces appuyés contre la racine des cheveux, si absorbé qu'il ne faisait pas un mouvement lorsqu'on ouvrait la porte. Ceux qui entraient se penchaient sur son épaule et lisaient ces phrases : "Il descendit sur la plage : il voulait marcher. L'engourdissement gagnait après les parties superficielles les régions profondes du cœur. Encore quelques heures et il savait qu'il s'en irait doucement à un état incompréhensible sans jamais connaître le secret de sa métamorphose. Encore quelques instants et il éprouverait cette paix que donne la vie en se retirant, cette tranquillité de l'abandon au crime et à la mort. Il eut envie de s'étendre sur le sable : las et informe, il épiait le moment où allait paraître la première agonie de sa vie, un sentiment merveilleux qui doucement le délierait de ce qu'il y avait de raidi dans ses articulations et ses pensées. Il vit que tout en lui préparait le consentement : son corps commençait à se détendre ; ses mains ouvertes s'offraient au malheur ; ses yeux mi-fermés faisaient signe au destin."»

      L'Imaginaire: Thomas l'Obscur
      4,1
    • Die Entdeckung, die ich machte, war körperlich und emotional zerstörerisch. Ich fühlte mich fasziniert und ausgelöscht, was zu einem überwältigenden Schmerz führte. Trotz der Dunkelheit und meiner unsicheren Verfassung war mir alles klar, doch die Schmerzen schienen aus einer anderen Zeit zu stammen, unerträglich und unpersönlich.

      Im gewollten Augenblick. Erzählung
      2,0
    • Wie Alain Robbe-Grillet, Georges Perec und die großen Oulipo-Autoren konstruiert der Schweizer Schriftsteller Jürg Laederach nahtlose Erzählungen, die auf raffinierten Kompositionsstrategien basieren. Das Telefon weigert sich zu läuten. Ich sitze hier in der 82. Straße; nein, in der 83.; nein, in der 81.; ich vergesse, wo ich bin. Das Telefon weigert sich zu läuten, mich aus dieser erzwungenen Einsamkeit zu reißen, die ich nur zu gut kenne. Diese Einsamkeit, die mich krank macht und mich zu Tränen rührt, aber sicherlich nicht zu Tränen des Mitgefühls. Ein Anruf muss gleich aus dem Village kommen und mir die Gesellschaft bieten, die ich verzweifelt wünsche. Das Telefon klingelt nicht. Die Klingel funktioniert nicht. Geschrieben nach Jürg Laederachs dritter Reise nach New York Ende der 1980er Jahre, wurde 69 Arten als ein Text gefeiert, der "ein zukünftiges Europa voraussagt, wenn die Grenzen sich auflösen." Laederachs Texte, so Abish, "funktionieren als ein Scangerät. Charaktere verschwinden, tauchen wieder auf. Es gibt etwas Unbarmherziges... Alles ist vergänglich. Keine Sentimentalität. Kein Festhalten an der Vergangenheit. Alles steht kurz davor, verworfen zu werden. Alles steht kurz davor, sich aufzulösen. Alles hallt mit bevorstehender Veränderung."

      Laederachs 69 Arten den Blues zu spielen
    • Passion

      Ein Geständnis

      • 222pages
      • 8 heures de lecture
      Passion
    • Im Verlauf einer langen Erinnerung. Roman

      • 344pages
      • 13 heures de lecture

      Der Autor reflektiert über seine geringen Gesetzesverstöße und die Bestrafungen, die er erlitten hat. Er stellt in Frage, ob seine Bestrafung ein Verbrechen war, das ihm Glück brachte. Er thematisiert das Verhältnis zu Gesetzen und die Bedeutung der Perspektive, ob man die Gesetze macht oder bricht.

      Im Verlauf einer langen Erinnerung. Roman
    • Emanuel, der Protagonist, möchte eine Autobiographie ohne Helden und ohne echtes Ich schreiben. Er thematisiert alles, um Dunkelzonen zu vermeiden, erkennt jedoch, dass er nur ein begrenztes Ich hat. In seiner Biographie beschäftigt er sich mit Literaturgeschichte und formt aus seinen Erfahrungen zwei Frauen, Agnes und Tamara, zu denen er ambivalente Beziehungen aufbaut.

      Emanuel. Wörterbuch des hingerissenen Flaneurs
    • Eccentric

      Kunst und Leben: Figuren der Seltsamkeit

      • 303pages
      • 11 heures de lecture

      In diesem Werk bleibt der Betrachter stets präsent und exemplifiziert die Kunstwirkung direkt. Dadurch entsteht zugleich ein Laederach-Lesebuch, das die subjektive Erfahrung des Kunstgenusses in den Vordergrund stellt.

      Eccentric
    • Harmfuls Hölle

      • 188pages
      • 7 heures de lecture

      Jürg Laederachs neue Erzählungen sind aberwitzig, komisch, satirisch Literatur auf dem Hochseil – das zu des Lesers Schadenfreude und Verblüffung gelegentlich knapp über dem Boden schlappt.Der übliche Held der Handlung findet in der Regel das Bühnenbild vor und fängt an, quer durch es zu laufen. Harmful läuft los und erzeugt damit die Bühnenbilder. Womöglich erdenkt er sie, ist ihnen aber doch ausgeliefert. Weder ist er – was er gern möchte – der einzige Held, noch hält die Hölle den Prüfungen seines Hitzemessers stand. Er hätte gern seine Ruhe, doch die Stimmen vieler anderer quälen ihn. Nicht die geringste dieser Qualen ist es, daß er darüber – unter erheblichen Eigenkosten – lachen könnte.Das Buch macht Angebote. Zur allgemeinen Entgleisung in den Schrecken gehört auch das Herausrutschen der Person aus der Persönlichkeit. Einmal wird Harmful von Arti gesehen, Harmfuls Nachbarin, seiner Untergebenen, Geliebten – und Kommentatorin. Harmful als Faust? Dies wäre eine schöne Entwicklung. Mit Harmful leider nicht. Überall erzählt eine mit spektralen Fähigkeiten versehene Monsterfigur mit großer Ausdauer und kleinem Mut.»Die Kunst ist das Waldorf-Astoria des Lebens, und das menschliche Gemüt ist die große Stadt in der Stille, das mußt du berücksichtigen.«

      Harmfuls Hölle
    • Alphabetisches Afrika

      • 382pages
      • 14 heures de lecture

      Alphabetisches Afrika, Walter Abishs erstes Roman, ist ein außergewöhnliches sprachliches Kunststück, eine hohe Komödie, die in einem imaginären dunklen Kontinent spielt, der mit unaufhaltsamer Präzision expandiert und kontrahiert, während der Autor nacheinander die Buchstaben des Alphabets hinzufügt und dann wieder entfernt. Während die "geoglyphische" afrikanische Landschaft entsteht und zerfällt, wird sie unter anderem von einer Armee von Treiberameisen angegriffen, von Sansibar überfallen, von der Transvestitenkönigin Quat aus Tansania orange gestrichen und wird zum Jagdgebiet für ein Paar mörderischer Juwelendiebe, die ihre nymphomanische Geliebte verfolgen.

      Alphabetisches Afrika