Nach dem Erscheinen seines zweiten Kindertagebuchs \"Die Berlinreise“ wurde Hanns-Josef Ortheil häufig gefragt, wie er als Zwölfjähriger ein derart beeindruckendes Buch schreiben konnte. Dieser Frage ist er jetzt in dem Band \"Der Sift und das Papier\" nachgegangen. Schritt für Schritt wird erzählt, wie er, begleitet und angeleitet von Vater und Mutter, sich das Schreiben beibrachte. Er beschreibt, wie er übte und wie diese Übungen langsam übergingen in kleine Schreibprojekte, die er sich selber ausdachte und verfolgte. Es ist die bewegende Geschichte eines Jungen, der lange Zeit nicht sprach und der einen eigenen Weg zum Sprechen und Schreiben suchen musste. Und es ist bei allen Widerständen, die sich in den Weg stellten, die Geschichte eines Wunderkinds, das früh ein Gefühl für das Erzählen besaß und das über eine Gabe verfügte, die alle anderen überstrahlte: beobachten zu können und das Beobachtete traumwandlerisch in die richtigen Worte zu fassen.
Hanns-Josef Ortheil Livres
Hanns-Josef Ortheil est un auteur allemand, un spécialiste de la littérature allemande et un pianiste. Ses œuvres, souvent autobiographiques et historiques, explorent les complexités de la mémoire et de l'identité humaines. Le style d'Ortheil se caractérise par un langage précis et une profonde perspicacité psychologique des personnages. Sa prose oscille fréquemment entre la réflexion personnelle et un contexte social plus large.






Über 20 Jahre nach seiner klassischen Studie „Mozart im Inneren seiner Sprachen“ setzt sich Hanns-Josef Ortheil von Neuem intensiv mit dem Geheimnis der Mozartschen Musik auseinander. In seinem groß angelegten Buch, einer Mischung aus Tagebuch, Erzählung und Essay, geht er auf sehr persönliche Weise dem Faszinosum Mozart nach, lässt den Leser an seiner Art zu hören teilnehmen und entschlüsselt dabei nicht nur viele der bekannten und auch weniger bekannten Musikstücke dieses großen Komponisten, sondern kommt auch ausführlich auf dessen Opern und deren Entstehung zu sprechen. Damit wendet sich dieses Buch an alle, die Näheres über Mozarts Genie erfahren möchten, die seine Musik intensiver hören und die ihr Verständnis von Mozarts Lebens-, Denk- und Empfindungskosmos vertiefen wollen.
Die Insel der Dolci
In den süßen Paradiesen Siziliens - Mit Fotos von Lotta Ortheil
- 160pages
- 6 heures de lecture
Es war, als wäre ich im Himmel der Süßigkeiten gewesen! Wunderwerke aus Früchten, Zucker, Nüssen, gespeist von Aromen, die nur die Sonne des Südens hervorbringt – für dieses Buch hat Hanns-Josef Ortheil sich ihnen hemmungslos neugierig hingegeben. Von Catania über Palermo bis in die Schokoladen-Metropole Modica führt die Reise des bekennenden Sizilianisten, immer auf den Spuren der geheimnisvollen Köstlichkeiten. Deren Aura hat Lotta Ortheil, die Tochter des Schriftstellers, mit ihrer Kamera festgehalten. Wer den beiden in die Pasticcerien und Trattorien, über Märkte und ans Meer folgt, erlebt den Zauber der »Duft- und Dolci-Insel« mit allen Sinnen. Ausstattung: durchgehend farbig bebildert
In den letzten Jahren hat Hanns-Josef Ortheil viele Pflanzen, Sträucher und Bäume in jenen Stuttgarter Gärten und Wäldern porträtiert, in denen er seit Jahrzehnten lebt. In stark meditativer und konzentrierter Prosa vertieft er sich in ihre erstaunlichen Mikrokosmen und zeichnet sprachliche Bilder von großer Schönheit, die von eher beiläufig aufgenommenen Fotos begleitet werden.Seine Aufzeichnungen folgen dem Kreislauf eines Jahres. Sie beginnen mit winterlich kargen Flächen, erspüren die ersten Vorfrühlingssignale, feiern das Glück von strahlenden Blüten in Frühjahr und Sommer und klingen mit den Abschiedsmotiven des Herbstes aus
Von Wuppertal nach Rom reist der hochbegabte Lyriker Peter Ka, um in der renoMMierten Deutschen Akademie Villa Massimo sein Bestes zu geben. Ein ganzes Jahr währt das Stipendium in diesem merkwürdig isolierten Kosmos, wo seit über hundert Jahren Künstler aller Genres Studiotür an Studiotür arbeiten. Hanns-Josef Ortheil, einst selbst Stipendiat der Villa, beobachtet und begleitet den hochsensiblen Wortfetischisten während seiner Rom-Monate und erlebt an seiner Seite die Geheimnisse eines oft hochkomischen Alltags zwischen Ekstase, Übereifer, Größenwahn und kleinlichen internen Debatten. Ein satirisch funkelnder und romfi xierter Roman über die Leidenschaft, das treffende Wort für das Außergewöhnliche zu finden!
Hanns-Josef Ortheil durchstreift das alte »Paris, links der Seine« mit dem Blick eines Flaneurs von heute und erlebt seine verführerischen Winkel abseits von den touristischen Ecken auf intensive Weise neu. Seit Jahrhunderten haben die Straßen von Saint-Germain-des-Prés sowie die Terrains rund um das Quartier Latin Künstler, Musiker und Schriftsteller aus aller Welt in ihren Bann gezogen. Auf kleinem Raum entstand eine einzigartige, lebendige Atmosphäre, die vom intellektuellen Milieu der Pariser Universität ebenso lebte wie von den Salons, Ateliers, Studios und Cafés der künstlerischen Moderne. Sie ließ jenes für Paris typische Lebensgefühl eines melancholisch durchtränkten Glücks entstehen, das in den Pariser Chansons besungen wurde und das Ernest Hemingway in seinen Skizzen Paris – ein Fest fürs Leben beschrieben hat.
Eine literarische Italienreise mit Hanns-Josef Ortheil. Exklusiv im Taschenbuch. Hanns-Josef Ortheil hat in seinen Romanen und Essays immer wieder von Orten, Landschaften und Menschen Italiens erzählt. Er mischt sich in typische Szenen des Alltags ein, frühstückt „italienisch“, vertieft sich in Architektur, Kunst oder Musik eines Landes, das seit den frühen Siebziger Jahren seine „zweite Heimat“ ist. In dieser Anthologie mit Passagen aus seinen Werken nimmt der Leser an den Streifzügen des passionierten Italienliebhabers teil, begleitet ihn durch Venedig, Rom, Neapel oder Sizilien, wandert mit ihm an der adriatischen Meeresküste entlang und entdeckt die hohen Freuden der italienischen Küche.
Die Mittelmeerreise
- 636pages
- 23 heures de lecture
Höhepunkt und Abschluss der Reisen des jungen Hanns-Josef Ortheil: ein einzigartiges Dokument der Welterforschung durch genaues Beobachten, Notieren und Schreiben. Die langen Tage auf See werden intensiv zur Vorbereitung genutzt. Für den jungen Hanns-Josef Ortheil wird Griechenland zu einem großen Erlebnis, das die im Gymnasium erworbenen Kenntnisse auf eine schwere Probe stellt: Eine jahrhundertealte humanistische Begeisterung trifft auf die Realität des lebendigen neuen Griechenland, aber auch auf noch unbekannte Rituale und Zeichen tiefer orthodoxer Frömmigkeit. Einen besonders starken Zauber entfaltet vor diesem Hintergrund der Abschluss der Reise – die Entdeckung Istanbuls und der islamischen Welt.
›Danke für die Einladung‹ ist ein literarischer Blumenstrauß, eine wunderbare Anthologie und ein tolles Geschenk. Egal, ob man zu einem Essen bei Freunden oder zu einem rauschenden Familienfest eingeladen ist, über diesen Dank wird sich der Gastgeber auf jeden Fall freuen. Hanns-Josef Ortheil versammelt in diesem wertvoll ausgestatteten Buch die schönsten Texte der Weltliteratur über geselliges Beisammensein, verführerische Speisen, prickelnde Getränke und gute Freundschaft. Und er erinnert sich ganz persönlich an manchen Abend, der allen Beteiligten für immer im Gedächtnis geblieben ist. Ein Buch voller Lebenslust.
Im Westerwald
- 208pages
- 8 heures de lecture
Der Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil hat vom Westerwald in vielen Romanen und Essays als der »Urlandschaft seines Lebens« erzählt. In dieser Anthologie stellt er Westerwald-Passagen aus seinem Werk vor und spricht über die Hintergründe seiner lebenslangen Anhänglichkeit an eine ländliche Gegend, die ihn geprägt hat wie keine andere. Der Leser streift mit ihm durch sein Heimatdorf Wissen / Sieg sowie seine liebsten »Westerwaldräume« und studiert an seiner Seite die Aufnahmen des großen Westerwälder Fotografen August Sander.
»Venedig will ja, daß man in ihm verschwindet, nicht mehr auftaucht, alles andere vergißt und jedes Zeitempfinden verliert.« Seit vierzig Jahren läßt sich Hanns-Josef Ortheil immer wieder aufs neue von dieser Stadt verführen. Er erzählt von lärmenden Fischmärkten oder friedlichen Frühmessen, von der ombra, einem Hauch kühlen Weins, genossen zu den Venusmuscheln am Mittag, und von schwerer, dunkler cioccolata, die den Nachmittag versüßt, von abendlichen Fahrradfahrten zwischen Meer und Kanal bis zu den »Enden der Welt« und von der Schönheit der venezianischen Nacht, die sogar dunkel noch leuchtet. Mit zahlreichen Farbfotografien von Lotta Ortheil
Nach allen Regeln der Kunst
Schreiben lernen und lehren | Vom weißen Blatt zum Buch: Anregungen für Schreibinteressierte
- 367pages
- 13 heures de lecture
Der Prozess der Buchentstehung wird anschaulich dargestellt, beginnend mit der Idee und dem Schreiben bis hin zur Veröffentlichung. Das Werk bietet Einblicke in die verschiedenen Phasen der Buchproduktion, einschließlich der kreativen und technischen Aspekte. Es beleuchtet die Herausforderungen, denen Autoren und Verlage gegenüberstehen, und gibt praktische Tipps für angehende Schriftsteller. Durch Interviews mit Fachleuten aus der Branche wird ein umfassendes Bild der literarischen Welt vermittelt, das sowohl inspirierend als auch informativ ist.
Schwerenöter
- 645pages
- 23 heures de lecture
Hanns-Josef Ortheil entwirft in seinem Roman „Schwerenöter“ ein virtuos geschriebenes Porträt unser Nachkriegsgesellschaft. Der Autor zeichnet darin die Entwicklung jener Generation nach, die kurz nach dem Zweiten Weltkrieg geboren wurde, in den fünfziger Jahren aufwuchs, die Studentenbewegung von 1968 mitgetragen hat und sich in den Jahren danach in die verschiedensten Lager zerstreute. Ein ungleiches Zwillingsbrüderpaar tritt auf, das auf phantasievolle Weise zwei deutsche Arten, sich in der Welt zu bewegen, noch einmal wiederholt: ekstatisch der eine, melancholisch der andere …
Jean Paul (1763 – 1825), eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, war ein Zeitgenosse Goethes, Schillers und Heines, lässt sich aber keiner der gängigen Kunstrichtungen zuordnen. Seine einzigartige «Verbindung von Witz, Phantasie und Empfindung» (Georg Christoph Lichtenberg) machte ihn zu einem Solitär und einem der meist gelesenen Autoren der Goethezeit. Viele seiner Werke haben starke humoristisch-satirische Züge und stecken voller skurriler Figuren. Die großen Romane (wie «Hesperus», «Siebenkäs» oder «Flegeljahre») begeistern noch heute ein Lesepublikum, das die Modernität dieses Erzählens bewundert. Der Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil präsentiert seinen Lieblingsautor in einem empathischen Porträt, das die Eigenheiten des gefeierten Vorbilds kunstvoll aufscheinen lässt.
Mein Sommer
- 272pages
- 10 heures de lecture
Hanns-Josef Ortheil versammelt, was für einen gelungenen Sommer dringend notwendig ist: gute Literatur, ein leichtes Essen, ein erfrischendes Getränk. Dieses Buch ist viel mehr als eine Anthologie, es ist eine Einführung in die Lebenskunst für die schönsten Monate im Jahr. Hanns-Josef Ortheil stellt seine Lieblingstexte von Rilke bis Rammstedt vor und gibt persönliche Empfehlungen für einen sinnlichen Sommer.
Der Westerwald ist die Heimat Hanns-Josef Ortheils, die uns in seinen Romanen, Reisebeschreibungen und Essays immer wieder begegnet. Es ist die »Urlandschaft seines Lebens«, die ihn geprägt hat. In diesem Band lädt er ein, »den Westerwald zu erkunden und in all seinen Nuancen erleben! Eine Region, die nicht mit großen Städten auftrumpft, sondern mit versteckt und abseits gelegenen Orten und weiten Wald- und Wiesenregionen, in denen man kaum einem Menschen begegnet!« Er erzählt von seiner lebenslangen Anhänglichkeit an die ländliche Gegend und porträtiert seine kleinen, ganz persönlichen Oasen. Wir besuchen mit ihm sein Heimatdorf Wissen an der Sieg, erkunden seine Lieblingsgegenden im Westerwald und umwandern die Abtei Marienstatt.
Die Welt verstehen durch die Kunst: Hanns-Josef Ortheil erzählt seine ganz persönliche Geschichte des Sehens. Oft beginnt das Schreiben mit einem Bild: In Hanns-Josef Ortheils literarischen Studien haben die präzise Beobachtung und die bildende Kunst immer eine große Rolle gespielt. Sei es bei den ersten kindlichen Experimenten mit einem Fernglas und langen Blicken durch die Fenster der elterlichen Wohnung ins Freie oder bei dem späteren Umgang mit Fotoapparat und Videokamera. Prägend waren danach die Kunstkontinente seiner Biografie: die Gemälde und Plastiken in den Kölner Kirchen der fünfziger Jahre, die Reisen nach Griechenland, Rom und Paris in den sechziger und siebziger Jahren, die moderne Kunst im New York der achtziger Jahre. Doch was genau sagt ein Bild anderes als ein Text? Hanns-Josef Ortheil unternimmt eine autobiographische Reise zu jenen Momenten seines Lebens, in denen sich seine Sicht auf die Welt durch die Kunst verändert hat. So erzählt er packend und hinreissend die ganz persönliche Geschichte seines Sehens.
Musikmomente
Geschenkausgabe
Die Geschenkausgabe mit der abgerundeten Ecke: anspruchsvolle Haptik, hochwertiges Papier, mit Lesebändchen, kleines Format. Der Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil hat in seinen Romanen immer wieder von starken Momenten der Musik erzählt, in denen die handelnden Akteure sich hörend, spielend oder deutend mit großen Kompositionen beschäftigen. Mal handelt es sich um die Passionen Johann Sebastian Bachs, mal um die Klavierwerke Robert Schumanns oder Frédéric Chopins – besonders häufig aber um das Gesamtwerk von Wolfgang Amadeus Mozart, dem sich der ausgebildete Pianist Ortheil besonders ausführlich und intensiv gewidmet hat. In dieser Anthologie stellt er die wichtigsten Klangmomente seines stark von der Musik geprägten Lebens vor, erläutert die kulturellen Hintergründe seines lebenslangen Musikhörens und erzählt davon, wie die Musik sein Empfinden und Denken geformt und gestaltet hat.
Mozart - im Innern seiner Sprachen
- 222pages
- 8 heures de lecture
Hanns-Josef Ortheil hat Mozarts Briefe neu gelesen, und sein Essay ist nicht nur eine Studie über Mozarts Sprachkunst, sondern auch eine kunstvolle Erzählung, wie sich dieser unvergleichbare Komponist durchzusetzen lernte.
Anfang der sechziger Jahre unternimmt der zwölfjährige Hanns-Josef Ortheil mit seinem Vater eine Reise ins geteilte Nachkriegsberlin. Diese Reise führt sie zu den Orten, an denen seine Eltern während des Zweiten Weltkriegs lebten. Fasziniert hört Hanns-Josef den Erzählungen seines Vaters zu und begreift intuitiv die Bedeutung Berlins für seine Familie. Während der Reise notiert er seine Eindrücke und sucht sehnsüchtig nach einer Verbindung zu dieser Vergangenheit. Im Sommer 1964, kurz nach dem Mauerbau und Kennedys Besuch, wird der Aufenthalt in Berlin für Vater und Sohn zu einer Konfrontation mit der Gegenwart des Kalten Krieges und einer Zeitreise in die Kriegsvergangenheit. Die Eltern waren 1939 frisch verheiratet nach Berlin gezogen, wo der Vater bei der Deutschen Reichsbahn arbeitete und sie ihr erstes Kind bei Luftangriffen verloren. Gemeinsam erkunden sie die Spuren dieser Zeit, besuchen die frühere Familienwohnung, treffen Bekannte und lesen die Haushaltsbücher, die die Mutter während des Krieges führte. Hanns-Josef dokumentiert seine Erlebnisse in einem einzigartigen Reisetagebuch, in dem er eindrücklich vom Nachempfinden der Vergangenheit erzählt. Nach »Die Moselreise« präsentiert er mit der »Berlinreise« sein zweites Reisetagebuch aus den frühen Kinderjahren, in dem er mit seinem Vater wochenlang unterwegs war, um die Welt zu sehen, zu schreiben und für die Zukunft zu lernen.
»Die Erfindung des Lebens« ist die Geschichte eines jungen Mannes von seinen Kinderjahren bis zu seinen ersten Erfolgen als Schriftsteller. Als einziges Kind seiner Eltern, die im Zweiten Weltkrieg und in der Zeit danach vier Söhne verloren haben, wächst er in Köln auf. Die Mutter ist stumm geworden, und auch ihr letzter Sohn lebt stumm an ihrer Seite. Nach Jahren erst kann er sich aus der Umklammerung der Familie lösen, in Rom eine Karriere als Pianist beginnen und nach deren Scheitern versuchen, mit dem Schreiben sein Glück zu machen ...
Siebzig Bücher umfasst das Gesamtwerk von Hanns-Josef Ortheil in seinem siebzigsten Lebensjahr. Dazu gehören neben den großen Romanen auch viele Essaybände, Journale, Reise- und Musikbücher. »Ein Kosmos der Schrift« skizziert erstmals die großen Linien und Zusammenhänge dieses Gesamtwerks. In einem ausführlichen Gespräch mit seinem langjährigen Lektor Klaus Siblewski erläutert Hanns-Josef Ortheil die zentralen Strukturen und entwirft eine Selbstanalyse seines Schreibens von den Anfängen in der Kindheit bis heute. Abschließend gratulieren zahlreiche Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter des literarischen Lebens, indem sie auf zwanzig Fragen zu Ortheils »Treiben und Schreiben« antworten und in humorvoller Weise an die Besonderheiten eines von der Literatur geprägten Lebens erinnern.
Agenten
Roman
Hanns-Josef Ortheils Szene-Roman »Agenten « wurde bei seinem Erscheinen im Jahr 1989 als ein genaues und eindringliches Porträt der achtziger Jahre gefeiert. Nach dem Zerfall der politischen Zirkel und alternativen Bewegungen ging es um Geld, Karriere und Konsum und damit um die Kultivierung der Ego-Welten. Kühl, respektlos und präzise seziert Ortheils Ich-Erzähler, der junge Journalist Meynard, die Psycho-Dramen einer damals beginnenden neuen Epoche. Als virtuose Skizze einer Clique von jungen Möchtegern-Dandys wurde dieser Roman rasch zum Kultroman, dessen Aktualität und Frische sich bis heute völlig unvermindert erhalten haben.
Hanns-Josef Ortheil erzählt von den oft skurrilen Seiten des Pianistenlebens. Von ersten Klavierschulen, favorisierten Komponisten, frühem Vorspiel, exaltierten Klavierlehrern und großen Titanen auf den Bühnen von Salzburg und anderswo. Amüsant und packend führt er den Leser eine steile Leiter hinauf in den Pianistenhimmel, wo seit Vladimir Horowitz' Zeiten sowohl schwerste spezielle Psychosen als auch legendäre Triumphe zu erwarten sind. Ein Buch nicht nur für Klavier- und Musikenthusiasten, das von den verborgenen, dämonischen Seiten manischen Übens und Spielens sowie der Geschichte des Virtuosentums kenntnisreich und detailliert erzählt.
Die Moselreise
- 219pages
- 8 heures de lecture
Im Zentrum dieses ungewöhnlichen Buchs steht das Tagebuch einer Moselreise, das Hanns-Josef Ortheil als Elfjähriger verfasst hat und das erkennen lässt, wie wichtig für den kleinen Jungen schon das Reisen, die Sprache und das Schreiben waren. Ergänzt wird dieses beeindruckende Dokument durch die Beschreibung derselben Reise, die der Autor Jahrzehnte später unternommen hat. Den Abschluss des Buchs macht eine Erzählung darüber, warum Ortheil in seinem Leben bestimmte Landschaften und Gegenden immer wieder aufsucht. So führt die Erzähltrias der »Moselreise« den grandiosen Künstlerroman »Die Erfindung des Lebens« fort und gibt faszinierende Einblicke in die Geheimnisse jener frühsten, familiären Bindungen, die einen Menschen lebenslang prägen.
In "Abschied von den Kriegsteilnehmern" erzählt Hanns-Josef Ortheil von der Flucht eines jungen Mannes nach Amerika, wo er den Bildern von Krieg und Nachkrieg entkommen will, die ihn seit dem Tod seines Vaters obsessiv verfolgen. Zum Mississippi, nach New Orleans und in die Karibik führt diese immer manischer werdende und Schrecken auslösende Flucht, bis der Sohn wieder den Weg nach Europa findet, wo mit der Öffnung des Eisernen Vorhangs im Jahr 1989 gerade die "Vater-Epoche" zu Ende geht. "Abschied von den Kriegsteilnehmern" ist eine große Elegie auf die deutsche Nachkriegszeit: Ein Roman über Väter und Söhne, über Bilder und Vorbilder.
Schreiben über mich selbst
- 158pages
- 6 heures de lecture
In "Schreiben über mich selbst" geht es um die wichtigsten Spielformen des autobiografischen Schreibens: von der Kindheitserinnerung über typische Formen der Selbstbeobachtung und das Erzählen prägender Erlebnisse und Lebensabschnitte bis hin zum längeren autobiografischen Text über Herkunft, Familie und biografische Entwicklung.
Das literarische Tagebuch von 1989 bis 1995 erscheint in einer erweiterten Neuausgabe, 25 Jahre nach dem Fall der Mauer und dem Ende der DDR. In eindringlichen Bildern, Skizzen und Erzählungen führt der Autor durch eine der spannendsten Perioden der deutschen Nachkriegsgeschichte. Unbemerkt von ihm selbst wird er in diesen Jahren zum bedeutenden Zeitzeugen, beginnend während eines Aufenthalts in Prag, wo ostdeutsche Flüchtlinge die westdeutsche Botschaft besetzen. Seine Reisen führen ihn nach Sofia, Wien, Leipzig und durch ganz Deutschland, stets wieder nach Berlin, wo er in der Nacht der Wiedervereinigung allein mit Kanzler Kohl an einer Hotelbar sitzt. Im Kontrast zu diesen Erlebnissen stehen die stillen Momente in seinem Stuttgarter Gartenhaus, wo er die Veränderungen reflektiert und Freunde sowie Kollegen porträtiert, die versuchen, die Gegenwart zu begreifen. Ortheil erweist sich als einer der wenigen westdeutschen Autoren, die eine präzise Sprache für die Wende suchen und finden. Mit der Neuauflage seines »Blauen Wegs« wird ein wertvolles Zeitzeugnis aus den Wendejahren präsentiert. Zur Wiederveröffentlichung hat er einen einleitenden Essay verfasst, in dem er aus heutiger Sicht untersucht, warum er diese besondere Ära so emphatisch und geschichtsnah begleitet hat.
Lo und Lu
- 345pages
- 13 heures de lecture
Hanns-Josef Ortheil erzählt Geschichten aus dem Leben seiner beiden Kinder Lo und Lu - von Anfang an bis zu ihren ersten Jahren in der Schule. Als Schriftsteller-Vater, der zu Hause arbeitet, ist er ein guter Beobachter und Mitspieler bei den kleinen Geschichten und Begebenheiten, in denen die Kinder die Hauptrolle spielen. Ehe er sich anfangs darüber Gedanken machen kann, wie das Alltagsleben in der größer gewordenen Familie organisiert werden soll, haben schon die Kinder die Regie im Haus übernommen.
Rom
- 157pages
- 6 heures de lecture
Rom ist schon immer ein Besuchermagnet gewesen. Auch der Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil reist seit Jahrzehnten dorthin. In diesem literarischen Reiseführer unternimmt er Spaziergänge durch das historische Zentrum, erkundet Enotheken, Bars und Osterien und begleitet Aeneas, Goethe, Stendhal und Thomas Mann auf ihren Wegen durch die Ewige Stadt. Weite Gärten und kleine Kreuzgänge, Palazzi und geheime Aussichtsterrassen - Ortheil kennt die römische Kultur und die Geschichte der Römer so gut, dass selbst Rom-Enthusiasten manches entdecken werden. Als wahrer Genießer widmet er sich auch der römischen Küche und stellt teilweise noch aus der Römerzeit tradierte Rezepte vor.
An einem Herbstabend des Jahres 1787 kommt Giacomo Casanova auf Einladung des Grafen Pachta nach Prag. Auch Mozart befindet sich in der Stadt an der Moldau. Er bereitet die Uraufführung der Oper aller Opern mit ihrer vollendet schwebenden Musik vor – „Don Giovanni“. Aber die Arbeit stockt. Der Librettist Lorenzo da Ponte gibt dem Verführer vulgäre, bestenfalls grobe Züge, die Sängerinnen neiden einander jede Arie, und Mozart fehlt die Ruhe, seine Partitur zu beenden; überall wird er von Verehrerinnen verfolgt. Casanova aber bringt den Glanz aus einer großen alten Zeit in die Stadt, er versteht Feste zu feiern, er weiß, über welche Rafinesse und Wortgewandtheit ein wahrer Verführer verfügen müsste. Und er hat es sich ebenfalls zur Aufgabe gemacht, diese Oper zur Vollendung zu bringen – auch wenn er dazu einige höchst irdische Intrigen einfädeln muss ... Nach „Faustinas Küsse“ und „Im Licht der Lagune“ hat Ortheil nun das große Finale seiner erotischen Kunst- und Künstler-Trilogie geschrieben. In diesem Roman geht es um Musik und das, was die Musik allein zu gestalten vermag: um Liebe. In einem Wirbel von Geschichten schildert Ortheil, wie eine der bedeutendsten europäischen Opern entstanden ist. Überwältigend zart und klug wie Mozarts Musik entspinnt sich dieses Buch, und obwohl drei Männer das große Wort führen, halten andere darin die Hauptrolle besetzt und führen insgeheim Regie: die Frauen.
Hanns-Josef Ortheil beschreibt in seinem autobiographischen Großessay, weswegen ihn die Sprache von Kindheit an faszinierte und wie er zu einem der bedeutendsten deutschen Autoren der mittleren Generation geworden ist. Mit acht Jahren wurde die erste Geschichte von ihm veröffentlicht, und seither ist er, ähnlich wie es Jean-Paul Sartre in seinem berühmten Buch „Die Wörter“ für sich beschreibt, zum Schreiben auf die denkbar lustvollste Weise verurteilt. „Das Element des Elephanten“ ist das „überaus einleuchtende Selbstporträt eines großen Schriftstellers“ (Die Zeit).
"Ombra" erzählt die Geschichte einer Wiederkehr aus großer Todesnähe: Im Sommer 2019 wird bei Hanns-Josef Ortheil eine schwere Herzinsuffizienz festgestellt. Die anschließende Operation verläuft nicht ohne Komplikationen, es folgt der lange Aufenthalt in einer Rehaklinik. Das Leben des höchst produktiven Autors, der sich selten schont, steht am Scheideweg - der Körper hat die Herrschaft übernommen und lässt nicht mit sich verhandeln. Doch in das Gefühl der Ohnmacht und Angst hinein kehrt allmählich das Schreiben zurück. Stück für Stück setzt Hanns-Josef Ortheil in seinem wohl persönlichsten Buch aus Wahrnehmungen, Erinnerungen und Reflexionen sein Leben neu zusammen. Wer ist er gewesen vor der Krankheit? Und wer kann er danach einmal sein?
Was ich liebe - und was nicht
Geschenkausgabe
Die Geschenkausgabe mit der abgerundeten Ecke: anspruchsvolle Haptik, hochwertiges Papier, mit Lesebändchen, kleines Format. Hanns-Josef Ortheil erzählt von seinen Lebensthemen: Entlang zentraler Stichworte wie Wohnen, Reisen, Essen und Trinken, Film, Jahreszeiten oder Musik geht er den vielfältigen Facetten einer literarischen Lebenskunst auf den Grund. Warum hasst Ortheil Frühstücksbüfetts, und warum hört er beim Schreiben ausschließlich Klaviermusik aus den Zeiten vor 1750? Wieso gefällt ihm eine so spröde TV-Sendung wie das „Alpenpanorama“, und warum wird er wohl nie nach Japan reisen, vielleicht aber einmal ein Buch über Japan schreiben? Ausstattung: mit Lesebändchen
Lesehunger
- 235pages
- 9 heures de lecture
Ein opulent angerichtetes Fest des Lesens In »Lesehunger« erzählt Hanns-Josef Ortheil von seinen ausschweifenden Lese-Vergnügen, von den Ritualen und Geheimnissen des Lesens, von den Tageszeiten und Orten, die dem Lesen günstig sind, und vom lustvollen Verschwinden in und dem langsamen Wiederauftauchen aus Büchern. »Lesehunger« ist darüber hinaus aber auch ein verführerisch angerichtetes Lese-Menu, das von Hanns-Josef Ortheil mit vielen Buch- und Leseempfehlungen angereichert worden ist und das den Leser auf raffinierte Weise zum hemmungslosen und anarchischen Lesen abseits aller literarisch schmalspurigen Kanonangebote verführen will.
Seit über dreißig Jahren lädt die „Lektüre zwischen den Jahren“ ihre Leser zum Innehalten und Nachdenken ein. Nun präsentiert sie sich in neuer Geschenkbuchausstattung. Der Band auf das Jahr 2011 ist der Liebe gewidmet und versammelt die schönsten Gedanken und Geschichten zu diesem unvergänglichen Thema. Isabel Allende, Rose Tremain, Louise Erdrich, Laura Esquivel u. v. a. erzählen von Schmetterlingen im Bauch, von Verführung, Gefühl und Leidenschaft.
Das Verlangen nach Liebe
- 318pages
- 12 heures de lecture
„Ein lupenreiner Liebesroman.“ Brigitte Über achtzehn Jahre lang haben sich die Kunsthistorikerin Judith und der Konzertpianist Johannes nicht mehr gesehen, als sie sich eher zufällig in Zürich treffen. Die unerwartete Begegnung versetzt sie zurück in die Zeit ihrer großen Liebe, in der sie noch ein junges und unzertrennliches Paar gewesen waren. Von da an sehen sie sich täglich, erzählen sich von ihrem Leben und fragen sich, was früher war und wieder möglich ist. Unmerklich geraten sie immer tiefer hinein in die erneut aufbrechende Magie der Anziehung.
Die große Liebe : Roman
- 316pages
- 12 heures de lecture
Ein Roman der ganz großen Gefühle! Der Beginn einer Obsession: Zwei, die eigentlich mit beiden Beinen im Leben stehen, lernen sich an der italienischen Adria-Küste kennen und verfallen einander. Sie erkennen, dass sie füreinander geschaffen sind – eine Erfahrung, die keiner von beiden vorher gemacht hat. Zuerst langsam, dann mit rapide wachsender Intensität gehen sie ihren Wünschen nach und versuchen ihre Liebe gegen alle inneren und äußeren Widerstände zu behaupten.
Die weißen Inseln der Zeit
Lektüren, Orte, Bilder.
Von magischen Momenten an ungewöhnlichen Orten Hanns-Josef Ortheil erzählt von den Orten seines Lebens. Er berichtet von fesselnden Lektüren, von Bildern und Klängen, die ihn verzaubert haben. Vor unseren Augen lässt er ein Selbstporträt entstehen, das ihn als einen Enthusiasten der Kunst und als einen Entdecker zeigt, der unser Leben auf seine verborgenen Kräfte hin untersucht. Die Taschenbuchausgabe ist vom Autor um wichtige Texte erweitert worden, die seit der gebundenen Ausgabe des Buches erschienen sind und für einiges Aufsehen gesorgt haben.
Hecke
Roman
Ein nach dem Zweiten Weltkrieg geborener Sohn nutzt die Woche, die er im Haus seiner Eltern verbringt, um mehr über das Leben seiner Mutter während der Nazi-Zeit zu erfahren. Er liest ihre Briefe, spricht mit Freunden und Verwandten und gerät so immer tiefer hinein in die Geschichte einer mutigen und tapferen Frau, die in diesen Jahren ihre ersten beiden Kinder verlor. „Hecke“ ist die Geschichte einer verstörenden Recherche und einer intensiven Suche des Nachgeborenen nach einer Sprache, mit deren Hilfe er schließlich auch seine eigene entdeckt und erzählt. Nach dem Debütroman „Fermer“ erzählt Hanns-Josef Ortheil hier in deutlich autobiographischer Manier von den verborgenen Hintergründen seiner Kindheit.
Wie Romane entstehen
- 283pages
- 10 heures de lecture
Ein Standardwerk für Autoren, Literaturliebhaber und jeden passionierten Leser Roman-Poetiken von Schriftstellern gibt es viele, noch nie aber wurde bisher einmal en detail beschrieben, wie Romane in den Roman-Werkstätten der Schriftsteller entstehen. Die beiden Autoren des Bandes, ein Romancier vieler bedeutender und hoch angesehener Romane und sein langjähriger Lektor, analysieren anhand zahlreicher Beispiele solche Entstehungsprozesse, indem sie die einzelnen Arbeitsphasen der »langen Arbeit am Roman« präzise unterscheiden und immer wieder genau nachfragen, was in diesen Arbeitsphasen geschieht und wie sie sich aufeinander beziehen. Von den ersten Notizen und poetischen Eingebungen bis hin zum fertigen Manuskript erläutern sie Schritt für Schritt, welche Arbeiten (an Figuren, Schauplätzen und der Entwicklung von Szenen, Dramaturgien und Handlung) Autoren bewältigen müssen, damit aus zunächst noch sehr vage sich abzeichneneden Roman-Phantasien am Ende auch wirklich ein Roman (und vielleicht nicht nur einer, sondern nach diesem einen noch ein weiterer und noch einer ...) entstehen.
Eine Luft voller Aromen, ein Duft von Orangen, Zitronen und Kräutern. Benjamin Merz, Ethnologe und jüngstes Kind einer Familie mit fünf Söhnen, überwindet seine Hemmungen und entwickelt ungewohnte Fähigkeiten darin, sich in andere Menschen hineinzuversetzen. Während einer Forschungsreise auf Sizilien beginnen die Frauen des Städtchens Mandlica diese Fähigkeit zu entdecken und zu schätzen. Nach dem Roman »Die große Liebe« und »Die Erfindung des Lebens« hat Hanns-Josef Ortheil einen weiteren hellen und lichten Roman über das Leben im Süden Italiens und die Nähe, die dieser magische Raum zwischen Menschen ermöglicht, geschrieben.
Die geheimen Stunden der Nacht
- 381pages
- 14 heures de lecture
Ein großer Generationsroman über die Liebe und das Leben.An einem Montagmorgen erhält Georg von Heuken von seiner Sekretärin eine schlimme Nachricht: Sein Vater, Richard von Heuken, ist mit einem zweiten Herzinfarkt ins Krankenhaus eingeliefert worden. Es stellt sich heraus, dass er seinen Geschäften im Verlag nicht mehr nachgehen kann – eine Chance für seinen Sohn, endlich die Leitung sämtlicher, zum Familienbesitz gehörender Verlage zu übernehmen. Mit dem Vater verliert in Ortheils Roman die Generation ihre Macht, die nach dem Krieg unbekümmert ihren Erfolg gesucht hat und ihren Söhnen nur widerstrebend Platz machte. Vor diesem Hintergrund hat Hanns-Josef Ortheil einen großen Familien- und Generationenroman geschrieben, in dessen Mittelpunkt keineswegs bloß der Kampf um ein Erbe steht – sondern auch der um eine geheimnisvolle Frau.
Fermer
- 311pages
- 11 heures de lecture
„Fermer“ ist der Debütroman von Hanns-Josef Ortheil. Er erschien 1979 und wurde nach seinem Erscheinen sehr schnell zu einem Kultbuch der jungen Generation, die sich mit dem jungen Fermer auf eine weit ausschwingende, Motiven der Romantik nachspürende Deutschland-Reise begab. Untergründig geht es dabei um die Rückgewinnung eines poetischen Heimatempfindens, das sich weder in der Idylle einrichten, noch an früheren Heimat-Traditionen orientieren kann. Radikal subjektiv, „eigensinnig“ und doch emphatisch ist Fermers Reise, die von Liebe, Freundschaft, „poetischer Geselligkeit“ und dem Glauben an die Möglichkeit des Glücks getragen wird. „Fermer“ wurde mit dem ersten „Aspekte“-Literaturpreis des ZDF für den besten deutschsprachigen Debütroman des Jahres ausgezeichnet.
Trainieren Sie die Basisfähigkeiten des Schreibens und gehen Sie bewusst den Weg von der einfachen Weltbeobachtung hin zum literarischen Text. Lernen Sie, wie literarische Einfälle entstehen und wie man mit ihnen weiterarbeitet. Hanns-Josef Ortheil, einer der bedeutendsten Autoren der Gegenwart, hat kein Lehrbuch mit Geboten und Regeln verfasst, sondern bietet ein breites Spektrum kreativer Ansätze zum Ausprobieren.
Mit 50 literarischen Miniaturen unternimmt Hanns-Josef Ortheil eine kurzweilige Reise an die Quelle des Erzählens: die Kunst der genauen Beobachtung und Wahrnehmung. Wie Teophrast, der antike Meister der Porträtkunst, registriert er in seinem Umfeld typisch menschliche Eigenwilligkeiten - und entlarvt sie mit feinem Humor.
Der von den Löwen träumte
- 349pages
- 13 heures de lecture
Hemingway in Venedig Als Ernest Hemingway 1948 nach Venedig reist, ist er in einer schweren Krise. Starke Depressionen haben dazu geführt, dass er lange keinen Roman mehr veröffentlicht hat. In der Einsamkeit eines Landhauses in der Lagune versucht er, wieder zum Schreiben zu finden. Halt gibt ihm die Freundschaft zu einem jungen Fischer, der ihn auf der Entenjagd begleitet. Aber auch die Liebe zu einer achtzehnjährigen Venezianerin führt ihn ins Leben zurück. Langsam entsteht ein Venedig-Roman, während der junge Fischer die Atmosphären einer ganz anderen Geschichte wittert: Die von einem alten Mann und seiner Liebe zum Meer…
Ein Mann und eine Frau treffen in einem abgelegenen Hotel im Alpenvorland aufeinander und beginnen, geheime Zeichen auszutauschen. Durch kleine Botschaften, Hinweise auf Bücher und Musikstücke entwickeln sie eine besondere Verbindung, ohne ein Wort miteinander zu sprechen. Diese Geschichte erzählt von der Anziehung, die zwischen den beiden entsteht, während sie sich in einem Spiel aus Zeichen und Andeutungen verlieren. Im Hintergrund agiert die Besitzerin der Hotelbuchhandlung als geheime Mittlerin, die die beiden mit Büchern versorgt, die eine magische Wirkung entfalten und das Liebesspiel in ein komplexes Labyrinth aus Erlebtem, Geträumtem und Gelesenem verwandeln. Diese Erzählung ist der dritte Teil einer Trilogie, die sich mit dem Geheimnis der Liebesverständigung beschäftigt. Sie greift auch Themen der stummen und sprachlichen Kommunikation auf, die in einem früheren Werk behandelt werden. Langsam entdecken die Liebenden ihre eigene Sprache der Liebe, mit einem einzigartigen Vokabular, das ihre Beziehung prägt.
Het licht van de lagune
- 303pages
- 11 heures de lecture
Een Venetiaans edelman vindt in 1786 in de lagune een verdwaasde man die een voortreffelijk waarnemer en schilder blijkt te zijn.
Der Typ ist da
Roman
Unerwartet ist der Typ plötzlich da. Die Kölner Studentin Mia hat den Restaurator Matteo flüchtig in Venedig kennengelernt und in die Stadt am Rhein eingeladen. Mia lebt mit zwei Freundinnen in einer WG im Kölner Norden. Ihr Gast Matteo strahlt etwas Magisches, Unergründliches, Weltfremdes aus. Hingebungsvoll begibt er sich auf die Spuren uralter Verbindungen zwischen Köln und Venedig, geführt von tief empfundener Religiosität und der Lust am geduldigen Betrachten. Immer näher gerät er an die Abgründe seiner Existenz, ein Sog, der auch seine Mitbewohnerinnen erfasst. Als er zurück in die Heimat will, ist nichts mehr so, wie es einmal war.
Noch trennen Johann Wolfgang von Goethe Jahre von Ruhm und Ehre, aber ein Frauenliebling ist er schon damals, in jenem herrlichen September des Jahres 1786. Das sollte Giovanni Berti, Müßiggänger und Informant des Vatikans, schnell erkennen. Noch während er dem merkwürdigen Fremden nachspioniert, hat Goethe ihm bereits seine schöne Geliebte Faustina ausgespannt.
In kurzen Prosatexten umkreist Hanns-Josef Ortheil das Zeitgeschehen der letzten fünf Jahre. Meist entzündet sich die Erzählung an einer Begebenheit, einer Nachricht, einer Begegnung – und führt ins Autobiografische, Philosophische oder auch Humoristische. Ob er die agile Kontaktfreude von Pinguinen beschreibt oder erklärt, warum sich die Bilder Jan Vermeers so großer Beliebtheit erfreuen – stets münden seine Aperçus in eine Pointe, weiten sich vom Privaten oder auch Zufälligen zum Allgemeinen.
Köder, Beute und Schatten. Suchbewegungen
- 254pages
- 9 heures de lecture
Die Geschenkausgabe mit der abgerundeten Ecke: anspruchsvolle Haptik, hochwertiges Papier, mit Lesebändchen, kleines Format. Der Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil hat in seinen autobiografischen, zeitgeschichtlichen und historischen Romanen immer wieder Glaubensmomente dargestellt, in denen die handelnden Akteure sich mit Bruchstücken der christlichen Überlieferung beschäftigen. Mal handelt es sich um Hörerlebnisse in Gottesdiensten, mal um Lektüren biblischer Passagen, aber auch die tieferen Fragen danach, worin der Glaube eigentlich besteht und wie er im alltäglichen Leben erscheint, spielen eine bedeutende Rolle. In dieser Anthologie stellt er einige solcher intensiven Momente aus seinen Romanen vor, erläutert ihre kulturellen Hintergründe und erzählt davon, wie sie entstanden sind.
Duden, Schreiben auf Reisen
- 158pages
- 6 heures de lecture
Ein Schreibverführer neuen Typs: die literarische Schreibwerkstatt als Meisterkurs. Dieser Band verführt dazu, das Reisen, die Sprache und das Schreiben zusammenzubringen. Es gilt, im Unterwegssein anzukommen. Mit vielen Textbeispielen aus der Literatur und Schreibaufgaben zum eigenen Ausprobieren. Hanns-Josef Ortheil, Schriftsteller und Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim, ist Herausgeber der Reihe „Kreatives Schreiben“ und Autor der Bände „Schreiben dicht am Leben“ und „Schreiben auf Reisen“
Schreiben dicht am Leben. Notieren und Skizzieren
- 159pages
- 6 heures de lecture
Ein Schreibverführer neuen Typs: die literarische Schreibwerkstatt als Meisterkurs.Kein Lehrbuch mit Geboten und Regeln, sondern ein breites Spektrum von kreativen Ansätzen zum Ausprobieren! Dieser Band verführt zum Notieren und Skizzieren. Es gilt, rasch und ohne Mühe etwas festzuhalten, dem plötzlichen Schreibimpuls ohne Umwege zu folgen oder ein Detail des Lebens in Erinnerung zu behalten.Herausgeber der Reihe „Kreatives Schreiben“ ist Hanns-Josef Ortheil.
Briefe einer Liebe
- 365pages
- 13 heures de lecture
Kreatives Schreiben - Schreiben für Film und Serie
Drehbücher selbst entwickeln
- 192pages
- 7 heures de lecture
Schreiben für Film und Serie.Ein Schreibverführer neuen die literarische Schreibwerkstatt als Meisterkurs. Kein Lehrbuch mit Geboten und Regeln, sondern ein breites Spektrum kreativer Ansätze zum Ausprobieren!Dieser Band verführt zum Schreiben von Drehbüchern für Filme und Serien. Es gilt, Plots und Szenen zu entwickeln, Helden und Antihelden zu erschaffen und Regieanweisungen zu schreiben.
Ich gönne mir das Wort Gott
- 328pages
- 12 heures de lecture
In diesem großen neuen Roman über eine Kindheit im Wuppertal der Nachkriegsjahre zieht der sechsjährige Josef mit seinen Eltern von Köln nach Wuppertal in ein Haus voller Eisenbahnerfamilien. Als introvertierter Einzelgänger zieht er das Klavierspielen vor. Nach dem Abbruch seiner Schule in Köln wagt er in der neuen Heimat einen Neuanfang. Durch die Freundschaft mit Mücke, der Tochter des Gemüsehändlers, beginnt er, seine Hemmungen zu überwinden. Allmählich öffnet er sich auch anderen, wie den Patres des Kreuzherrenordens, die ihm das laute Vorlesen und Singen beibringen, oder einem Jugendtrainer, der ihn im Langlauf fördert. Den stärksten Halt findet er jedoch im Schreiben von Geschichten über Schwebebahnflüge entlang der Wupper, Expeditionen mit skurrilen Tieren im Zoo und abenteuerliche Kämpfe mit Jugendbanden im nahen Wald. Der Autor erzählt berührend vom inneren und äußeren Wiederaufbau im westlichen Nachkriegsdeutschland. Die Geschichte eines anfangs autistischen Jungen, der seine von Musik getragenen Fantasiewelten entdeckt, spiegelt zugleich das Panorama einer traumatisierten Gesellschaft wider, in der die Menschen ein stilles, vom Zweiten Weltkrieg gezeichnetes Leben führen und angesichts eines drohenden Krieges angstvoll agieren.




















































