Revolutionär auf ihre Art
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Die deutsche Erstveröffentlichung der Broschüre Mujeres de las revoluciones, die 1938 während des Spanischen Bürgerkriegs von Etta Federn in Barcelona herausgegeben wurde, beleuchtet den Kampf um Bildung und Gleichheit für Frauen. Federn, eine österreichisch-jüdische Schriftstellerin, lebte seit 1932 im Exil in Spanien, nachdem sie aufgrund ihrer Verteidigung des liberalen Politikers Walther Rathenau in Deutschland Morddrohungen erhielt. In Spanien engagierte sie sich in der anarchosyndikalistischen Frauenorganisation Mujeres Libres, wo sie Literatur und Pädagogik unterrichtete. Ihre Broschüre bietet eine Frauengeschichtsschreibung für spanische Frauen, die zuvor kaum Zugang zu Bildung hatten. Federns historischer Rückblick auf mutige Frauen aus verschiedenen Epochen und sozialen Hintergründen schafft Orientierung und stärkt das Selbstbewusstsein der Leserinnen. Die zwölf Kurzbiografien beeindruckender Frauen, von denen einige in der Geschichtsschreibung in Vergessenheit geraten sind, dienen als inspirierende Beispiele. Auch die Autorin selbst, eine der Vergessenen des Exils, wird durch diese Veröffentlichung wieder ins Gedächtnis gerufen.
