Über fast drei Jahre hinweg hat J.-B. Pontalis Zusammenfassungen der Seminare Lacans von 1956/ 57, 1957/58, 1958/59 erstellt, die, zum Teil von Lacan autorisiert, im Bulletin de Psychologie erschienen sind. Gerade weil sie Seminare betreffen, von denen mittlerweile zwei in der offiziellen Edition durch Jacques-Alain Miller erschienen sind (Seminar IV über »Die Objektbeziehung« und Seminar V über »Die Bildungen des Unbewussten«) – beide in deutscher Übersetzung bei Turia + Kant –, sind diese Aufzeichnungen von großem Wert: Sie geben einen profunden und dennoch gut verständlichen Überblick über eine Phase im Werk Lacans, die sicherlich mit zu den fruchtbarsten gehört. So ist darin die Interpretation des Kleinen Hans enthalten, eine Rekonstruktion von Freuds Buch über den Witz mit den linguistischen Mitteln, die Lacan sich damals erarbeitet hatte, und eine Theorie des Begehrens als der eigentlichen Dimension, innerhalb derer die psychoanalytische Arbeit stattfindet.
Hans-Dieter Gondek Ordre des livres (chronologique)




Die traditionelle Interpretation des deutschen Idealismus geht von einer geradlinigen Entwicklung von Kant über Fichte und den frühen Schelling bis zur Vollendung im System von Hegel aus. In seinem klassischen Werk, das nun in der deutschen Übersetzung von Hans-Dieter Gondek vorliegt, schlägt Vetö eine andere Perspektive vor. Ausgehend von Kant, folgt er dem Denken auf zwei Wegen. Die erste Lesart, entlang einer Rationalität, die immer vollkommener wird, entspricht der traditionellen Interpretation. Die zweite will von der Endlichkeit her verstanden sein, wie sie der späte Fichte begründete, und die ihre endgültige Ausformulierung in Schellings "Spätphilosophie" erhielt. Dieses monumentale Werk zum deutschen Idealismus gewichtet und interpretiert in drei Teilen die vier Hauptphilosophen des Deutschen Idealismus. Berücksichtigt werden dabei alle Schriften, wobei ein Schwerpunkt auf den Problemstellungen der Metaphysik, der Moral und der Religionsphilosophie liegt.
Jacques Lacan, Wege zu seinem Werk
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Die Texte diskutieren die Philosophie Bernhard Waldenfels', die vor allem um die Dimension der Responsivität kreist: Sprache wird von der Grundsituation des Antwortens her konzipiert, insofern die Dinge der Welt und die Anderen uns von sich aus auffordern, uns zu ihnen zu verhalten.