Im Watt werden mysteriöse Posaunenteile entdeckt, während ein Musiker des örtlichen Orchesters vermisst wird. Die Situation eskaliert, als eine Leiche mit einem Posaunenmundstück gefunden wird. Der Fall scheint zunächst klar, doch die Ermittlungen bringen immer mehr Verdächtige ans Licht. Die pensionierte Journalistin Rose versucht, dem Hamburger Kommissar zuvorzukommen und die Motive hinter dem Verbrechen zu entschlüsseln. Dabei stehen Themen wie Rache, Konkurrenz, Geldgier, Eifersucht, Liebe und Naturschutz im Raum.
»Das musste es sein, das Haus, aus Feldsteinen gemauert, mit den verblichenen Fensterläden, kurz vor der letzten Kurve, kurz vor der Grenze.« Die 30-jährige Archäologin Elena erbt von einem unbekannten Mann ein Haus auf einem einsamen Pass zwischen Italien und Österreich. Durch die Grenzschließung wegen einer sich rasant ausbreitenden Pandemie wird sie auf sich selbst zurückgeworfen. Mit Hilfe ihres einzigen Nachbarn, des Baristas Dino, und der im Haus gefundenen Gegenstände und Tagebücher versucht sie, die Familiengeschichte zu rekonstruieren. Dabei wird sie mit dem Schicksal italienischer Wanderarbeiter aus dem Friaul konfrontiert, die seit 1900 zu Fuß über die Alpen wanderten, um in Münchner Ziegeleien Arbeit zu finden ... Auf der einsamen Passhöhe verschmelzen Außen- und Innenwelt, Vergangenheit und Gegenwart und verändern Elenas Einstellung zu den Beziehung, zu den Mitmenschen und zu deren Lebensentwürfen.
"Eigentlich liegt Hamburg an der Moldau", hatte Jan immer gesagt, wenn er von seiner Heimat im Riesengebirge bei der Elbquelle erzählte. Dorthin wollte Dorothea nun, wo sie den Tod vor Augen hatte, um nach den Spuren einer verlorenen Liebe zu suchen. Flussaufwärts, von der Mündung bis zur Quelle, und gegen die Strömung, wie die Fische, die zum Laichen den Fluss hinauf mussten. Auf der Suche nach einem neuen, anderen Leben. Die 69-jährige Dorothea erhält Anfang der 1990er Jahre die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs und erfährt, dass sie in etwa einem Jahr sterben wird. Nach einem Leben voller Opfer und enttäuschter Glückserwartungen versucht sie, den bevorstehenden Tod durch eine Reise in die Vergangenheit zu verarbeiten. So macht sie sich auf die Suche nach einer verlorenen Liebe, nach den Spuren eines tschechischen Kriegsgefangenen, der während des Krieges auf ihrem Bauernhof gearbeitet hat. Zu diesem Zweck unternimmt sie mit ihrer Tochter, der 40-jährigen Reiseführerin Johanna, eine Reise entlang der Elbe, von Hamburg bis zur Quelle im tschechischen Riesengebirge, der Heimat des Kriegsgefangenen. Dabei wird in Rückblenden ihr Leben von den 20er bis zu den 80er Jahren wachgerufen. Sie stirbt, ohne ihr Ziel zu erreichen, schließt aber auf ihre besondere Weise Frieden mit ihrem Schicksal.