Ilija Trojanow est un écrivain allemand d'origine bulgare, également traducteur et éditeur. Son œuvre littéraire explore fréquemment les thèmes de l'identité, de la migration et du choc des cultures. Il transforme ses expériences issues de divers horizons en récits captivants qui invitent le lecteur à la réflexion. Le style de Trojanow est réputé pour sa richesse et sa profondeur.
This book narrates the life of Sir Richard Burton, a prominent Victorian figure, highlighting his controversial translation of the "Arabian Nights," which marked a significant moment in the interaction between Islam and the West, known for its provocative eroticism that shocked his peers.
The Collector of Worlds is a rare combination of literary achievement and popular accessibility. A bestseller in Germany, the novel is a meditation on the extraordinary life of Sir Richard Burton, one of the most flamboyant figures of the Victorian age. Burton was the first westerner to make the hajj to Mecca, and discovered the source of the Nile with Speke. His translation of the Arabian Nights is one of the great moments in the encounter between Islam and the West, a version of the Arab classic that scandalised his contemporaries with its salty eroticism. Troyanov's novel does full justice to this great, controversial mediator between cultures. The book imagines his encounter with India as a young officer, and other episodes in his life are seen through the eyes of his Indian servant; the Sharif of Mecca, who is conducting an enquiry into Burton's audacious journey and its consequences for the Ottoman Empire; and a former slave who guided Burton to the Nile.
This fictionalized account imagines the life of Sir Richard Francis Burton--a 19th-century British colonial officer and translator with a rare ability to assimilate into indigenous cultures.
Ein abenteuerlich schönes Lesevergnügen! „Weltensammler“ Ilija Trojanow hat die schönsten Abenteuergeschichten zusammgentragen: für Weitgereiste und Zuhausegebliebene, für Große und Kleine, für Wilde und Brave, für Früherwachsene und Junggebliebene. Die poetischen und geheimnisvollen Bilder von Aljoscha Blau machen dieses Buch zu einem idealen Be-gleiter bei allen Arten von Armchair-Travelling. Mit Geschichten von Jules Verne, Robert L. Stevenson, Karl May, Jack London, Her-man Melville, Sten Nadolny, Cormack McCarthy.
Je größer die Katastrophe wird, desto kleiner erscheinen die Alternativen - so könnte man die gegenwärtige Lage zusammenfassen. Trotz der gewaltigen ungelösten sozialen und ökologischen Probleme werden Marktwirktschaft und parlamentarische Demokratie weiterhin als die einzigen effizienten und zukunftsträchtigen Modelle menschlichen Zusammenlebens präsentiert. Während die sozialen Widersprüche zunehmen, wachsen das Leiden und das Unbehagen an dieser Aussichtslosigkeit. Es ist an der Zeit, eine widerständige Alternative in Erinnerung zu rufen, in der Kritisches und Visionäres, Analytisches und Programmatisches zusammenkommen, um die herrschenden Verhältnisse in Frage zu stellen. Eine undogmatische und anti-ideologische Tradition, die alternative Visionen menschlichen Zusammenlebens und -wirkens anbietet: Anarchismus 2.0!
Auf dem heiligen Strom Ganges, mit Millionen muslimischen Pilgern auf der Hadsch, als Rückkehrer in das Land seiner Kindheit, Ostafrika: Leben und Reisen sind für den Schriftsteller Ilija Trojanow untrennbar verbunden. Seine besondere Leidenschaft gilt seit jeher dem indischen Subkontinent, Arabien und Afrika. Stets ist er allein und ohne Gepäck unterwegs, als Nomade abseits der Touristenströme, als Pilger zwischen den Weltreligionen oder als literarischer Spurenleser. Ob er in Tansania eine Suahelihochzeit mitfeiert, mit den Bootsleuten am Ganges das Mittagessen teilt oder sich von den Ornamenten in der großen Moschee von Mekka berauschen lässt: Mit Trojanow als Begleiter wird die Fremde zu einem intensiven, ureigenen Erlebnis.
Der Begriff des KAMPF DER KULTUREN, der seit dem Ende des Kalten Krieges verwendet wird, hat weltweit neue Feindbilder geschaffen und Konflikte angeheizt. Bestsellerautor Ilija Trojanow und der indische Dichter Ranjit Hoskote entlarven die Absurdität dieser These und widerlegen die Vorstellung eines kulturellen Weltkriegs. Sie argumentieren, dass die Definition kultureller Identität durch Abgrenzung absurd und unmöglich ist. Der Versuch, eine kulturelle Scheinreinheit durch Unterdrückung anderer Einflüsse zu bewahren, wird scheitern. Im Untertitel wird betont, dass Kulturen sich nicht bekämpfen, sondern zusammenfließen. Dieses Zusammenfließen ist ein Naturgesetz und der dynamische Prozess, der kulturelle Identität und Zivilisation ermöglicht. Was oft als KAMPF DER KULTUREN wahrgenommen wird, ist lediglich der verzweifelte Versuch, diesen fruchtbaren Prozess aufzuhalten. Trojanow und Hoskote erkennen an, dass dieser Prozess nicht immer friedlich verläuft, aber er wird stattfinden, unabhängig von unserer Zustimmung. Anhand aktueller und historischer Beispiele wird eine Kampfschrift gegen den Kulturkampf präsentiert, die auf Vernunft und ein neues Gefühl für das Gemeinsame setzt. Dies ist eine aufklärerische und radikale Streitschrift gegen neue Feindbilder.
Über 8000 km reisten die Autoren Ilija Trojanow und Chenjerai Hove durch Zimbabwe. Sie haben drei Monate lang die Ältesten in den Dörfern besucht, saßen oftmals tagelang mit den betagten Frauen und Männern zusammen und hörten ihnen zu, wie sie von den Zyklen des Lebens, den traditionellen Riten und Festen erzählten. Sie erfuhren, warum die Einhaltung von Tabus noch heute Sinn macht, die Ahnen von so großer Bedeutung sind und der Bezug zur Natur so eng ist. Dieses Buch öffnet die Tür zu einer ganz eigenen Geisteswelt, zu einer anderen Sicht der Dinge des Lebens, die auch im"hoch entwickelten"Europa bereichern kann.
Ilija Trojanow widmet sich in seinen Gedankenspielen der Neugier und weckt das Verlangen, die Welt zu erfahren. Durch die Figuren Herr und Frau Gier und etymologische Analysen vermittelt er Wissen unterhaltsam und regt die Leser*innen an, neugierig auf das Mögliche zu werden. Neugier wird als Schlüssel zur Utopie beschrieben.
Bestseller-Autor Ilija Trojanow und Klaus Zeyringer zeigen den Sport aus einer anderen Perspektive: aus der Perspektive von uns Fans! Denn wie der Sport erlebt wird, welche Höhepunkte, Emotionen, Rituale und Gemeinschaften er stiftet, das macht seine große Faszination aus. In Reportagen live vor Ort berichten sie von großen Wettkämpfen u.a. aus der Welt des Fußballs, des Tennis, des Biathlon und Handballs, des Schwingens und Darts, des Cricket und des Radfahrens. Sie erzählen von Bierduschen und Fangesängen, von Feuerwerk und Fanblocks – und von Stadien ohne Zuschauer, ohne Fans. Ergänzend zu den Reportagen denken sie über das Wesen des Fantums nach, über Emotionen, Nationalismus und Männlichkeit, über Fachsimpelei, Geld und VIP-Zonen, über Mythen, Inszenierung und Ersatzreligionen. Ihr Buch ist sowohl Feier wie Analyse der großen Leidenschaft, die wir Menschen dem Sport entgegenbringen: mitreißend erzählt, ungewöhnlich und voller Momente mitfühlender Erkenntnis.
Die Reise in eine fremde Welt ungeahnter Kontraste und bezaubernder Geschichten, heraufbeschworen in kraftvollen Fotografien und fesselnden Erzählungen: „Weltensammler“ Ilija Trojanow und Christian Muhrbeck reisten jahrelang durch Bulgarien, um die Facetten des dortigen Lebens zu erkunden, zwischen archaischer Kultur, Postsozialismus und den Spannungen der jüngsten Vergangenheit. Entstanden sind Fotografien, die jenseits aller Klischees den Alltag am Rand von Europa festhalten. Verbunden mit dieser Bilderwelt sind Erzählungen, die zwischen Reportage und Poesie schweben, und eine Region präsentieren, die bisher weitgehend verborgen blieb, auch wenn sie längst Teil unseres gegenwärtigen Europa ist.
Orgiastisches Spektakel, Sehnsuchtsreise für Millionen, ein Ort der Begegnung für Suchende – die Kumbh Mela ist großes Theater auf der dichtbesiedeltsten Freifläche der Welt: chaotisches und farbenprächtiges Sinnbild eines der vielfältigsten Länder der Welt, Indien.
Unter Piraten in der Karibik, mitten in der Russischen Revolution - Zeitreisen sind voller Überraschungen. Fest entschlossen betritt Cya die fremden Welten. Inspiriert von der friedlichen und selbstbestimmten Gesellschaft der Zukunft, in der sie lebt, reist sie von Zeit zu Ort und versucht, die Vergangenheit von ihren Fesseln zu befreien – mit unterschiedlichem Erfolg. In »Tausend und ein Morgen« entwirft Ilija Trojanow ein leidenschaftliches Porträt seiner mutigen Heldin. Wie kein anderer Autor verbindet er erzählerische Virtuosität und kritisches Denken zu einem modernen Epos, das alle Grenzen überwindet, Raum und Zeit ausleuchtet und einen frischen Blick in die Zukunft wagt. Mit sinnlichen Bildern und überbordenden Geschichten erfindet Ilija Trojanow den utopischen Roman neu - ein Roman, der von der unerschöpflichen Kraft unseres Denkens erzählt.
Feridun Zaimoglu und Ilija Trojanow thematisieren in den Vorlesungen der Tübinger Poetik-Dozentur 2007 ein zentrales poetologisches Problem: die Transformation von Welt in Text und umgekehrt. Zaimoglu befasst sich mit dem "echten Leben", das sowohl auf dem Papier als auch in Städten wie Kiel, Prag oder Wien existiert. Er teilt Erlebnisse aus seinem Alltag, erzählt von der Entstehung von Leyla und seinem neuesten Roman Der Liebesbrand. Dabei zeigt er, wie seine „eigenartigen Bekannten“ durch einen „Riß im Drahtzaun“ zwischen dem echten Leben und der literarischen Welt wechseln, während er sich in seine Mutter und den Erzähler von Leyla verwandelt.
Trojanow hingegen berichtet ebenfalls von der Macht der Sprache und kulturellen Geographien. Er schildert, wie er seinen Roman Der Weltensammler verfasste, ein literarisches Museum imaginärer Welten. Mit präziser Recherche entfaltet er die Welt vor unseren Augen und demonstriert, wie sie sich in Text verwandelt – detailgetreu und gleichzeitig phantastisch. Der vorliegende Band Ferne Nähe bietet einen faszinierenden Einblick in das Denken und Schreiben dieser beiden außergewöhnlichen Schriftsteller.
"Ein Labyrinth aus bedrucktem Papier; von den Bürgersteigen zu den Durchgängen, von Türen über Treppen bis hinauf zu vollgestopften Dachgeschossen stapeln sich Bücher zu Fassaden, Ecken und Erkern.”
Durch die Büchergassen Kalkuttas: Der Schriftsteller Ilija Trojanow und die Fotografin Anja Bohnhof durchstreifen eine farbenprächtige Welt des Wissens.
Kalkutta ist reich. Obwohl man die indische Metropole in Europa mit Bildern schlimmster Armut verbindet, ist sie auch ein Ort des Überflusses. Rings um die College Street gibt es mehr als fünftausend Buchläden, ein Labyrinth aus Millionen von Büchern; die kleinen bunten Kioske der Straßenhändler neben riesigen Gewölben mit Druckereien und Verlagshäusern. Der Weltensammler Ilija Trojanow, der mehrere Jahre in Indien lebte, und die renommierte Fotografin Anja Bohnhof zeigen die Schönheit einer einzigartigen Buchkultur. Ein lebendiger Kosmos - wer Bücher liebt, wird sich seiner Faszination nicht entziehen können.
Unter Hunderttausenden muslemischer Pilger nimmt der Bestsellerautor Ilija Trojanow an der Hadsch teil, der größten Glaubensbezeugung des Islam. Sein spannender, zeitloser Bericht steht in der großen Tradition der Reiseerzählungen über diese Wallfahrt: Ein europäischer Schriftsteller vollzieht die innersten Rituale des Islam. Dabei erlebt er eine mehr als tausend Jahre alte Tradition und eine persönliche Pilgerschaft als Höhepunkt aller Sehnsüchte, als einzigartige Auszeit, so reich an Mühsal und Zermürbung wie an Belohnung und Beglückung.
Wunschdenken und osteuropäische Realität anhand der exemplarischen Geschichte Bulgariens Bulgarien ist Nato-Mitglied und ab 2007 auch EU-Mitglied. Laut Brüssel verfügt es über eine funktionierende Marktwirtschaft. Die Zusammenarbeit ist bilateral und vertrauensvoll, heißt es. Wer will bezweifeln, dass dieses Land zur europäischen Gemeinschaft gehört? Seit dem Fall des eisernen Vorhangs hat Ilija Trojanow sein Herkunftsland regelmäßig bereist. Sein bitteres Resümee: die alte Nomenklatura herrscht nach wie vor überall, die Wirtschaft ist nicht privatisiert, sondern piratisiert, es gibt keine Aufarbeitung der Vergangenheit, sondern eine fatale Mischung von Korruption und Elend. Eine provozierende Analyse, die auch für andere ehemalige Ostblockländer gilt.
Pěšky, nebo letadlem? Na vlastní pěst, nebo se zájezdem? Co vlastně hledáme, když navštěvujeme cizí země? Co nového chceme objevit, kolik jsme toho na sobě ochotni změnit, čeho jsme připraveni se vzdát? Německý spisovatel Ilija Trojanow žil na čtyřech kontinentech a procestoval přes sto zemí světa. Na základě svých zážitků a zkušeností píše o smyslu a přínosu cestování, přičemž ve svém textu propojuje fundované pojednání o historii cestování s vtipnými historkami z vlastních cest. Ve dvanácti kapitolách se zamýšlí nad tím, co je esencí cestování, jak cesty do cizích zemí můžou (ale nemusí) proměnit náš pohled na svět, a jak se masový turismus nesprávně chápe jako cestování. Proč jsou knižní turističtí průvodci škodliví? Proč je někdy lepší cestovat o samotě? Proč by se člověk neměl na cestu připravovat předem? Vydejte se spolu s autorem na vzrušující, zábavnou a poučnou cestu! Svazek je součástí řady Gebrauchsanweisungen (Návod k použití) mnichovského nakladatelství Piper, jejímž cílem je publikovat nekonvenční a zábavné turistické průvodce. Autorem každého průvodce je významná osobnost z oblasti literatury, kultury nebo žurnalistiky. První svazek vyšel už v roce 1978 a celá edice se od té doby rozrostla na bezmála 120 titulů. Zatímco se většina svazků této řady zaměřuje na jednu konkrétní zemi, město či oblast, je tato kniha jedinečná tím, že jejím tématem je celý jeden fenomén.
"Im ersten Treppenhaus laufen uns zwei Ziegen entgegen. Offene Feuer flackern auf dem Beton; die Massaifrauen bereiten das Essen in der althergebrachten Manier. In den Bodenritzen sprießt das Unkraut, und man spürt, dass die Massai, die Natur und die Zeit mit vereinten Kräften diesen Betonbau besiegen werden ..." Ilija Trojanow, der seine Kindheit und Jugend in Kenia verlebte, fühlt sich dem Schwarzen Kontinent zutiefst verbunden. Eine erste Begegnung sah jedoch anders aus: "Ich guckte nach links: Steine. Nach rechts: Steine. Nach hinten: Steine. So lernte ich das Reisen in Ostafrika kennen, gemeinhin Safari genannte. In der scheinbar menschenleeren Landschaft war es eine Pflicht anzuhalten, als plötzlich ein gebrechlicher Mann, in Tuchfetzen gehüllt, am Wegrand winkte - der Nomade wollte mitgenommen werden. Er stieg hinten ein, neben mir, saß unbeweglich auf dem Kunststoffpolster. Wir tauschten verstohlene Blicke aus. Meine Mutter sank in sich zusammen, ich rückte so nahe wi e möglich ans Fenster - im Nu war das Auto von sehr fremden Gerüchen erfüllt ..." Es brauchte eine Zeit, bis aus dem Befremden des Jungen starkes Interesse und tiefe Zuneigung für seine zweite Heimat erwuchs. "In Afrika" ist die überarbeitete und erweiterte Textausgabe des gleichnamigen Bildbandes des Marino Verlages, dessen Verleger Trojanow war und erster Berater immer noch ist. Seit Juli 1999 gehört der Marino Verlag zu Frederking & Thaler.
Ilija Trojanow. Erfolgsausgabe--t.p. Verso. Includes Bibliographical References (p. 419-[430]). Text In German; Includes Text Of Kasidah In English, By Haji Abdu El-yezdi (sir Richard Francis Burton), With Menno Aden's German Translation.
Mit diesem Buch reist der Leser durch ein Indien jenseits der üblichen Klischees, Vorstellungen und Abbildungen. Die einzelnen Kapitel widmen sich so unterschiedlichen Themen wie der Tradition (Kamelmarkt von Pushkar), dem Umweltschutz (Bishnoi in der Wüste Rajasthans), den Festen (Drachenluftkampf), den Massenbewegungen (Protest gegen Großstaudämme), dem Sport (Kricket), der Wirtschaft (die neue Mittelklasse), der Literatur, der Musik, der Gesundheit (Ayurveda), der Technologie (Techno-Kulis oder Softwarevisionäre) oder dem Kulturhybriden (MTV-India). Sie zeichnen über die Vielfalt an Themen und Perspektiven ein genaueres und zugleich unterhaltenderes Porträt von der Vielfalt Indiens als der übliche Blick in den Slum von Kalkutta. Die einzelnen Reportagen, im Erstabdruck bei der Frankfurter Rundschau, der Süddeutschen Zeitung, dem Rheinischen Merkur und Bayerischen Rundfunk erschienen, werden literarisch verfeinert und ausgeweitet und miteinander verschränkt.
»Es gibt ein Leben nach der Flucht, doch die Flucht wirkt fort, ein Leben lang.« Ilija Trojanow ist als Kind zusammen mit seiner Familie aus Bulgarien geflohen, eine Erfahrung, die ihn bis heute nicht mehr los lässt. Virtuos, poetisch und klug reflektierend erzählt Ilija Trojanow von seinen eigenen Prägungen als lebenslang Geflüchteter. Von der Einsamkeit, die das Anderssein für den Flüchtling tagtäglich bedeutet. Davon, wie wenig die Vergangenheit des Geflüchteten am Ort seines neuen Daseins zählt. Was das Existieren zwischen zwei Sprachen mit ihm macht. Welche Lügengeschichten man als Geflüchteter den Daheimgebliebenen auftischt. Und dass man vor der Flucht wenigstens wusste, warum man unglücklich war. Ilija Trojanow erzählt von sich selbst, zugleich ist er eine exemplarische Figur. So gelingt ihm eine behutsame und genaue Topographie des Lebens nach der Flucht, das existentielle Porträt eines Menschenschicksals, das unser 21. Jahrhundert bestimmt.
Erkundungen zu Fuß verändern das eigene Leben – gelegentlich sind sie von magischer Kraft Gehen ist eine Lebenseinstellung und eine Weltanschauung, Rebellion und Selbstverwirklichung – über Stock und Stein, durch Welt und Wiese, ein Weg zu den Ursprüngen unserer Existenz. Ilija Trojanow zählt zu den großen Reisenden unter den Autoren der Gegenwart. Essayistisch-reportagehaft berichtet er von eigenen langen Wanderungen: durch Tansania, vom Indischen Ozean bis zum Tanganyikasee; vom Unterwegssein in Los Angeles oder über seine Märsche durch die englischen Downs. Diese Erfahrungen verschmelzen im Gesprächsaustausch mit »Gurus« wie etwa Henry David Thoreau oder mit markanten Gestalten wie Pilgerern, Abenteurern, Mönchen, Sol-daten, Entdeckern oder Schwärmern und mit vielen Texten u. a. von Matsuo Basho- bis Robert Walser und Virginia Woolf.
Ein Essay zur Würde des Menschen im Spätkapitalismus. Wer nichts produziert und nichts konsumiert, ist überflüssig – so die mörderische Logik des Spätkapitalismus. Überbevölkerung sei das größte Problem unseres Planeten – so die internationalen Eliten. Doch wenn die Menschheit reduziert werden soll, wer soll dann verschwinden, fragt Trojanow in seiner humanistischen Streitschrift wider die Überflüssigkeit des Menschen. In seinen eindringlichen Analysen schlägt er den Bogen von den Verheerungen des Klimawandels über die Erbarmungslosigkeit neoliberaler Arbeitsmarktpolitik bis zu den massenmedialen Apokalypsen, die wir, die scheinbaren Gewinner, mit Begeisterung verfolgen. Doch wir täuschen uns: Es geht auch um uns. Es geht um alles.
Sicherheitswahn, Überwachungsstaat und der Abbau bürgerlicher Rechte Alle sind scharf auf private Daten. Der Staat möchte die biologischen Merkmale der Bürger kennen. Die Wirtschaft kann gar nicht genug Informationen über die Vorlieben ihrer Kunden sammeln. Arbeitgeber suchen mit illegalen Überwachungsmaßnahmen nach schwarzen Schafen unter ihren Mitarbeitern. Die Warnungen vor Terror und Kriminalität und die Annehmlichkeiten von Plastikkarten und Freundschaften im Internet lenken von einer Gefahr ab, die uns allen droht: dem transparenten Menschen. »Wollen Sie warten, bis Ihren Kindern bei der Geburt ein Chip ins Halsfleisch gepflanzt wird, der eine sechzehnstellige Personenkennzahl enthält und über Satellit zu orten ist (so wie es bei Ihrem Haustier, falls Sie eins haben, schon der Fall ist)?« »In ihrer provokanten Streitschrift rufen Juli Zeh und Ilija Trojanow dazu auf, dem Ausverkauf der Privatsphäre den Kampf anzusagen.« die tageszeitung
Zu Fuß oder mit dem Flugzeug, all inclusive oder solo - was suchen wir, wenn wir in andere Länder reisen? Wie viel Neues wollen wir entdecken, was hinter uns lassen, wie viel sind wir bereit zu ändern? Ilija Trojanow hat auf vier Kontinenten gelebt. Ausgehend von persönlichen Erlebnissen schreibt er über Sinn und Ertrag des Vagabundierens, verbindet profundes Reflektieren mit Lustigem und Leichtem. In einzelnen Etappen geht es um Vorbereitungen und passendes Marschgepäck, um Reisen allein oder in Gesellschaft, um den richtigen Proviant und Durststrecken unterwegs. Um Kauderwelsch und Wegweiser, Zimmer mit Aussicht und Souvenirs. Gekonnt spannt Trojanow den Bogen bis zum Massentourismus und zum Reisen als Kunst, die es neu zu entdecken gilt.
Nur wer unterwegs ist, kann irgendwo ankommen Ilija Trojanow ist auf allen Kontinenten zu Hause, und was er zu berichten hat, geht weit über die Schönheit der Landschaften oder die Fremdheit der Sitten hinaus. Er erzählt, wie die Menschen leben: in dem nicht zur Ruhe kommenden Afrika, in den Megacitys Indiens oder in Bulgarien, dem Land seiner Geburt. Neugierig und offen, kritisch und selbstkritisch – mit dem Autor des ›Weltensammlers‹ als Reisebegleiter sieht man die Welt in einem anderen Licht.
Iljia Trojanow hat sein Lebensbuch geschrieben: Ein schwindelerregender Blick in den Abgrund zwischen Macht und Widerstand. Konstantin ist Widerstandskämpfer, einer, der schon in der Schulzeit der bulgarischen Staatssicherheit auffällt und ihrem Griff nicht mehr entkommt. Metodi ist Offizier, Opportunist und Karrierist, ein Repräsentant des Apparats. Sie sind in einen Kampf um Leben und Gedächtnis verstrickt, der über ein halbes Jahrhundert andauert. Ilija Trojanow entfaltet ein breites zeitgeschichtliches Panorama von exemplarischer Gültigkeit. Eine Fülle einzelner Momente aus wahren Geschichten, die Trojanow seit den Neunzigerjahren in Gesprächen mit Zeitzeugen gesammelt hat, verdichtet er zu einer spannenden Schicksalserzählung von menschlicher Würde und Niedertracht. ›Macht und Widerstand‹ ist bewegende Erinnerungsarbeit, ein Roman, wie man ihn in seiner Entschiedenheit und poetischen Kraft lange nicht gelesen hat.
Ilija Trojanow, bekannt durch seinen internationalen Bestseller, unternimmt in seinem neuesten Werk eine faszinierende Reise in die Welt des Sports. Während der Olympischen Spiele 2012 fasst er den Entschluss, alle achtzig Olympia-Sommer-Einzeldisziplinen zu trainieren, mit dem Ziel, halb so gut abzuschneiden wie der Goldmedaillengewinner von London. Er probiert sich in Disziplinen wie Diskuswerfen, Speerwerfen und Hammerwerfen, spielt Badminton, meistert den Zehnkampf und bezwingt im Kajak das Wildwasser. Zudem lernt er Ringen im Iran, boxt in einem legendären Gym in Brooklyn, trainiert Judo in Japan und läuft im Hochland von Kenia. Trojanows Bericht bietet einen einzigartigen Einblick in die verschiedenen Sportwelten und -milieus. Es ist eine kluge, humorvolle und selbstironische Reflexion über Grenzen, die Beziehung von Geist und Körper sowie das Älterwerden. Geschrieben mit der Leichtigkeit eines Fechters und dem Punch eines Boxers, enthält das Werk auch ein Kapitel über Golf, das 2016 wieder olympisch wurde. Eine Übersicht über die olympischen Sommersportarten und Trojanows Trainingsorte umfasst unter anderem Badminton in Stuttgart, Boxen in Brooklyn, Judo in Nagoya und Leichtathletik in London und Kenia.
Der Ganges ist die Lebensader Indiens. Ilija Trojanow hat ihn vom Himalaya bis in die großen Städte bereist. Sein farbiger Bericht ist eine literarische Reportage über ein Land zwischen uralten Traditionen und einer höchst ungewissen Moderne.
Bai Dan, Meister des Spiels, findet seinen emigrierten Patensohn Alex genau zum richtigen Zeitpunkt wieder: Als dieser sich in Hoffnungslosigkeit und Krankheit zu verlieren droht, zwingt ihn der anfangs unerwünschte Bai Dan zum Spiel. Bis Alex sich ihm schließlich öffnet und die beiden gemeinsam dem Abenteuer Leben entgegenfahren. Ilija Trojanow 1996 der Literaturpreis der Stadt Marburg. "Ein Werk von spielerischem Ernst, ein Glücksfall für die junge deutsche Literatur, weil es schmählich abgetane Erzähltradition wiederbelebt und zugleich Brücken zu anderen Kulturkreisen schlägt." Rheinischer Merkur
Stellen Sie sich eine Welt vor, in der Kriminelle, Leistungsverweigerer, Triebtäter, Atommüll, bakteriologisch kontaminiertes Material - also jede Form von -Sondermüll-, pausenlos in riesige LKWs auf dem Autobahnnetz zirkulieren, in einer geschlossenen Welt, in die man zwar hinein, aus der man aber nicht wieder herauskommt. Erfahrung kommt immer später, als man sie braucht. Wir Neuen hatten keine Ahnung, daß es Unterschiede zwischen den Kojen gibt, wie wichtig es ist, die richtige Koje zu ergattern. Die Umgeladenen besetzten sofort die hinteren Plätze, und die sollten sich bald als der gesündere Ort in der Hölle erweisen. Die Kojen schließen sich am Abend nach dem letzten Signal, so daß jeder abgetrennt ist und nachts nichts passieren kann, keiner wird im Schlaf erdrosselt, keiner während seiner Alpträume vergewaltigt. Autopol heißt dieses Ghetto der Außenseiter: ein Alptraum für alle, die darin leben müssen.
Ein Mann, der die Gletscher so sehr liebt, dass er an ihrem Sterben verzweifelt: Zeno hat sein Leben als Glaziologe einem Alpengletscher gewidmet. Als das Sterben seines Gletschers nicht mehr aufzuhalten ist, heuert er auf einem Kreuzfahrtschiff an, um Touristen die Wunder der Antarktis zu erklären. Doch auf seiner Reise verzweifelt er an der Ignoranz der Urlauber, der mangelnden Achtung vor der fremden Welt und der fortschreitenden Schmelze des Eises. Ilija Trojanows neuer Roman erzählt mit gewaltiger Wortkunst von einem Mann, der auszieht, um für die Gletscher zu kämpfen. Ein poetischer und leidenschaftlicher Roman über die Erhabenheit der Natur und die Gefährdung unserer Welt.
Eine überraschende, vergnügliche Entdeckungsreise in das Land der Widersprüche: Anhand populärer, mehrdeutiger Begriffe wie Guru, Tamasha oder Maya unternimmt Ilija Trojanow, der über sechs Jahre in Indien lebte und ausgiebig dort reiste, einen erfrischend anderen Streifzug durch den heutigen Alltag zwischen Chutney, Cricket und Crocket, zwischen Armut und Ayurveda, Saris und Sufis, Raga und Bhangra, Cybergöttern und Popidolen. Dabei kann Trojanow, der mit gängigen Klischees aufräumt, auf unterschiedlichste eigene Erfahrungen zurückgreifen etwa als Hauptdarsteller bei einer indischen Hochzeit oder in einer Nebenrolle bei einem Bollywood-Schinken. Mit seiner ironischen Perspektive schlachtet er dabei durchaus auch heilige Kühe, vor allem die der europäischen Wahrnehmung.
Der investigative Journalist Ilija wird innerhalb weniger Minuten von zwei Whistleblowern des amerikanischen und des russischen Geheimdienstes kontaktiert. Ein großer Coup? Eine Falle? Er lässt sich auf das Spiel ein, zusammen mit Boris, einem amerikanischen Kollegen, folgt er der doppelten Spur nach Hongkong, Wien, New York und Moskau.Die geleakten Dokumente eröffnen einen Abgrund von Korruption und Betrug, von üblen Verstrickungen krimineller Oligarchen und Mafiosi. Auch die Staatspräsidenten Russlands und Amerikas sind involviert. Was darf man glauben? Mit welcher Absicht werden Lügen verbreitet? Sind die beiden Reporter nur ein Spielball der Geheimdienste?Literarisch virtuos wie kein anderer spielt Ilija Trojanow in diesem Roman mit Fakten und Fiktionen und führt uns wie nebenbei vor Augen, wie sehr wir durch Fake News zu Komplizen der Macht werden.
Ilija Trojanow ist nicht nur literarischer Weltensammler, sondern auch ausgebildeter Sommelier. Die enge Freundschaft mit einem der führenden Riesling-Weinmacher diente als Inspiration für diese Liebeserklärung an den Wein. Was bedeutet es für unsere Kultur, Wein zu trinken? Wein zu trinken ist ein Dialog, antwortet Trojanow. Mit vielen Partnern. Mit der Zeit. Mit dem Boden. Mit einem Winzer oder einer Winzerin. Mit sich selbst und den unausgeloteten Rätseln des eigenen Geschmacks. Weingenuss ist eine höchst individuelle Erfahrung. Für Ilija Trojanow ist Wein eine Entschädigung für die Vertreibung aus dem Paradies. Ilija Trojanow sinniert über Zeit, Terroir, Natur und Kultur, über Kapital, Geschmack, Verkostung und Rausch. Auf poetische Weise nähert er sich dem Geheimnis des Weins.
Die deutsche Gegenwartsliteratur ist kosmopolitisch, aber anders als in England oder in Frankreich wird dieser Reichtum in der Öffentlichkeit nur in Einzelfällen, aber nicht als Strömung wahrgenommen. Längst sind die Autoren ausländischer Herkunft, die deutsch schreiben, aus dem Ghetto der Gastarbeiterliteratur hervorgetreten, sind Bücher entstanden wie die von Yoko Tawada, Emine Sevgi Özdamar, Libuse Monikova oder Radek Knapp, in denen eine andere Erfahrung und ein oft anderer Sprachgebrauch eine eigene, selbstbewusst inszenierte Literatur haben entstehen lassen. Aus der Spannung verschiedener Sprachen und Kulturen entsteht eine "hybride Literatur", die kräftiger, erregender und poetischer ist als vieles andere, was auf Deutsch geschrieben wird. Zum ersten Mal hat sich ein Autor, der selbst Deutsch als Fremdsprache lernen musste, der Schriftsteller Ilija Trojanow, daran gemacht, seine persönliche Auswahl der besten Texte aus der anderen deutschen Literatur zusammenzustellen, e inen Welt-Atlas der deutschen Literatur. Von Rafik Schami bis Feridun Zaimoglu, von Zedo Rock bis Zsuzsanna Gahse, von der Mongolei bis nach Georgien, von Indien bis Syrien reicht dieses Zweistromland der deutschen Literatur, eine poetische terra incognita, die nun in dieser persönlichen Auswahl insgesamt erkundet werden kann.
Die Sehnsucht des „Weltensammlers“ ist auch das leitende Motiv der spirituellen Texte des vielfach ausgezeichneten Schriftstellers Ilija Trojanow. In der Tradition der muslimischen Sufis stehen sie für eine weltoffene Spiritualität und haben darüber hinaus eine starke poetische Anziehungskraft.
Der Versuch, Indien zu begreifen, beginnt bei den kleinen Dingen. Viele Jahre sind der Autor Ilja Trojanow und die Fotografin Katrin Simon durch den Subkontinent gereist, um die Vielfalt der Farben, Gefühle und Eindrücke eines faszinierenden Landes in diesem persönlichen Bildband festzuhalten.
Mit Beiträgen von zahlreichen Autoren wird die essentielle Rolle der Literatur für das öffentliche und private Leben hervorgehoben. Sie ist entscheidend für die (Charakter-)Bildung, das Verständnis von Kultur und die menschliche Identität. Die alarmierende Marginalisierung der Literatur in Schulen, Hochschulen und der populären Kultur führt zu einem drohenden Verlust von Wissen, freiheitlichem Denken und gesellschaftlicher Orientierung. Anstatt elitäre Bildungstraditionen zu bewahren, wird auf die Gefahren hingewiesen, die mit der Reduktion auf „das Wesentliche“ und der Vermeidung von Überforderung einhergehen. Die Flut kontextloser Bilder trägt zur Verarmung des Denkens und zur politischen Sterilisierung bei. Besonders besorgniserregend ist der Verlust von Text- und Lesekompetenz sowie der Fähigkeit, in komplexen und ambivalenten Zusammenhängen zu denken und zu empfinden. Auch das, was man als „Möglichkeitssinn“ bezeichnet, ist durch den Verzicht auf Literatur bedroht, was eine wichtige Waffe im Kampf gegen Fundamentalismen gefährdet. Der Band diskutiert sowohl die Ursachen und Folgen dieser Entwicklung als auch mögliche Vorschläge zum Widerstand.