Jerusalem
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Hailed by Jose Saramago as the best writer of his generation and a likely future winner of the Nobel Prize, Dalkey Archive is proud to introduce Gonçalo M. Tavares and his breakthrough novel.
Gonçalo M. Tavares est célébré pour sa profonde exploration de la science, de l'art et de la condition humaine. Son œuvre diversifiée repousse constamment les limites de la narration, captivant les lecteurs avec des idées complexes et une prose complexe. Le style distinctif de Tavares se caractérise par sa rigueur intellectuelle et sa sensibilité poétique, ce qui en fait une voix importante de la littérature contemporaine. Ses écrits invitent à la contemplation sur la nature de la réalité et de la connaissance.






Hailed by Jose Saramago as the best writer of his generation and a likely future winner of the Nobel Prize, Dalkey Archive is proud to introduce Gonçalo M. Tavares and his breakthrough novel.
Mr. Valéry is short and smart, but he thinks that to have friends, he must be on their level. Find out what happens when he tries to measure up. Bilingual children's story in English and Spanish.
Prvý diel z cyklu Štvrť obsahuje texty z kníh Pán Valéry a logika (2002), Pán Henri a encyklopédia (2003) Pán Juarroz a myslenie (2004). Krátke texty s pitoresknými hlavnými hrdinami - pán Valéry je čudák, ktorý má rád poriadok a logické usporiadanie vecí. Pán Henri je znalcom jednej jedinej encyklopédie a svoje vedomosti šíri ďalej v obľúbenej krčme, kde sa jeho výrečnosť stupňuje spolu s množstvom požitého absintu. Pán Juarroz premýšľa toľko a tak nahlas, že dokáže prehlušiť i realitu. Kniha vychádza v edícii portugal.sk a je dvojjazyčná, slovensko-portugalská.
Originální portugalský autor vytvořil imaginární městskou čtvrť, kterou zabydlil jmenovci slavných spisovatelů, umělců a filozofů. V první části (Pan Kraus a politika, 2005) této knihy pan (Karl) Kraus v absurdní satirické nadsázce vypravuje příběhy bezejmenného Šéfa, vysoce postaveného politika a jeho nezadržitelné kariéry za pomoci patolízalských asistentů. Vypravěčem druhé části (Pan Brecht a úspěch, 2004) je pan (Bertolt) Brecht a předkládá čtenářům groteskní minipříběhy a anekdoty, připomínající např. mikropovídky Franze Kafky.
Fiktívna lisabonská štvrť je tajomné miesto obývané rozličnými svojráznymi postavičkami. Okrem iných v nej žije aj sedem pánov. Spoznajte sedem príbehov plných irónie, grotesky a humoru (Pán Walser a les, Pán Brecht a úspech, Pán Kraus a politika, atď.) od významného portugalského autora Gonçala M. Tavaresa. Knihu dopĺňajú na prvý pohľad jednoduché, no o to sofistikovanejšie ilustrácie od Rachel Caiano.
»Er war ein seltsamer Mann …« so lernen wir Joseph Walser kennen, einen Fabrikarbeiter in einer namenlosen Stadt. Ein stiller Mensch, dessen Leben sehr eintönig verläuft: Die endlosen Stunden vor der Maschine, die trostlose Ehe mit seiner Frau Marga, das wöchentliche Würfelspiel mit Arbeitskollegen und die Sammlung loser Metallteile, die er wie einen wertvollen Schatz hinter verschlossener Tür hegt und pflegt. Doch Walsers Routine wird gewaltsam zerstört, als feindliche Truppen die Stadt besetzen und ein kleiner Unfall an seiner geliebten Maschine für ihn verhängnisvolle Folgen hat. Wie schon in seinem preisgekrönten Roman „Die Versehrten“ lotet Gonçalo M. Tavares in Joseph Walsers Maschine die existenziellen Fragen des Lebens aus, zeigt das Individuum als Opfer einer unversöhnlichen Welt. Gonçalo M. Tavares gilt als würdiger literarischer Nachfolger von José Saramago und Antonio Lobo Antunes. Die französische Zeitung Le Figaro bezeichnete ihn als »den portugiesischen Kafka«.
«– Gosto muito de bater na cabeça das pessoas com uma certa força. – Gosta? – Sim, agrada-me. Dá-me prazer. Uma pessoa vai a passar e eu chamo-a: ó, desculpe, Vossa Excelência?! – E ela – a Excelência – vai? – Sim. Quem não gosta de ser chamado à distância por Vossa Excelência? Apanho sempre, primeiro, as pessoas pela vaidade… é a melhor forma. – E quando a pessoa-Excelência chega ao pé de Vossa Excelência, o que acontece? – Ela aproxima-se e pergunta-me: o que pretende? E eu, com toda a educação e não querendo esconder nada, digo: gostava de bater com certa força na cabeça de Vossa Excelência. É isto que eu digo, apenas. Nem mais uma palavra.»
Jonathan und sein Scrivener Tavares durchqueren eine wie vor dem Abgrund stehende Kultur der Dekadenz, die für Aphorismen wie geschaffen ist. Keine erste, keine erschaffene Welt ist anzutreffen - sie scheint wie ein Pathos. Ein Souvenir aus dem alten Europa, ein Bild von Franz Kafka, passt nicht ins Bild, lässt sich nicht in die Landkarte einfügen, die eine kulturelle Wüste ohne geistigen Kompass ist.
Nota do autor: Escritas no mesmo período, algumas destas Histórias Falsas foram sendo no entanto publicadas em momentos muito distintos, em revistas portuguesas e numa antologia de contos (Jovens escritores para a nova Europa) publicada em italiano e húngaro. Não são histórias do género fantástico, mas um homem - de há três mil anos - pode nelas utilizar objectos que ainda não existiam. Quando as escrevi o que me interessava era, em primeiro lugar, exercer um ligeiro desvio do olhar em relação à linha central da história da filosofia; por outro lado, tinha curiosidade em perceber o modo como a ficção (verosímil ou nem tanto) se pode encostar suavemente a um fragmento da verdade até ao ponto em que tudo se mistura e se torna uniforme.
Herr Calvino ist jemand, der gerne lange Spaziergänge unternimmt und sich dabei existenziellen Herausforderungen stellt, wie z.B. eine Metallstange parallel zum Boden durch die Stadt zu tragen oder zehn Kilo Erde mit einem Teelöffel von einem Ort zum anderen zu befördern, um die Geduld zu trainieren. Er führt einen blinden Hund spazieren, er erfindet Fenstervorhänge zum Zuknöpfen, damit die Wirklichkeit nicht mehr etwas »zu jeder Zeit frei Verfügbares« sei, und er praktiziert allerlei Übungen, um seine besonderen technischen und metaphysischen Fähigkeiten zu vervollkommnen. Der sechste Band aus dem faszinierenden zehnteiligen Zyklus »Das Viertel« von Gonçalo M. Tavares ist – nach Büchern über die Herren Valéry, Henri, Brecht, Juarroz und Kraus – eine spielerische Hommage an den italienischen Autor Italo Calvino. In einer der Kürzestgeschichten beschließen Herr Calvino und Herr Duchamp, dass das unklare Spiel, das sie gerade gespielt haben, Regeln haben soll. Sie kommen überein, jeweils abwechselnd zehn Regeln vorzuschlagen, damit der Gewinner ermittelt werden kann. »Und jeder versuchte, es so auszulegen, dass er selbst, wenn auch im Nachhinein, Sieger wäre.«
Herr Breton ist einer der eigenwilligen Bewohner im »literarischen Viertel« von Gonçalo M. Tavares. In seinem Zimmer, vor einem riesigen Spiegel sitzend, führt er mit sich selbst ein Interview, um das Wesen von Poesie zu ergründen. Er stellt bohrende Fragen, auf die sein Gegenüber nicht zu antworten weiß. Dazwischen, um sich die Beine zu vertreten, macht Herr Breton einen Spaziergang durch das Viertel und trifft dabei auf so manchen Bewohner, den wir aus den anderen Büchern aus der Reihe bereits kennen: die Herren Kraus, Valéry, Juarroz … und auch die zierliche Frau Woolf aus dem Haus nebenan tritt mit einem lauten Türknallen auf die Straße.
Herr Walser ist besessen vom Willen, einen Ort zu schaffen, an dem er zwanglos mit anderen Menschen ins Gespräch kommen kann, in einer Atmosphäre des gemütlichen und einträchtigen Miteinanders, abseits vom Getöse der Stadt. Sein Haus steht abgeschieden, schwer zugänglich inmitten des Waldes, als ein Zeichen des Triumphs der Zivilisation über die Barbarei. Überall noch der Geruch von Farbe und Lack, alles ist neu. Herr Walser hegt große Erwartungen. Doch am Tag des Einzugs, kaum ist das erste Einladungsschreiben aufgesetzt, klingelt es an der Tür und das Haus bevölkert sich immer mehr mit Handwerkern, die da und dort noch etwas zu tun haben. Risse und undichte Stellen werden entdeckt, die Verkabelung muss neu überprüft werden – wer wollte Fachleuten da widersprechen? Plötzlich verkomplizieren sich die Dinge, und die so fleißigen Arbeiter bringen nun vollends Chaos und Unruhe ins Haus. Gonçalo M. Tavares hat mit diesem siebten Band aus der zehnteiligen Reihe »Das Viertel« eine hinreißend komische Parabel über Utopie und Wirklichkeit verfasst, die in ihrer bitteren Groteske anschaulich macht, warum er immer wieder als »portugiesischer Kafka« bezeichnet wird.
Urbane Geschichten und Illustrationen
Jeruzalém (2004) je součástí cyklu Království, který Gonçalo M. Tavares označuje jako „černé knihy“ – prózy určené k pohřbívání iluzí. V nelineárním vyprávění s dovedně propojenou mozaikou postav autor krouží kolem dvou zásadních témat: bolesti a paměti. Bolest zde nabývá podob ničivých i posilujících, zatímco paměť a zapomínání přinášejí možnost záchrany, ale i hrozbu opakování minulých hrůz. Hlavní postava Mylia, pacientka psychiatrické léčebny, je zosobněním teze, že zapomínat nelze – i bolestné vzpomínky jsou varováním před návratem lidské krutosti. Temná atmosféra románu, jíž prostupují odkazy k holokaustu i diktátorským režimům, podtrhuje jeho závažnost a aktuálnost.