Niklas Luhmann fut un sociologue allemand, figure majeure de la théorie des systèmes, aujourd'hui reconnu comme l'un des plus importants théoriciens sociaux du XXe siècle. Son œuvre prolifique aborde une variété de sujets, du droit à l'art, unifiés par son cadre théorique complexe. Luhmann est connu pour sa prose délibérément énigmatique et exigeante, visant à susciter une compréhension approfondie plutôt qu'une assimilation rapide des opérations complexes des systèmes sociaux.
Niklas Luhmann offers a groundbreaking perspective on law by applying systems theory to its understanding. He critiques previous legal theories for their inability to reflect the functioning of law in contemporary society. By analyzing law as a system of communication, Luhmann proposes a critical alternative that reshapes how we perceive legal processes and their role within social systems. This work is essential for those interested in the intersection of law and systems theory.
"Luhmann argues that the system of mass media is a set of recursive, self-referential programs of communication, whose functions are not determined by the external values of truthfulness, objectivity, or knowledge, nor by specific social interests or political directives.
Mit souveräner Konsequenz und Umsicht hat Niklas Luhmann in den letzten drei Jahrzehnten an einer Theorie der Gesellschaft gearbeitet, die er nun mit Die Gesellschaft der Gesellschaft vorlegt.
Mit souveräner Konsequenz und Umsicht hat Niklas Luhmann in den letzten drei Jahrzehnten an einer Theorie der Gesellschaft gearbeitet, die er nun mit Die Gesellschaft der Gesellschaft vorlegt.
Absicht dieses Buches ist es, zwei verschiedene Theoriebereiche zu verknüpfen, und entsprechend kann man es von zwei verschiedenen Ausgangspunkten her lesen. Einmal handelt es sich um einen Beitrag zur Gesellschaftstheorie. Die Gesellschaft modernen Zuschnitts wird als funktional differenziertes Sozialsystem aufgefaßt und Wissenschaft folglich als eines der Teilsysteme dieses umfassenden Sozialsystems. Der andere Ausgangspunkt liegt in Diskussionen, die seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts unter Bezeichnungen wie Erkenntnistheorie oder Epistemologie geführt werden. Hier zeichnen sich heute Trends zu "konstruktivistischen" Konzepten ab, die auf idealistische oder transzendentale (und in diesem Sinne subjektive) Begründung verzichten und statt dessen durchaus reale Systeme voraussetzen, die eigene Beobachtungen an eigenen Konstruktionen orientieren und orientieren müssen, weil sie keinen eigenen Zugang zur Umwelt haben.
Kann die moderne Gesellschaft sich auf ökologische Gefährdungen einstellen? - 5. Auflage
184pages
7 heures de lecture
Die Gesellschaft kann nur unter den sehr beschrankten Bedingungen ihrer eigenen Kommunikationsmoglichkeiten auf Umweltprobleme reagieren. Das gilt auch fur Umweltprobleme, die sie selbst ausgelost hat. Okologische Kommunikation kann sich daher nur nach Massgabe der wichtigsten Funktionssysteme wie Politik, Recht, Wirtschaft, Wissenschaft, Erziehung, Religion entwickeln - oder im Protest gegen diese Systeme. In beiden Fallen besteht die doppelte Gefahr von zu wenig und zu viel Resonanz. Dieses Buch bietet eine kompakte (und wahrscheinlich die verstandlichste) Zusammenfassung der Systemtheorie. Dabei wird die Frage nach den okologischen Risiken der modernen Gesellschaft aus Sicht Luhmanns beantwortet."
Niklas Luhmann gilt als einer der bedeutendsten Soziologen des 20. Jahrhunderts. Der vorliegende Band zeichnet die Entwicklung seiner Theorie anhand ausgewählter, in sich abgeschlossener Texte wie z. B. »Die Unwahrscheinlichkeit der Kommunikation« nach. Die Rede »Erkenntnis als Konstruktion« wird hier erstmals in größerem Rahmen veröffentlicht. Ergänzend bildet das umfangreiche Nachwort von Oliver Jahraus eine vorzügliche Einführung in das Luhmannsche Werk.
Die Frage nach der Rolle des Menschen in der Gesellschaft ist zentral. Die Position der Systemtheorie ist hier eine der umstrittensten Ansätze. Das Buch stellt die wichtigsten Arbeiten Luhmanns zum Thema zusammen.
Jede Organisation, und sei sie noch so behäbig, erfährt eine gewisse Erschütterung durch die Nachricht, dass ein neuer Chef oder eine neue Chefin ins Haus steht. Flurgespräche häufen sich, mit Wissensvorsprüngen wird gepunktet, Ungewissheit liegt in der Luft. Aber auch nach vollzogenem Wechsel gibt es Probleme, etwa wenn der, der »von oben« überwachen soll, »von unten« angelernt werden muss. Kurzum: Die Beziehung zwischen Vorgesetzten und Untergebenen ist kompliziert. Niklas Luhmann hat sie unter die soziologische Lupe genommen und zeigt, wodurch sie strapaziert wird: durch Kommunikationsschwierigkeiten und Selbstdarstellungsinteressen, Rollenfindungsprobleme und Wertvorstellungsdissonanzen. Der Schatten des Vorgängers kann lang, der Einfluss innerbetrieblicher Cliquen schwer zu durchbrechen sein. Und über allem schwebt die Frage: Wer hat die Macht? Es ist, soviel ist sicher, nicht per se der Chef – vorausgesetzt, so Luhmann, die Untergebenen beherrschen die Kunst, ihren Vorgesetzten zu lenken. »Unterwachung« ist sein Stichwort und Takt das wichtigste Mittel zum Zweck. Aber Vorsicht: Wer es darin zur Meisterschaft bringt, der wird nicht selten – der neue Chef.
Diese Aufsatzsammlung Niklas Luhmanns, in der zentrale Arbeiten zur funktional-strukturellen Theorie sozialer Systeme vorliegen, ist einer der wichtigsten Ausgangspunkte seiner Theorieentwicklung.
Im Jahr 1966 fällt der Startschuß für eine einzigartige Karriere in der deutschsprachigen Soziologie: Niklas Luhmann wird an der Universität Münster nicht nur promoviert und habilitiert, sondern beginnt auch umstandslos mit der Präsentation seines Programms einer Soziologie als Wissenschaft von den sozialen Systemen. In nur vier Jahren entwirft er in beeindruckender Souveränität die Grundlagen seines Forschungsprogramms der nächsten Jahrzehnte. Die ausführlichen Vorlesungsskripte, die Luhmann beim Verfertigen seiner Theoriegrundlagen und ihrer ersten Anwendung auf Politik und Recht zeigen, werden hier erstmals aus dem Nachlaß publiziert.
»Thema: Theorie der Gesellschaft; Laufzeit: 30 Jahre; Kosten: keine« – so lautet die berühmte Antwort, die Niklas Luhmann Ende der 1960er Jahre auf die Frage nach seinem Forschungsprojekt gab. Der Zeitplan wurde eingehalten: 1997 erschien Die Gesellschaft der Gesellschaft , Luhmanns Opus magnum und Kernstück dieses Vorhabens. So bedeutend dieses Werk, so bemerkenswert seine Vorgeschichte. Denn wie der wissenschaftliche Nachlass des Soziologen zeigt, hat Luhmann im Laufe der Jahrzehnte mehrere weitgehend druckreife und inhaltlich eigenständige Fassungen seiner Gesellschaftstheorie geschrieben. 1975 brachte er die erste dieser Fassungen auf nahezu tausend Typoskriptseiten zum Abschluss. Sie ist ohne Frage die soziologisch reichhaltigste Version einer umfassenden Theorie der Gesellschaft, die aus Luhmanns einzigartigem Forschungsprojekt hervorgegangen ist, und wird nun unter dem Titel Systemtheorie der Gesellschaft erstmals publiziert.
Der Band bietet eines der spektakulärsten Stücke aus Niklas Luhmanns Nachlaß: eine umfassende Darstellung seiner politischen Soziologie aus den späten sechziger Jahren. Er zeigt, wie Luhmann zu der Zeit, als er Adornos Lehrstuhl in Frankfurt vertritt, unbeeindruckt durch die Konjunkturen der zeitgenössischen Ideologiekritik eine Theorie der Politik formuliert, an deren Grundzügen er auch später festhalten wird. Denn anders als seine allgemeine Theorie sozialer Systeme, die er mehrfach revidierte, blieben seine Auffassungen über das politische Teilsystem der modernen Gesellschaft weitgehend unverändert. Der Band bietet so thematisch Neues, ohne methodisch hinter den Stand der späteren Schriften zurückzufallen. Zu den Themen, über die systematische Beiträge von Luhmann bisher nicht bekannt waren, zählen die Bedeutung des Publikums für Verwaltung und Politik sowie die politischen Systeme in den sozialistisch regierten Ländern. Noch ganz im Stil des mündlichen Vortrags, argumentiert Luhmann hier weit deutlicher soziologisch als in seinen späteren Schriften und läßt Anregungen aus anderen wissenschaftlichen Disziplinen zurücktreten. Die beste verfügbare Einführung in Luhmanns politische Soziologie.
Den ersten beiden Büchern mit wissenssoziologischen Untersuchungen, die Niklas Luhmann zu Beginn der 1980er Jahre unter dem Titel Gesellschaftsstruktur und Semantik publiziert hatte, sollte damals ein dritter Band unmittelbar folgen. Nachdem der Aufsatz über »Liebe als Passion«, der in den Band eingehen sollte, sich zu einem eigenen Buch verselbständigt hatte, wurde dieses Projekt nicht verwirklicht. Daneben waren drei weitere Studien geplant: »Sinn, Selbstreferenz und soziokulturelle Evolution«, »Die Ausdifferenzierung von Erkenntnisgewinn« und der bis heute unpublizierte Text »Rationalität in der modernen Gesellschaft«. Die hier vorgelegte Sammlung entspricht diesem ursprünglichen Publikationsplan Luhmanns, nur daß sie anstelle der Liebesuntersuchung zwei andere Texte aufnimmt, die ebenfalls wissenssoziologisch argumentieren: »Zum Begriff der sozialen Klasse« und »Ideengeschichte in soziologischer Perspektive«.
Mit seiner letzten Vorlesung an der Universität Bielefeld verfolgte Niklas Luhmann das Ziel, der modernen Gesellschaft eine Theorie zur Verfügung zu stellen, die ihr neue Spielräume und Navigationsmöglichkeiten eröffnet.
Studien zur Wissenssoziologie der modernen Gesellschaft. Band 4.
185pages
7 heures de lecture
Dieser vierte Band von Niklas Luhmanns Studien zum Zusammenhang von Gesellschaftsstruktur und Semantik zeigt am Thema »Natur«, daß die alte (aristotelische) Paradoxie einer zugleich naturgemäßen (perfekten) und naturwidrigen (korrupten) Natur unter modernen Bedingungen nicht fortgesetzt werden kann.
Der Soziologe aus Bielefeld ist eine Legende. Er zaubert mit hochgewichtigen Begriffen mit der Leggerezza brasilianischer Fußballathleten. Wenn alle Welt nur noch Risiken berechnet, denkt Niklas Luhmann darüber nach, weshalb über das Wünschbare zu reden meistens scheitert. Luhmann stellt spitze Fragen: Kann ein Unternehmen wie Shell von Greenpeace etwas lernen? Wirft ein: Wird bei Wahlen gewählt oder gewürfelt? Verteilt Pillen: Was hat Einfühlsamkeit mit Borniertheit zu tun? Hat Kommunikation einen Zweck? Oder er plaudert aus dem Nähkästchen über die wahrhaft ewigen Probleme: Wie legt man einen vernünftigen Zettelkasten an? Wie wird man mit der Füllmasse überflüssiger Worte in wissenschaftlichen Texten fertig? Aus dem Inhalt: Was ist Kommunikation? Njet-Set und Terror Desperados, Statistische Depression, Borniert und einfühlsam zugleich, Konzeptkunst, Darum Liebe, Lesen lernen.
Ein Mechanismus der Reduktion sozialer Komplexität
148pages
6 heures de lecture
Vertrauen im weitesten Sinne eines Zutrauens zu eigenen Erwartungen ist ein elementarer Tatbestand des sozialen Lebens. Von Vertrauen spricht man im täglichen Leben meist in moralischem Sinne. Dem gegenüber analysiert Luhmann Funktion, Bedingungen und Taktiken des Vertrauens sozialwissenschaftlich. Vor allem wird dabei angestrebt, den Bereich der rationalen Handlungen nach Möglichkeit zu erweitern. Das kann erreicht werden, wenn man in der Lage ist, durch persönliches Vertrauen oder Vertrauen in das Funktionieren gesellschaftlicher Systeme sich auf höhere Risiken einzulassen. Niklas Luhmann unternimmt es also in diesem schon klassisch gewordenen Buch, den in der Alltagssprache und der traditionellen ethischen Vorstellungswelt vielfach besetzten Begriff des Vertrauens im Rahmen theoretischer Soziologie zu erörtern und das in einer so anschaulichen und anregenden Weise, dass das Buch seit langem breite Beachtung gefunden hat – weit über den Kreis der Fachsoziologen hinaus.
Takřka encyklopedické dílo Niklase Luhmanna (1927–1998), jenž patří k nejvýznamnějším a nejoriginálnějším německým myslitelům, je věnováno nejen sociologické teorii, nýbrž zasahuje i do filozofie. Zabírá celé spektrum společenské reality počínaje uměním a kulturou přes politiku, vědu, právo a náboženství až po ekonomii. Komplexnost Luhmannova myšlení stejně jako jeho schopnost originálně analyzovat jakoukoli empirickou materii bývá srovnávána se systematičností Hegelovou; autor ostatně Hegelovu cenu získal.Titul Láska jako vášeň, Luhmannův bestseller z roku 1982, je v našem vydání doplněn právě textem přednášky, kterou autor proslovil v roce 1989 při příležitosti udělení Hegelovy ceny. V knize Láska jako vášeň řadí Luhmann mezi média stimulující komunikaci, jako jsou řeč, tisk a elektronická média, i média symbolická – tedy především moc, peníze, pravdu a lásku. Jejich fungování je podmíněno sémantickým kódováním (samozřejmě za pomoci řeči, písma apod.), tedy sémantikou moci, peněz, pravdy a lásky, jejichž systémová specifičnost představuje takříkajíc kulturní tvar systému v čase a prostoru. Vývoj evropské sémantiky lásky sleduje Luhmann na příkladě francouzské a německé galantní literatury 18. a 19. století. Láska jako vášeň je brilantní ukázkou literární a sociálně historické analýzy, jakož i poutavým líčením životních stylů v dané epoše.
Im Jahr 2002 erschien mit Das Erziehungssystem der Gesellschaft der letzte Band von Niklas Luhmanns epochaler Theorie der Gesellschaft. Dem Erziehungssystem der Gesellschaft widmete Luhmann allerdings bereits seit den siebziger Jahren große Aufmerksamkeit und publizierte eine Vielzahl von Texten, die von einem Lexikonartikel über System und Systemtheorie in einem pädagogischen Wörterbuch über das »Kind als Medium der Erziehung« bis hin zur Reformpädagogik reichen. Dieser Band versammelt erstmals diese verstreut publizierten Texte und bietet somit einen exzellenten überblick über Luhmanns Theorie des Erziehungssystems.
In seiner Soziologie des Risikos entwickelt Niklas Luhmann ein theoretisches Programm für die soziologische Forschung und geht davon aus, dass der Begriff des Risikos wesentliche Aspekte der Zukunftsbeschreibung der heutigen Gesellschaft in die Gegenwart projiziert. Risiko ist danach die Möglichkeit der Auflösung unerwarteter, unwahrscheinlicher schädlicher Folgen durch eine Entscheidung, die einem Entscheider zugerechnet werden kann. Die Prominenz des Themas Risiko hat es daher wesentlich mit der Annahme zu tun, dass unsere Zukunft von gegenwärtig zu treffenden Entscheidungen abhängt. Die einzelnen Kapitel des Buches zeigen, wie sehr und wie verschieden die Funktionssysteme der modernen Gesellschaft, wie Politik, Recht, Wirtschaft, Wissenschaft, auf die ihnen zugemuteten Risikolagen reagieren und wie sich daraufhin eine allgemeine Opposition derjenigen bildet, die an der Entscheidung nicht beteiligt sind, aber deren etwaige Folgen zu tragen haben.
Leser, die den Anschluss an moderne Theorieentwicklung verpasst haben, werden behutsam und anspruchsvoll in die Theorie sozialer Systeme eingeführt und können den Theorieaufbau lektionsweise mitverfolgen. Oft wird das Lesen von Niklas Luhmann als anspruchsvoll und nahezu unmöglich bezeichnet. Dieses Buch stellt jedoch eine Ausnahme dar und bietet einfache Ideen für den Umgang mit schwierigen Fragen sowie Konzepte, die Wahrnehmung, Beschreibung und Denken schulen.
Die Vorlesungen, die bislang nur als Tonbänder vorlagen, sind nun in Buchform zugänglich. Der Herausgeber Dirk Baecker hat darauf geachtet, den mündlichen Sprachduktus zu bewahren. Es handelt sich um ein außergewöhnliches Arbeitsbuch, das interessierte Leser schrittweise in die neue Systemtheorie einführt.
Luhmann selbst führt in seine Theorie ein und zeigt dabei sein souveränes Verständnis einer komplexen Theorie und der Gesellschaft. Die Einführung ermöglicht es dem Publikum, eigenständig mit dieser Theorie zu arbeiten und bietet eine Vielzahl von Konzepten zur Beobachtung von Politik, Wirtschaft, Religion, Wissenschaft, Kunst, Erziehung, Familie und Organisation sowie zur Einschätzung aktueller Fragen der Kognitionsforschung und sozialer Bewegungen.
Das Buch klärt die Grundlagen der allgemeinen und soziologischen Systemtheorie mit präzisen Begriffsvorschlägen und zahlreichen Beispielen und belegt, dass Humor eine wichtige Ressource ernsthafter Theoriearbeit i
Die formal eher essayistisch sich präsentierenden Aufsätze des vorliegenden Buches beziehen Inkommunikabilität strikt auf Kommunikation. Sie gehen der Vermutung nach, daß es im Funktionskomplex Kommunikation Ansatzpunkte für deren Selbstblockade gibt, den Fall also, daß etwas, das kommunikativ geschieht, deswegen, weil es kommunikativ geschieht, nicht kommunikativ geschehen kann. Damit ist eine Paradoxie bezeichnet, von der sich annehmen läßt, daß sie umsteuert, daß sie unsichtbar gemacht werden muß, wenn Kommunikationskatastrophen vermieden werden sollen. Die Absicht, die sich im Durchspielen dieser These spiegelt, richtet sich auf das Erweitern einer zu engen Sichtweise dessen, was man als die Einheit des Sozialen bezeichnet hat: Kommunikation.
Vor etwas mehr als zehn Jahren ist Niklas Luhmann, einer der wichtigsten und wirkungsmächtigsten Denker der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, verstorben. Obwohl sein umfangreiches theoretisches Werk als komplex und schwer verständlich gilt, ist es eines der wohl erfolgreichsten und populärsten Theorieangebote nicht nur im deutschen Sprachraum, sondern auch international. In seinen Gesprächen und Interviews erweist sich Luhmann als ein faszinierender Gesprächspartner, dessen Weitsicht zu politischen Problemstellungen und Fragen der Kunst und Massenmedien immer wieder verblüfft. Nach »Warum haben Sie keinen Fernseher, Herr Luhmann?« wird in »Was tun, Herr Luhmann?« eine Auswahl der mit ihm geführten Interviews (mit Hans-Dieter Huber, Klaus Taschwer, Rudolf Maresch, Dirk Knipphals/Christian Schlüter, Gerald Breyer/Niels Werber) aus den neunziger Jahren abgedruckt, in denen es schwerpunktmäßig um Fragen der Politik und Kunst geht.
Niklas Luhmann versucht, über den Diskussionsstand in der Soziologie hinauszuführen. Er geht davon aus, daß ein Paradigmawechsel in der allgemeinen Systemtheorie auch für die Theorie sozialer Systeme neue Chancen eröffnet und die üblichen Einwände gegen einen »technologischen« Einsatz des Systembegriffs ausräumt. Das Buch versucht, eine begriffliche Komplexität und Interdependenz mit den Mitteln der normalen Sprache darzustellen. Die Einheit der Theorie liegt in der Abgestimmtheit einer großen Zahl von Begriffsentscheidungen, die zum Teil im Rückblick auf die soziologische Tradition und zum Teil im Anschluß an Vorgaben aus der Kybernetik, der Biologie, der Kommunikationstheorie und der Evolutionstheorie gewonnen sind. Luhmann sieht in diesem Kombinationsversuch eine wesentliche Voraussetzung für weitere Arbeiten an einer Theorie der modernen Gesellschaft.
Niklas Luhmann wurde am 8. Dezember 1927 in Lüneburg geboren und starb am 6. November 1998 in Oerlinghausen. Im Alter von 17 Jahren wurde er als Luftwaffenhelfer eingezogen und verbrachte 1945 die Zeit in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Von 1946 bis 1949 studierte er Rechtswissenschaften in Freiburg und absolvierte seine Referendarausbildung. 1952 begann er mit dem Aufbau seiner berühmten Zettelkästen. Von 1954 bis 1962 war er Verwaltungsbeamter in Lüneburg, zunächst am Oberverwaltungsgericht und dann im niedersächsischen Kultusministerium. 1960 heiratete er Ursula von Walter, mit der er drei Kinder hatte. Seine Frau verstarb 1977. Luhmann erhielt 1960/1961 ein Stipendium für die Harvard-Universität, wo er mit Talcott Parsons und dessen strukturfunktionaler Systemtheorie in Kontakt kam. 1964 veröffentlichte er sein erstes Buch, und 1965 wurde er von Helmut Schelsky als Abteilungsleiter an die Sozialforschungsstelle Dortmund berufen. 1966 wurden seine Arbeiten als Dissertation und Habilitation an der Universität Münster angenommen. Von 1968 bis 1993 lehrte er Soziologie an der Universität Bielefeld. 1997 erschien sein Hauptwerk, das Resultat von dreißig Jahren Forschung.
Die traditionelle Frage an die Kunst war und ist die nach ihrem Wesen – die ehrwürdigen Antworten, die gegeben wurden, waren jedoch von kurzer Halbwertszeit. Denn Kunst verändert sich – ganz im Gegensatz zu den Wesensdefinitionen ihrer Beobachter.
Im Jahr 1976 stellt allerdings der Wegbereiter der Systemtheorie eine neue, überraschende Frage: »Ist Kunst codierbar?« Dahinter steht die völlig anders ansetzende These, daß Kunst sich im Unterschied zu wirtschaftlichen, politischen oder wissenschaftlichen Operationen durch die spezifische Codierung ihrer Kommunikationen auszeichne. Dieser Neuansatz hat zu einer äußerst fruchtbaren und weltweit wie interdisziplinär geführten Diskussion geführt. Dieser Band versammelt Luhmanns maßgebliche Beiträge zur Systemtheorie der Kunst und Literatur und einige unpublizierte Texte aus dem Nachlaß. Eine Skizze dieses Ansatzes und seiner Wirkungsgeschichte bietet dabei das Nachwort zu dieser Textsammlung.
Der Nachlaß des 1998 verstorbenen Soziologen und Systemtheoretikers Niklas Luhmann umfasst mehrere nahezu fertiggestellte Buchmanuskripte, darunter eine umfassende Analyse des Erziehungssystems der Gesellschaft. Diese Monographie erweitert und revidiert teilweise den 1979 gemeinsam mit Karl Eberhard Schorr verfassten Text „Reflexionsprobleme im Erziehungssystem“, der in der Erziehungswissenschaft eine langanhaltende Debatte auslöste. In dieser Debatte wurde der systemtheoretischen Soziologie die Eignung zur Analyse des Erziehungssystems abgesprochen. Luhmann hingegen versteht seine Arbeit als gesellschaftstheoretische (Wieder-) Beschreibung von Erziehung. Er argumentiert, dass die Pädagogik als Reflexionstheorie des Erziehungssystems vor einer entscheidenden Herausforderung steht und plädiert für eine ernsthafte Auseinandersetzung zwischen Pädagogik und Gesellschaftstheorie. Die Analyse wird zudem im Kontext der konstruktivistischen Überlegungen in beiden Disziplinen betrachtet und wird voraussichtlich neue Diskussionen anstoßen.
Ich verstehe unter Moral eine besondere Art von Kommunikation, die Hinweise auf Achtung oder Mißachtung mitführt. Dabei geht es nicht um gute oder schlechte Leistungen in spezifischen Hinsichten, etwa als Astronaut, Musiker, Forscher oder Fußballspieler, sondern um die ganze Person, soweit sie als Teilnehmer an Kommunikation geschätzt wird. Achtung oder Mißachtung wird typisch nur unter besonderen Bedingungen zuerkannt. Moral ist die jeweils gebrauchsfähige Gesamtheit solcher Bedingungen. Nur wenn es brenzlig wird, hat man Anlaß, die Bedingungen anzudeuten oder gar explizit zu nennen, unter denen man andere bzw. sich selber achtet oder nicht achtet. Der Bereich der Moral wird hiermit empirisch eingegrenzt und nicht etwa als Anwendungsbereich bestimmter Normen oder Regeln oder Werte definiert. Das hat den Vorzug höherer Eindeutigkeit im Vergleich zu Versuchen, die Spezifik moralischer (etwa im Unterschied zu rechtlichen) Regeln auf der Ebene der Normen oder Werte zu bestimmen. (Niklas Luhmann)
Was ist Macht? Ist sie etwas, das man von jemandem übernimmt, um es für eine gewisse Zeit zu besitzen und dann an wieder andere weiterzugeben – wie einen Kühlschrank, einen Gebrauchtwagen oder ein Eigenheim? Diese dinghafte Konzeption von Macht trifft nur unter bestimmten Bedingungen und dann auch nur partiell zu. Sie kann daher keine Grundlage einer allgemeinen Machtheorie sein. Ähnliches gilt für die Vorstellung, in Hierarchien liege die größte Macht an der Spitze, oder für jene, daß jedem Machtgewinn ein Machtverlust anderer entspreche. Niklas Luhmann hat bekanntlich eine allgemeiner ansetzende Theorie der Macht entworfen, die den Kreis dieser einfachen Machtbegriffe mit soziologischen Denkmitteln durchbricht und zeigt, wie sehr Machtlagen von Gesellschaftsstrukturen und insbesondere von Differenzierungsformen abhängen und sich mit ihnen ändern. »Macht im System« entstand in den späten 1960er Jahren und wird nun erstmals aus dem Nachlaß des großen Soziologen publiziert. Ähnlich wie die Studie »Liebe. Eine Übung« zeugt der Text von der Bedeutung seines Themas im Frühwerk Luhmanns, der hier – anders als in späteren Fassungen seiner Machttheorie – eher systemtheoretisch als kommunikationstheoretisch argumentiert. »Macht im System« ist somit auch ein aufschlußreiches Dokument der Systemtheorie im Werden.
Die Proklamation der „Postmoderne“ hatte mindestens ein Verdienst. Sie hat bekannt gemacht, daß die moderne Gesellschaft das Vertrauen in die Richtigkeit ihrer eigenen Selbstbeschreibungen verloren hat. Vielleicht hatte das Stichwort der Postmoderne nur eine andere, variantenreichere Beschreibung der Moderne versprechen wollen, die ihre eigene Einheit nur noch negativ vorstellen kann als Unmöglichkeit eines métarécit. Wir mögen gern konzedieren, daß es keine verbindliche Repräsentation der Gesellschaft in der Gesellschaft gibt. Aber das wäre dann nicht das Ende, sondern der Beginn einer Reflexion der Form von Selbstbeobachtungen und Selbstbeschreibungen eines Systems, die im System selbst vorgeschlagen und durchgesetzt werden müssen in einem Prozeß, der seinerseits wieder beobachtet und beschrieben wird. Die hier publizierten Texte gehen von der Überzeugung aus, daß darüber etwas ausgesagt werden kann, ja, daß Theoriematerialien schon verfügbar sind, die nur auf dieses Thema der Beobachtungen der Moderne hingeführt werden müssen.
4. Aufl., Es gibt viele widerspruchsreiche Versuche, das Phänomen der Macht auf einen theoretisch und empirisch erfolgreichen Begriff zu bringen. Angesichts dieser Lage kann eine Theorie der Macht sich nicht mit einer beschreibenden Deutung, mit einer Wesensanalyse begnügen, die mehr oder weniger voraussetzt, was sie als Resultat herausholt. Auch Versuche, den Begriff an sich selbst zu analysieren und in seine verschiedenen Bedeutungen auseinander zu legen, führen nicht weiter. Luhmanns Überlegungen führen zurück auf die Gesellschaft als Bedingung der Möglichkeit von Macht, also eine Machttheorie auf dem Umweg über eine Gesellschaftstheorie. Es geht um Klärung, was es besagen könnte, wenn man Macht als symbolisch generalisiertes Medium der Kommunikation behandelt und Machtanalysen (insbes. von Geld,Wahrheit und Liebe) auf diese Weise in einen gesellschaftstheoretischen Zusammenhang einordnet.
Dieses Buch bietet eine kompakte (und wahrscheinlich die verständlichste) Zusammenfassung der Systemtheorie. Dabei wird die Frage nach den ökologischen Risiken der modernen Gesellschaft aus Sicht Luhmanns beantwortet.
Das Nachdenken über Moral gilt gemeinhin als Domäne der Philosophie. Um so überraschender mag es erscheinen, daß mit Niklas Luhmann einer der einflußreichsten Vertreter der Soziologie des 20. Jahrhunderts sich seit den spätern 60er Jahren bis kurz vor seinem Tod im Jahre 1998 kontinuierlich mit moraltheoretischen Fragen auseinandergesetzt hat. Der vorliegende Band präsentiert erstmals die wichtigsten Texte Luhmanns zu einer Theorie der Moral. Luhmanns großes Projekt – eine Theorie der Gesellschaft – bestimmt auch seinen Blick auf die Moral, die er nicht, wie in der Philosophie üblich, substantiell betrachtet, sondern funktional. In einer individualisierten Gesellschaft stellt sich aus seiner Perspektive stets die Frage, wie Handlungskoordinationen auf der Ebene der Interaktionen möglich sind. Hier gewinnen moralische, aber auch rechtliche Regeln und Konventionen ihre Bedeutung. Um diese zu erfassen, bedarf es laut Luhmann einer Reflexionstheorie der Moral, deren Konturen in den hier versammelten Aufsätzen sichtbar werden.
Unter dem Titel Die Kunst der Gesellschaft setzt dieses Buch eine Reihe von Publikationen fort, die der Ausarbeitung einer Theorie der Gesellschaft dienen. Das Gesamtunternehmen – Die Gesellschaft der Gesellschaft - sucht Distanz zu vorherrschenden Gesellschaftstheorien, die ihren Gegenstandsbereich durch mehr oder weniger normative, jedenfalls integrative Einheitskonzepte zu beschreiben versuchen.
Luhmanns Studie versucht, eine Vorstellung von der Interdependenz zahlreicher Problemkreise zu vermitteln, in die eine Gesellschaft sich verstrickt, die ihr Recht nicht mehr durch invariant vorgefundene Wahrheiten, sondern nur oder doch primär durch Teilnahme an Verfahren legitimiert.
Der vorliegende Band, an dem Niklas Luhmann bis kurz vor seinem Tod 1998 gearbeitet hat, ist nicht nur als Beitrag zur politischen Soziologie, sondern auch zur Gesellschaftstheorie angelegt. In beiden Hinsichten wird deutlich, wie sehr eine solche Fremdbeschreibung der Politik sich von den bisher dominierenden Traditionen der politischen Selbstbeschreibung unterscheidet. Die historische Semantik von Begriffen wie »Repräsentation« oder »Souveränität«, wie »Staatlichkeit« oder »Demokratie« wird mit dem Vorschlag einer systemtheoretischen Rekonstruktion konfrontiert, der die genuin politische Funktion solcher Begriffe dadurch erkennbar macht, daß er sich selbst gerade nicht der Politik, sondern der Wissenschaft und damit einem völlig anderen Funktionsbereich zuordnet.
Die vorliegende Beschreibung der Wirtschaft der Gesellschaft, die sich für beide Aspekte, den Erfolg und die Gefährdung, interessiert, setzt dort an, wo die Wirtschaft selbst sich bereits aufhält: an einer höchst eigenartigen Gemengelage von Instabilität und Stabilität, von hochgradiger Temporalisierung und Unbeweglichkeit, von Entsachlichung und Erfindungsreichtum, von Bestimmtheit und Unbestimmtheit aller elementaren Operationen. Sie beschreibt die Instabilität selbst als Reproduktionsmechanismus und fragt von dort aus nach den Auswirkungen einer sich selbst destabilisierenden Wirtschaft auf zum Beispiel Politik und Erziehung, natürliche Ressourcen und menschliche Motive.
Individuen erkennt man daran, dass sie einen Knick in der Optik haben, wodurch sie öffentlichen Dingen und Ereignissen einen persönlichen, oft verborgenen Sinn verleihen. Diese individuelle Wahrnehmung kann dazu führen, dass das Verhalten anderer, wie die Langsamkeit eines Mitmenschen, als Ausdruck der eigenen Ungeduld interpretiert wird. Diese Art des Erlebens ist nicht immer konsensfähig. Es kann jedoch vorkommen, dass jemand, anstatt einfach abzulehnen, sich in die eigene Perspektive hineinversetzt und diese durch eigenes Handeln bestätigt. Wenn er schneller handelt, anstatt Ungeduld zu zeigen, wird die eigene Wahrnehmung zwar weiterhin als unmaßgeblich betrachtet, gewinnt aber für diesen anderen eine motivierende Kraft. Dies erleichtert es, authentisch zu sein. Niklas Luhmann sieht in dieser Bestätigung fremden Erlebens durch Handlungen die kommunikative Grundlage für das, was wir Liebe nennen. Sein 1982 erschienener Klassiker beleuchtet die Ideengeschichte des Themas. Der nun edierte Aufsatz, ursprünglich 1969 für eines der ersten Bielefelder Seminare verfasst, behandelt die Liebe ohne akademischen Ballast und bietet eine klare, prägnante Darstellung der bis heute einzigartigen soziologischen Theorie der Liebe.
Nach mehrjähriger Tätigkeit in der niedersächsischen Ministerialverwaltung und einem Aufenthalt bei Talcott Parsons in Harvard wechselte der studierte Jurist Niklas Luhmann Anfang der 1960er Jahre an die Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer. Dort entstand der Entwurf einer allgemeinen Theorie der Verwaltung, welche die Verwaltungswissenschaft auf ein neues Fundament stellen sollte. Er wird nun unter dem Titel Die Grenzen der Verwaltung erstmals publiziert.In souveräner Argumentation bestimmt Luhmann darin zunächst, was er als die Aufgabe einer Verwaltungsorganisation sieht: das Erzeugen verbindlicher Entscheidungen, um sich dann der wesentlichen Herausforderung zuzuwenden, der sich ein solches soziales System gegenübersieht: dem Management seiner eigenen Grenzen. Mit wenigen systemtheoretischen Begriffen und angereichert durch die eigene praktische Erfahrung, zeigt er, wie Verwaltungen die unterschiedlichen Erwartungen ihrer Umwelten so ausbalancieren, dass ihre Grenzen stabil und ihre Strukturen funktionsfähig bleiben. Auch knapp 60 Jahre nach der Niederschrift erweist sich dies als ein höchst origineller Zugriff auf die Verwaltung – das Rückgrat der modernen Gesellschaft.
Obsah: 1 Herbert Spencer: POTŘEBA SOCIOLOGICKÉHO STUDIA 2 Niklas Luhmann: VÝVOJ SPOLEČNOSTÍ A PRÁVA 3 Arnošt Inocenc Bláha: SOCIOLOGIE PRÁVA 4 Emanuel Chalupný: PRÁVO A MRAVNOST 5 Pitirim Sorokin: SOCIÁLNÍ FUNKCE PRÁVA 6 Theodor Geiger: PRÁVO A MOC (Variace na staré téma) 7 Eugen Ehrlich: STÁT A PRÁVO 8 Max Weber: DIFERENCIACE PRÁVNÍCH ODVĚTVÍ 9 Pjotr Ivanovic ŠTŮČKA: PRÁVO — REVOLUCE 10 Adam Podgorecki: SPOLEČENSKÉ PODMÍNKY ÚČINNÉHOPŮSOBENI PRÁVNÍCH PŘEDPISŮ 11 Friederich August von HAYEK: „NOMOS: PRÁVO SVOBODY“
Die sechsbändige Edition bietet eine umfassende Sammlung von Niklas Luhmanns Aufsätzen und Vorträgen zur Organisationssoziologie, die schwer zugänglich sind. Neben bereits veröffentlichten Texten umfasst der Ergänzungsband auch unveröffentlichte Materialien, darunter alle Rezensionen und Lexikonartikel sowie zwei Vorlesungskonzepte. Diese Sammlung ermöglicht einen tiefen Einblick in Luhmanns Denken und seine Beiträge zur Theorie der Organisation.
Die vollständige Edition der Aufsätze und Vorträge von Niklas Luhmann zum Thema Organisation bietet einen umfassenden Einblick in seine Gedankenwelt. In sechs Bänden werden schwer auffindbare Texte sowie bisher unveröffentlichte Materialien präsentiert, die Luhmanns innovative Ansätze zur Organisationsforschung beleuchten. Diese Sammlung ist ein wertvolles Werk für alle, die sich mit den komplexen Strukturen und Dynamiken von Organisationen auseinandersetzen möchten.
Rechtsoziologie 1 von Niklas Luhmann bietet eine tiefgehende Analyse der sozialen Dimensionen des Rechts. Der Autor untersucht, wie rechtliche Normen und soziale Strukturen miteinander interagieren und die Funktion des Rechts in der Gesellschaft.
Mit diesem sechsbändigen Werk erscheint erstmals eine vollständige Edition der Aufsätze und Vorträge Niklas Luhmanns zum Thema Organisation. Die Bände präsentieren schwer auffindbare Texte und bisher unveröffentlichte Materialien. Dieser abschließende Band enthält Annotationen, Bibliografie, Register und weitere Hilfsmittel zur Erschließung der Texte. „Ohne Organisation geht es nicht. Mit Organisation geht es auch nicht.“ Niklas Luhmann, 1975
Mit diesem sechsbändigen Werk erscheint erstmals eine vollständige Edition der Aufsätze und Vorträge Niklas Luhmanns zum Thema Organisation. Die Bände präsentieren schwer auffindbare Texte und bisher unveröffentlichte Materialien.
Mit diesem sechsbändigen Werk erscheint erstmals eine vollständige Edition der Aufsätze und Vorträge Niklas Luhmanns zum Thema Organisation. Die Bände präsentieren schwer auffindbare Texte und bisher unveröffentlichte Materialien. Auch der dritte Band enthält Texte aus den Jahren 1970-1998. Analysiert werden Organisationstypen in Funktionssystemen der Gesellschaft: Kirchen, Schulen, Universitäten, Unternehmen, Parteien, Verwaltungen, Gerichte, usw. „Viel spricht aber dafür, daß die Organisationen autonom geworden sind in der Frage, wie sie intern über Abhängigkeiten und Unabhängigkeiten im Verhältnis zur Umwelt disponieren. Und eben das setzt sie instand, Autoritätsverluste, die gesellschaftlich unvermeidlich geworden sind, auf eine hochdifferenzierte, heterogene und unübersichtliche Weise zu kompensieren.“ Niklas Luhmann, 1994
Mit diesem sechsbändigen Werk erscheint erstmals eine vollständige Edition der Aufsätze und Vorträge Niklas Luhmanns zum Thema Organisation. Die Bände präsentieren schwer auffindbare Texte und bisher unveröffentlichte Materialien. Band 2 dokumentiert Arbeiten zu Organisation und Gesellschaft aus den Jahren 1970-1998. Sie entwickeln eine allgemeine Theorie der Organisation, die zunehmend einsoziologisches Konzept der Entscheidung fokussiert. „Und der Verdacht liegt dann nahe, daß die Semantik der Rationalität wieein Singen und Pfeifen im Dunkeln praktiziert wird, um Unsicherheit undAngst zu vertreiben. (...) Das Problem liegt also nicht nur in den klassischenEntscheidungsschwierigkeiten oder in den Rationalitätsdefiziten. In einemsehr viel radikaleren Sinne geht es um ein Überleben unter Entscheidungsdruck,um die Darstellbarkeit des Verhaltens als vertretbare Entscheidungin späteren Situationen ...“Niklas Luhmann, 1984
Niklas Luhmann ist eine feste Größe in der geistigen Landschaft der Bundesrepublik Deutschland und mit seinen Werken weit über deren Grenzen hinaus bekannt. Drei der letzten Interviews mit dem 1998 verstorbenen Wissenschaftler gewähren den Lesern ungewöhnliche Einblicke in seine Biografie und sein Wirken. So lesen sich etwa die kritische Haltung zu den ersten Studentenprotesten oder die Äußerungen zu seinen verschrobenen Arbeitstechniken wie persönliche Offenbarungen. In einem den Band ergänzenden Gespräch zwischen Dirk Baecker, Norbert Bolz und Wolfgang Hagen steht neben dem Spannungsverhältnis zwischen Soziologie und Massenmedien die Persönlichkeit Luhmanns im Vordergrund. Ein Buch, das mit Schlagfertigkeit und Präzision an einen großen Denker des 20. Jahrhunderts heranführt. Ein anregendes Interview-Buch, das ein neues Schlaglicht auf die Funktionsweise der Massenmedien wirft. (DeutschlandRadio)Eine empfehlenswerte, kurzweilige Lektüre, nicht nur für zwischendurch! (Systhema)Man erfährt darin, warum man ohne Fernseher leben und doch etwas von Medien verstehen kann. (Die Presse)Die beläufig trockene Art, mit der Luhmann im Interview mit Alexander Kluge über Kollegen spricht, lässt jedesmal etwas wesentliches aufblitzen. (Christian Geyer, FAZ)
Die in diesem Band zusammengefassten Studien aus dem Bereich von Politik und Verwaltung versuchen, unter jeweils begrenztem Blickpunkt Funktionen und damit Variationsmoglichkeiten im Gegenstandsfeld zu klaren und damit abzutasten, wieviel Zukunft in der Sache selbst steckt. Nur im vorletzten und vor allem im letzten Beitrag wird die Reformmoglichkeit selbst zum Thema. Sie munden in die Forderung nach einer modellgeleiteten Technik des restriktiven Problematisierens."
Dieses Buch analysiert zentrale Reflexionsprobleme des Erziehungssystems aus soziologischer Sicht, nämlich die Autonomie der Erziehung, die pädagogisch-didaktische Technologie und die selektive Funktion des Erziehens für »Karriere« innerhalb und außerhalb von Schulen und Hochschulen. Dabei zeigt sich, daß eine moderne Gesellschaft der Erziehungswissenschaft als Beitrag abverlangt, eine selbstreferentiell korrigierbare Theorie zu entwickeln. »Es genügt nicht, nur nochmals anzunehmen, was man immer schon gesucht hatte: eine ›wirklichkeitsnahe‹ Erziehungswissenschaft. Es reicht auch nicht aus, auf ›wissenschaftliche Durchdringung‹ zu setzen, wo es darauf ankäme, an den geisteswissenschaftlichen Anspruch der ›Wissensvergewisserung‹ anzuschließen. Dafür bedarf es zunächst des ›Muts zur Abstraktion‹ von jenen vertrauten Kontroversen und ihren begrifflichen Mitteln. Ferner muß Selbstreferenz als wirklichkeitsimmanente Struktur begriffen werden. Nur damit kommt man über die Isolierung einer sich subjektbezogen verstehenden Wissenschaft hinweg.«
Organisationsbildung setzt eine Erkennungsregel voraus, die erlaubt festzustellen, welche Handlungen und unter welchen Aspekten sie als Entscheidungen der Organisation zu gelten haben. Diese Erkenntnisregel ist zunächst und vor allem eine Mitgliedschaftsregel. Sie legt fest, wer als Mitglied des Systems angesehen wird und in welchen Rollen diese Mitgliedschaft ausgeübt werden kann. Durch Personalauswahl und Rollendefinition wird die Organisation gegen das sie umgebende sonstige Soziale abgegrenzt und ausdifferenziert. 35 Jahre nach der erstmaligen Veröffentlichung von „Funktionen und Folgen formaler Organisation“ schließt „Organisation und Entscheidung“ das Gesamtwerk Niklas Luhmanns mit einem weiteren Grundlagenwerk zur soziologischen Theorie formaler Organisationen ab.
Ce volume présente une série de commentaires sur les chapitres clés de l'œuvre majeure de Niklas Luhmann sur le droit. Le commentaire coopératif s'appuie également sur d'autres publications de l'auteur pour mettre en lumière l'apport de la théorie juridique systémique à la théorie du droit en général. On y trouve des réflexions sur l'univers du droit chez Luhmann, son rapport avec les grands classiques de la théorie juridique, ainsi que des concepts essentiels de la théorie des systèmes appliqués au droit, tels que système et environnement, couplage, fermeture et ouverture opérationnelle, irritation, différenciation du droit, paradoxe et droits subjectifs. Des catégories classiques de la théorie juridique, comme la justice, l'argumentation juridique, la légitimité, et les relations entre droit, politique et morale, sont également examinées. En outre, le commentaire aborde la manière dont la théorie luhmannienne peut éclairer la différenciation dans des domaines spécifiques, notamment le droit criminel et la formation de l'Union européenne en tant que communauté juridique et politique. Ces contributions visent à enrichir la compréhension des enjeux contemporains du droit à travers le prisme de la théorie systémique.
Über die Funktion von Zwecken in sozialen Systemen
390pages
14 heures de lecture
Mit seinem Entwurf einer Systemtheorie erneuert Luhmann den von der gegenwärtigen Soziologie vernachlässigten Versuch, Gesellschaft im ganzen zu begreifen. Er untersucht die Funktion der Zweckorientierung in sozialen Systemen und bestimmt sie als Reduktion von Komplexität, als Vereinfachung, die das System handlungsfähig macht.