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Stephanie Kroll

    Das Laboratorium bei Bruno Latour. Von den Laborstudien zu AIME
    • 2015

      Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Soziologie - Klassiker und Theorierichtungen, Note: 1,3, Universität Hamburg (Soziologie), Veranstaltung: Bruno Latour: Netzwerke und Existenzweisen, Sprache: Deutsch, Abstract: Vor 1970 wurden Labore aus technologischer und organisatorischer Sicht betrachtet. Ende der Siebziger und in den Achtzigern änderte sich jedoch die Perspektive, und das wissenschaftliche Labor wurde Gegenstand wissenssoziologischer Analysen und ethnologischer Studien. Bruno Latour, der damals weder Soziologe noch Anthropologe war, trug maßgeblich zu den neuen Science Studies bei. Während andere Theoretiker die Organisationsstruktur des Labors und die normative Struktur wissenschaftlichen Arbeitens untersuchten, fokussierte Latour auf die anthropologische Analyse der Etablierung wissenschaftlichen Wissens und der Praktiken, die zur Konstruktion wissenschaftlicher Tatsachen führen. Diese neue Denkweise stellt nicht die Ergebnisse, sondern die Produktion von Tatsachen in den Mittelpunkt. In seinen frühen Werken "Laboratory Life" und "Science in Action" entwickelt Latour einen anthropologischen Beobachter, der das Labor kulturtheoretisch betrachtet und alle Abläufe kritisch hinterfragt. Dabei stehen nicht nur Wissenschaftler, sondern auch menschliche und nichtmenschliche Aktanten im Fokus, die gemeinsam zur Produktion wissenschaftlicher Tatsachen beitragen. Latour überwinden die Subjekt-Objekt-Dichotomie und b

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