En dressant le portrait d'une cinquantaine d'auteures liées par la même soif d'écriture, depuis le Moyen Age (Hildegarde de Bingen) jusqu'à aujourd'hui (Toni Morrison), cet ouvrage montre que les obstacles qui se sont sans cesse dressés devant elles les ont vouées à un anticonformisme qui allait les mettre en danger.
« Lire, c'est oublier, tout oublier, y compris ses lectures passées, toutes ces histoires qui sommeillent dans nos arrière-mémoires et qui ne demandent qu'à resurgir à l'improviste, ces pages entières qui nous tombent dessus - mais jamais, justement, quand on lit, quand on lit vraiment. Lire, c'est dégager le terrain, faire table rase, retrouver l'innocence. » Laure Adler
München 1900 wird zum Laboratorium der Moderne, als eine Gruppe mutiger Künstler und Denker wie Franziska zu Reventlow, Frank Wedekind, Hedwig Pringsheim, Thomas Mann, Lou Andreas Salomé, Rainer Maria Rilke, Marianne von Werefkin und Wassily Kandinsky in die damals modernste deutsche Stadt aufbricht, um ein freieres, emanzipiertes Leben zu führen. Ihre inspirierenden Schicksale verdeutlichen, dass in dieser Zeit viele Entwicklungen ihren Anfang nahmen, die bis heute nachwirken. Zwischen 1886 und 1914 erlebt München einen kulturellen Aufbruch, der Psychotherapie, Jugendstil, Secession, Satirezeitschriften, Frauenemanzipation und fluide Geschlechter umfasst. Hier wird Jugend als Lebensgefühl erkannt, und ein Hypnosearzt entwickelt die Verhaltenstherapie. Um die Kunst vor Bevormundung zu schützen, entsteht die erste Secession, gefolgt vom Blauen Reiter und der abstrakten Kunst. Neue Zeitschriften und Kabaretts machen München zur Satirehauptstadt des Reiches. Franziska zu Reventlow zeigt, dass freie Liebe nicht länger Männersache ist, während der moderne Tanz die traditionellen Geschlechterrollen und Identitäten auflöst. Dieses Panorama des Aufbruchs und der Veränderung wird von talentierten Frauen und Männern geprägt, die diese Transformation herbeigesehnt und erkämpft haben.
Johann Wolfgang Goethe und die Erfahrung der Natur
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Stefan Bollmann präsentiert in dieser Biographie ein überraschend neues Bild von Johann Wolfgang von Goethe, dem Dichterfürsten, und beleuchtet seinen Aspekt als Naturforscher und Naturschriftsteller. Die Erzählung fokussiert auf Goethes lebenslange Erfahrung mit der Natur und deren Relevanz für die heutige Zeit. Goethe (1749–1832) war nicht nur ein bedeutender Schriftsteller, sondern auch ein intensiver Beobachter der Natur, was sich in seinem umfangreichen literarischen Werk widerspiegelt. Bollmann erschließt Goethes oft vernachlässigtes Naturverständnis und vermittelt uns eine neue Perspektive auf ihn. Auf einer spannenden Entdeckungsreise durch Goethes Landschaften, Texte und Gedanken begleiten wir ihn in Italien, der Schweiz sowie bei seinen Forschungen in Thüringen und im Harz. Wir erleben seine geologischen, anatomischen, botanischen und optischen Studien und seine Freundschaft mit Alexander von Humboldt. Diese Biographie regt dazu an, unsere eigene Sehnsucht nach der Natur neu zu verstehen und lehrt uns, unsere Position innerhalb der Natur zu überdenken. Es ist eine bedeutende Geschichte der Naturwahrnehmung, die zeigt, wie Goethes sinnliche Erfahrung der Natur auch heute noch unsere Humanität und Lebendigkeit prägen kann.
Von Aussteigern, Veganern und Lebenskünstlern
Das 20. Jahrhundert ist noch kein Jahr alt, da macht sich eine Gruppe junger Aussteiger nach Ascona an den Lago Maggiore auf und gründet eine Kommune auf dem Monte Verità – dem Berg der Wahrheit. Sie träumen den Traum vom wahren Leben, ernähren sich vegan, tanzen, propagieren die freie Liebe und verehren das Licht des Südens. Schon bald verbreitet sich ihr Ruf in der ganzen Welt und immer mehr Literaten, Künstler, arme und reiche Bohemiens folgen ihnen ins Tessin: Erich Mühsam, Hermann Hesse, Käthe Kruse, Marianne von Werefkin und viele andere.Das mitreißende Panorama der ersten modernen Gegenkultur – faszinierend und unterhaltsam.
Ausstattung: mit Abb.
In "Frauen, die lesen, sind gefährlich" untersucht Stefan Bollmann die Lesegeschichte von Frauen und deren Einfluss auf Wissen und Selbstbewusstsein. Das Buch, neu im gebundenen Liebhaberinnenformat, präsentiert lesende Frauen in Kunstwerken vom Mittelalter bis zur Gegenwart, mit Fokus auf dem 19. und 20. Jahrhundert.
Es ist noch nicht so lange her, da schrieb man sich in Briefen die Sorgen von der Seele, erzählte von Liebe und Leid, hoffte, die erzieherischen Empfehlungen würden Gehör finden, berichtete von weiten Reisen und vielem mehr. Und auf der anderen Seite wurden diese Briefe mit verzehrender Sehnsucht, heimlicher und offener Freude, aber auch großer Furcht und Angriffslust erwartet. Vor allem Frauen erfassten ›schreibselige Rappel‹, wie Caroline Schlegel die Leidenschaft des Briefeschreibens nannte. Stefan Bollmann stellt Briefeschreiberinnen aus fünf Jahrhunderten vor, darunter Katharina die Große, Cosima Wagner, Emily Dickinson, Lilli Jahn, Hilde Spiel und viele andere.
Vordenkerinnen und Rebellinen, Frauenrechtlerinnen und Forscherinnen, Philosophinnen und Publizistinnen – Frauen, die sich das Denken nie verbieten ließen, Systeme kritisierten, in männliche Wissensdomänen vordrangen und bestehende Denkmodelle hinterfragten. Vieles hat sich durch ihren Mut und Einsatz verändert, und doch sind Frauen, die ihre Meinung frei äußern, auch heute noch ebenso gefährlich wie gefährdet – und dabei grandios unterschätzt. Stefan Bollmann stellt in diesem Buch zahlreiche inspirierende Frauenbiografien vor – weibliche Lebensentwürfe, die von dem Wunsch geprägt waren, die Welt zu verändern und die Widerstände, auf die sie dabei stoßen, zu überwinden.