Discours de la servitude volontaire
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Étienne de La Boétie fut un philosophe et écrivain français, considéré comme un fondateur de la philosophie politique moderne en France. Il est surtout connu comme le grand ami de Michel de Montaigne. Son œuvre a considérablement influencé la pensée anarchiste. Les écrits de La Boétie explorent les thèmes du droit naturel et de la liberté.






Výjimečně prozíravý, ba prorocký text napsaný téměř před pěti sty lety přináší pronikavou úvahu s nadčasovou platností o podstatě tyranské vlády a poddanství. Její autor jako první v dějinách evropského myšlení obrací naruby tradiční představu o vztahu mezi vládcem a ovládaným, mezi pánem a rabem. Nezaměřuje se totiž na analýzu moci, mocenského aparátu, nýbrž vychází z vůle pokořeného, z jeho chtění: ovládaný není pasivní obětí v rukou despotického tyrana, nýbrž sám chce být ovládán. Proč?
Ins Deutsche übertragen von Gustav Landauer
Der Discours von La Boétie untersucht, wie Menschen freiwillig Tyrannei akzeptieren. Er fragt, warum ein Tyrann Macht über die Bürger hat und betont, dass Unterdrückte oft selbst zur Unterdrückung beitragen. Der Text wird durch Kommentare von Landauer und Nettlau ergänzt, die die Thematik weiter vertiefen.
Französisch-Deutsch
Der Titel „Freiwillige Knechtschaft“ regt zum Nachdenken an: Wer wählt schon freiwillig die Unfreiheit? Étienne de La Boétie, der Autor, sieht darin keinen Sinn, da die Unterdrückten zahlenmäßig überlegen sind. Er fragt sich, wie tyrannische Herrschaftsverhältnisse entstehen und lange bestehen können. In seinem um 1548 verfassten Text, der erst nach seinem Tod im späten 16. Jahrhundert veröffentlicht wurde, analysiert La Boétie die Ursachen für diese Unterwerfung. Er untersucht die Macht der Gewohnheit und die Faszination, die von Herrschaft ausgeht, und wie sie die Massen beeinflusst. Seine Analyse ist radikal; er unterstellt den Unterdrückten, dass sie nicht an der Unterwerfung interessiert sind. Vielmehr zeigt er, dass politische Befreiung darin besteht, das eigene Freiheitsbegehren zu erkennen. Herrschaft kann nicht nur durch Gegengewalt überwunden werden. Die neu übersetzte, kommentierte Edition in der Philosophischen Bibliothek macht diesen heimlichen Klassiker der politischen Philosophie der Neuzeit erstmals in einer wissenschaftlichen deutschen Ausgabe zugänglich.