Thomas Macho Livres






This publication illuminates historical roots, epoch-making election campaigns, recurrent patterns in political public relations, and defining figures such as Lenin, Che Guevara, Arnold Schwarzenegger, and Yulia Tymoshenko.
Der Tod ist ein universelles Thema in der Kunst. Zwei Extreme zeichnen sich in der zeitgenössischen Kunst ab: Entweder wird das Ritual, das von der Religion an hochprofessionelle Dienstleistungserbringer oder an die Medien abgegeben wurde, von der Kunst zurückerobert und mit den Mitteln der Kunst neu inszeniert oder ausgebaut. Oder gewisse Künstlerinnen und Künstler bringen die unerwünschte Leiche („Trouble with Harry-Syndrom“) wieder in unser Blickfeld zurück und führen uns oft auf sehr direkte Art vor, dass (auch) die (physische) Existenz nach dem Tod weitergeht. „Six Feet Under“ vereint Werke aus verschiedenen Jahrhunderten. Das Hauptgewicht liegt indes auf zeitgenössischer Kunst aus verschiedenen Kontinenten und Zivilisationen – Europa, Amerika, Mexiko, China, Japan, Indonesien, Ghana. Wichtige Themenkreise in der Ausstellung betreffen Kinderbegräbnisse (von Albert Anker bis Teresa Margolles), Totenköpfe (von Stefan Balkenhol bis Com& Com), Kadaver (von Félix Vallotton bis Andres Serrano), der Tod des Künstlers (von Ferdinand von Rayski bis Gianni Motti), Särge (von Ferdinand Hodler bis Joe Scanlan), Todesrituale (von Max Buri bis Jean-Frédéric Schnyder), geliebte/verehrte Tote (von Cuno Amiet bis AA Bronson), Tod und Lifestyle (von Martin Kippenberger bis John Armleder), usw.
Das Leben nehmen
Suizid in der Moderne
»Der Selbstmord«, schrieb Walter Benjamin in seinem Passagen-Werk, erscheint »als die Quintessenz der Moderne«. Und in der Tat: Nachdem der Versuch, sich das Leben zu nehmen, über Jahrhunderte als Sünde oder Ausdruck einer psychischen Krankheit betrachtet, in einigen Ländern sogar strafrechtlich sanktioniert wurde, vollzieht sich seit dem 20. Jahrhundert ein tiefgreifender Wandel, der zur Entstehung einer neuen Sterbekultur beigetragen hat. Der eigene Tod gilt immer häufiger als »Projekt«, das vom Individuum selbst zu gestalten und zu verantworten ist. Wer sich das Leben nimmt, will es nicht mehr nur auslöschen, sondern auch ergreifen und ihm neue Bedeutung geben. Thomas Macho erzählt die facettenreiche Geschichte des Suizids in der Moderne und zeichnet dessen Umwertung in den verschiedensten kulturellen Feldern nach: in der Politik (Suizid als Protest und Attentat), im Recht (Entkriminalisierung des Suizids), in der Medizin (Sterbehilfe) sowie in der Philosophie, der Kunst und den Medien. Er geht zurück zu den kulturellen Wurzeln des Suizids, liest Tagebücher, schaut Filme, betrachtet Kunstwerke, studiert reale Fallgeschichten und zeigt insbesondere, welche Resonanzeffekte sich zwischen den unterschiedlichen Freitodmotiven ergeben. Seine Diagnose: Wir leben in zunehmend suizidfaszinierten Zeiten.
Schriften des Deutschen Hygiene-Museums Dresden - 2: Der imperfekte Mensch
Metamorphosen von Normalität und Abweichung
- 483pages
- 17 heures de lecture
Menschen gelten als normal, oder sie werden als abweichend oder behindert wahrgenommen. Die Bedeutung dieser Unterscheidung ist veranderlichen historischen Bedingungen unterworfen. Dass sich uberhaupt ein Leitbild vom Menschen etabliert hat, ist auf kein biologisches oder anthropologisches Faktum zuruckzufuhren. Es ist vielmehr Folge einer Kette von wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Ereignissen. Ausgehend von der Wahrnehmung behinderter Menschen zeichnet das Buch Geschichte und Gegenwart von Abweichung und Normalitat nach. Es reicht von den Freakshows des 19. Jahrhunderts, in denen dreibeinige oder Spitzkopf-Menschen ausgestellt wurden, uber die mit der Herstellung ausgefallener oder fehlender Korperfunktionen befasste Prothetik des Ersten Weltkriegs bis zu den Biowissenschaften und genetischen Experimenten des 21. Jahrhunderts, die im Vertrauen auf die Fahigkeit zur Vervollkommnung des Menschen dessen Umbau anvisieren.
Vorbilder
- 477pages
- 17 heures de lecture
»Was tun Sie, wenn Sie einen Menschen lieben?«, wird Herr Keuner gefragt. Brecht lässt ihn antworten: »Ich mache einen Entwurf von ihm, und sorge, dass er ihm ähnlich wird«, natürlich nicht der Entwurf, sondern der Mensch. Vorbilder sind Puppen, Masken, Modelle; sie sind Götter, Stars, Prominente, und sie überzeugen ihr Publikum als Maßstäbe, Phantasmen, Ideale. Vorbilder verkörpern, was zur Wirklichkeit treibt. In ihnen manifestiert sich ein unbedingter Wille zur Realität. Auch wenn diese Realität im eigenen Tod gipfelt.
Das zeremonielle Tier
- 269pages
- 10 heures de lecture
Was sind Rituale? Sie erscheinen uns als Unterbrechungen der gewöhnlichen, geregelten Zeit – und folgen doch zugleich ihren eigenen Regeln. Sie verfügen über das Unverfügbare: Geburt und Tod, Übergänge und Offenbarungen. Sie stellen den Himmel auf den Kopf, das alte System der zyklischen Zeitrechnung. Sie erinnern durch Wiederholungen, werden an Grenzen und Schwellen veranstaltet. Rituale sind älter als Religionen; vielleicht haben sie darum noch alle Säkularisierungsprozesse überlebt. Der erste Teil des Buchs entwickelt eine allgemeine Theorie des Rituals. Der zweite Teil beschäftigt sich mit einigen Beispielen aus der europäischen Kulturgeschichte: von der griechischen Antike bis zu den modernen Nationalfeiertagen, vom Weihnachtsfest bis zur Feier von Geburts- und Namenstagen, von den mythischen Bildern der Zeit bis zu den liturgischen Theatermaschinen in Renaissance und Barock.
Edice Světová náboženství. Studie významného kulturologa o třech obrazech smrti ve starém Egyptě. Drobnější, ale nesmírně poutavá publikace z pera významného egyptologa a historika kultury Jana Assmanna (*1938) se zaměřuje na chápání smrti ve starověkém Egyptě. V přehledném výkladu doplněném četnými literárními i obrazovými doklady zkoumá tři aspekty neboli „obrazy smrti“: smrt jako nepřítel, smrt jako návrat do mateřského lůna a smrt jako tajemství. Další část jeho studie je věnována kulturnímu významu písma a lidské paměti. Assmanův osobitý přístup přitom nemůžeme vnímat bez kontextu, který považuje vědomí naší smrtelnosti za významný „generátor kultury“, téma, s nímž se musí vyrovnat každé lidské společenství. Assmannova studie je doplněna příspěvkem Thomase Macha nazvaným „Smrt a truchlení v kulturologické perspektivě“.
Thomas Macho, geboren 1952, war von 1993 bis 2016 Professor für Kulturgeschichte an der Humboldt-Universität Berlin. Gegenwärtig leitet er das Internationale Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) in Wien.
Kein anderes Tier wird häufiger verspeist, und auch sprachlich werden das Schwein, die Sau und das Ferkel oft und gern in den Mund genommen: Als Ausdruck unverdienten Glücks und fehlender Manieren, als Schimpfwort für Zeitgenossen und das kapitalistische System. Das Schwein ist auch metaphorisch ein Allesfresser, Symbol religiöser Unreinheit und sexueller Lust, besonderer Sparsamkeit und bodenloser Dummheit. Dabei zeigt sich vor allem, wie nah uns das Schwein ist - auch physiologisch. Neuesten Forschungen zufolge steht die Transplantation von Schweineherzen in menschliche Brustkörbe kurz bevor. Kein Wunder, dass sich der Mensch von seinem liebsten Nutztier durch eine Reihe von Tabus und Vorurteilen abzugrenzen versucht. Der Kulturwissenschaftler Thomas Macho verfolgt die Karriere des Borstentiers vom früh domestizierten und später von Hirten gehütetem Nutztier zum Fleisch- und Allegorienlieferanten Nummer eins. Sein Buch ist ein Plädoyer gegen Reinlichkeitsfantasien aller Art, ein Portrait alter und neuer Rassen sowie der Beweis, dass das Schwein dem Menschen in Komplexität und Widersprüchlichkeit in nichts nachsteht.
Warum wir Tiere essen
- 128pages
- 5 heures de lecture
Wir lieben In Europa isst fast jeder Mensch 60 Kilo Fleisch pro Jahr. Wenn wir in einen saftigen Burger beißen, denken wir nicht mehr an das einmal lebendige Tier, das fühlt. Das Tier wird von uns unsichtbar gemacht, dabei ist es so viel mehr als ein Produktionsgut, das es auszubeuten gilt.Der Philosoph Thomas Macho beschäftigt sich seit Jahren mit der Beziehung des Menschen zum Nutztier. Er erforscht, warum wir häufig so tun, als würden wir Tiere respektieren, sie dann aber doch massenhaft und grausam töten, um sie zu essen.Wenn wir uns unsere gemeinsame Geschichte mit dem Tier wieder vergegenwärtigen, finden wir auch zurück zu einem respektvollen Umgang – denn trennt sich der Mensch vom Tier, verliert er einen Teil seiner Geschichte.
Philosophische Schriften
- 480pages
- 17 heures de lecture
Der zweite Band der Schriften von Susan Taubes enthält ihre unveröffentlichte Dissertation „Der abwesende Gott“ sowie Aufsätze aus den Jahren 1951 bis 1959. Taubes untersucht Gnosis und Tragödie, beleuchtet Verbindungen zwischen jüdischer Erfahrung und deutscher Philosophie und entwickelt eine Kulturtheorie der Moderne.
Sehen ohne Augen
- 96pages
- 4 heures de lecture
Thomas Macho führt uns in einen spannenden philosophischen Diskurs über die Grenzen der Fairness. Denn gilt einerseits „Alle Menschen sind gleich“, so gilt ebenso „Das Leben ist ungerecht“. Krankheiten, Behinderungen, Lebensdauer und Todesarten stellen die sozialpolitischen Ideale der Gerechtigkeit infrage. Was nützen Arbeitszeitausgleich, Kindergeld und Renten, Versicherungen und Bausparkredite, wenn manche Menschen schon als Kinder sterben, andere dagegen ein Jahrhundert – womöglich in Glück und Reichtum – erleben dürfen? Diese und weitere Fragen stellt der bekannte Philosoph Thomas Macho einer Welt, die zwar den Begriff „Gerechtigkeit“ kennt, deren Realität jedoch eine andere ist. Er stellt die Solidarität der Sterblichen, ein Fundament der Demokratie, zur Diskussion und sucht Antworten und neue Wege.
Science & Fiction
- 384pages
- 14 heures de lecture
KünstlerInnen und renommierte KulturwissenschaftlerInnen stiegen in die Tiefe, in die Stollen und unterirdischen Welten von Linz. Der Kulturwissenschaftler Thomas Macho nähert sich mit reichem Text und Illustrationen natürlichen, imaginären, technischen sowie psychosozialen Unterwelten. Das Spektrum reicht von Platons Höhle über Hugos Kloaken von Paris bis hin zu Sloterdijks Linken Maulwürfen und Savianos Reise ins Reich der Camorra.
Eva Schlegel, In Between
- 199pages
- 7 heures de lecture
Published for her exhibition at MAK Austrian Museum of Applied Arts, this broad overview of the work of Eva Schlegel (born 1960) documents works ranging from pornographic paintings to works in lead and installations of airplane propellers. Schlegel's installations in particular have never received comprehensive treatment in a catalogue.
Schönheit ist verführerisch. Schönheit ist Macht. Wahre Schönheit ist ein Mythos: Bereits in der homerischen Ilias wetteiferten Athene, Aphrodite und Hera darum, wer die Schönste sei. Doch das berühmte Urteil des Paris fiel fragwürdig aus, der Juror erwies sich schon in dieser frühen Castingshow als bestechlich. Was schön ist, ist epochen- und kulturübergreifend nicht nur eine Geschmacksfrage. Wissenschaftler, Künstler, Literaten und Musiker suchen etwa in der Natur oder Harmonielehre nach den vermeintlich objektiven Kriterien für Schönheit. Demgegenüber bringt die subjektive Empfindung des Schönen eigene Ideale hervor – von der Maria Aegyptiaca bis zu den Wundern der plastischen Chirurgie. All diese Facetten bilden jenen Mythos Schönheit, den dieser Band anhand ausgewählter Werke aus den natur-, kultur- und kunstwissenschaftlichen Sammlungen des Oberösterreichischen Landesmuseums in Linz auffächert.00Exhibition: Schlossmuseum Linz, Austria (06.05.–08.11.2015).











