Leben ist immer - lebensgefährlich
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Kurz, informativ und unterhaltsam - Otto A. Böhmer skizziert mit wenigen Strichen ein prägnantes Porträt des Dichters Heinrich Heine.
Ein Leben, das in seiner Radikalität seinesgleichen sucht Otto A. Böhmer verfolgt Nietzsches Lebensstationen, von der deutschen Provinz über die frühe Professur in Basel bis in die psychiatrische Klinik. Er erzählt anhand zahlreicher Episoden von einem hochgenialen philosophischen Einzelgänger, seinen Gedankenpfaden, seinem geistigen Absturz, von einem Menschen im Widerspruch zwischen Wirkmächtigkeit und Scheitern. Eine Radiofassung dieser Biografie erscheint im HörBuchVerlag.
Der Autor hinterfragt locker und launig, welche Ereignisse Philosophen (u.a. Platon, Voltaire und Erich Fromm) veranlasst haben, über bestimmte Dinge genauer nachzudenken.
Eine unterhaltsame Reise durch die europäische Geistesgeschichte Bei Platon war es die Begegnung mit Sokrates, bei Hegel eine Bergwanderung, bei Tschechow ein Brief. „Lichte Momente“ versammelt die besonderen Erkenntnismomente großer Dichter und Denker von Platon bis Sloterdijk. Leichtfüßig erzählt Otto A. Böhmer nicht nur von diesen Augenblicken der Inspiration, die Augustinus, Dante, Montaigne, Voltaire, Diderot, Nietzsche, Conrad, Rilke, Adorno und andere zu dem werden ließen, was sie heute für uns sind. Es gelingt ihm auch, den Leser auf die Ideen, das Werk und das Leben dieser Persönlichkeiten einzustimmen. Ebenso lehrreich wie unterhaltsam ist sein Buch nicht zuletzt ein kurzweiliger Gang durch die abendländische Geistesgeschichte.
„Lange Zeit galt er als der Gemütsmensch unter den deutschen Dichtern, mit seinem Namen verbindet man Waldeslust und Andächtigkeit in freier Natur. Daß damit nicht der ganze Eichendorff gemeint sein kann, weiß man inzwischen; der Mann hatte mehr zu bieten.“ Was, das zeigt Otto A. Böhmer in dieser kurzen Biographie - auf seine gewohnt unverkrampfte und zugleich präzise Art, anhand von Fakten, Zitaten und Anekdoten.
Frisch und unkonventionell erzählte Künstlerbiographie aus dem Blickwinkel eines jungen Mannes, der die eigene Entwicklung wie auch die der Gesellschaft mit gespannter Aufmerksamkeit beobachtet
Ein Handbuch zum schnellen Nachlesen und zum Schmökern. Für alle Freunde von ›Sofies Welt‹. Ein handliches Lexikon der Philosophie, das zugleich informativ und amüsant zu lesen ist: Die ideale Ergänzung zu »Sofies Welt«. Knapp 130 Namen und Begriffe sind hier beschrieben, nicht ohne Sinn für das Komische und Zufällige, aber auch nicht ohne leise Kritik an Personen und ihrer Zeit. - Ein nützliches philosophisches Handbuch zum schnellen Nachlesen, Kundigmachen und Schmökern.
Wenn wir Goethe heute gegenüberstehen, geht es uns oft gar nicht so anders als zu seiner Zeit Heinrich Heine: „Ich war nahe dran, ihn griechisch anzureden; da ich aber merkte, daß er deutsch verstand, so erzählte ich ihm auf deutsch: daß die Pflaumen auf dem Wege zwischen Jena und Weimar sehr gut schmeckten. Ich hatte in so manchen langen Winternächten darüber nachgedacht, wie viel Erhabenes und Tiefsinniges ich dem Goethe sagen würde, wenn ich ihn mal sähe. Und als ich ihn endlich sah, sagte ich ihm, daß die sächsischen Pflaumen sehr gut schmeckten. Und Goethe lächelte.“
Bei Pascal war es eine Eingebung wie durch "Feuer", bei Schopenhauer der Anblick von Galeerensklaven, bei Wittgenstein ein Theaterstück, bei Heidegger ein Feldweg. Diese kleine Geschichte der "Erweckungserlebnisse" großer Denker von Platon bis Heidegger ist zugleich eine kurzweilige Einführung in Grundgedanken der abendländischen Philosophie.
Wer Nietzsche zu nahekommt, darf sich über die Folgen nicht beklagen. Das bekommt auch der Ich-Erzähler des Buches zu spüren: Man ruft ihn zum Nietzschekenner aus, obwohl seine Begabungen erkennbar limitiert sind und ihm wesentliche Erinnerungen abhanden kommen. Muss er sich Sorgen machen? Das muss er wohl, zumal ihm eine seltsame, fast kurios anmutende Krankheit zusetzt, die nicht mehr therapierbar ist. Insgesamt aber befindet er sich noch immer in bester Gesellschaft: Man raunt, plappert und schreibt voneinander ab. Eine Zeitlang macht der Erzähler da noch mit; er betätigt sich als Referent, Biograph, Filmemacher und Auftragspoet. Danach wird’s eng für ihn: Als eine Pandemie die irritierte Menschheit belästigt, hat er sich bereits sein eigenes Virus eingefangen, mit dem er aber zurechtkommt. Ohnehin ist er ja müde geworden und freut sich in der Helle von Hindeloopen am Ijsselmeer auf sein Ende, das er sich heiter und friedfertig oder, noch besser, lieber gar nicht vorstellt. Es kommt, wie es kommen muss, und zu guter Letzt herrscht »Ruhe im Karton«. Friedrich Nietzsche führte uns Leben und Philosophie als offenen Spielbetrieb vor, in dem das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Das mutet unbefriedigend an, macht aber auch das aus, was wir, in den uns geneigten Stimmungen, als lebenswert bezeichnen.
Arthur Schopenhauer (1788–1860), unter den großen Philosophen einer der sprachgewaltigsten, kann als der eigentliche Erfinder der Altersweisheit gelten. Er hat seine Anhänger, und es werden immer mehr. Von ihm lassen sich Einsichten beziehen, die nicht unbedingt glücklich machen, dafür jedoch beträchtliche Gelassenheit vermitteln. Was man bekommt, wenn man auf Schopenhauer als Lebensberater setzt, davon erzählt dieses Buch. Es zeigt, dass man sich seiner Philosophie bedienen kann, ohne zum Schopenhauerianer werden zu müssen. Wer Schopenhauer liest, macht nicht automatisch eine Ausbildung zum Menschenfeind durch, sondern wird mit Heiterkeit belohnt: „Der Heiterkeit, wann immer sie sich einstellt, sollen wir Tür und Tor öffnen: denn sie kommt nie zur unrechten Zeit.“
Die Liebe strebt nach Verwirklichung, benötigt jedoch auch Träume. Der Erzähler, der in einer Betreuungsanstalt entlassen wird, sehnt sich nach der Zeit der deutschen Romantik, die ihm verwehrt bleibt. Zurück in ein fremdes Leben, begegnet er diesem als Verlierer, der seine Niederlagen ins Positive kehrt. Bei einer Generalswitwe in Freiburg findet er Unterkunft und einen Ein-Euro-Job in einer Rehaklinik im Schwarzwald, wo er sich um vernachlässigte Patienten kümmern soll. Diese neue Aufgabe hat Zukunft im chronisch defizitären Gesundheitsbereich. Als die Generalswitwe unerwartet Pflegebedarf anmeldet, wird er auch hier zum Betreuer. Er gibt sein Bestes, wird Geschichtenerzähler und Alleinunterhalter und findet schließlich die Frau seines Lebens wieder. Nach so viel Glück darf er schwach werden: Er verabschiedet sich und fährt in den Hochschwarzwald. Dort, oberhalb der Bahnstation „Himmelreich“, kommt er seiner Wahrheit so nahe, dass er verschwindet – ein Abgang mit Folgen. Der Roman ist eine Mischung aus Freude und Wehmut, erzählt von Liebe und Romantik sowie den wiederkehrenden Pannen menschlicher Selbsterfahrung. Am Ende finden wir den Weg nach Hause, wo das Paradies stets geöffnet ist.
Der Roman erzählt von einem Politiker, Alexander Pocke-Pückler, Staatsminister für Kultur, der unter massiver Politikverdrossenheit leidet. Eingespannt in einen Betrieb voller Wichtigtuer, spürt er Müdigkeit und innere Unruhe. Er ahnt, dass es eine Wahrheit gibt, die mit seinem bisherigen Leben nicht übereinstimmt. Nach einem Kollaps während einer öffentlichen Veranstaltung wird er in eine Rehaklinik im Schwarzwald gebracht, wo er eine wundersame Genesung erlebt. Seine bisherigen Sorgen fallen von ihm ab, und er sieht die Welt mit neuen Augen. In der Berliner Politik vermisst man ihn nicht, da seine Frau Ann-Kathrin, auf Wunsch des Kanzlers, sein Ministeramt übernimmt. In der Klinik trifft er den namenlosen Ich-Erzähler, der seine besten Tage hinter sich hat und aus einer Betreuungsanstalt in die Freiheit entlassen wurde. Er erkundet sein fremdgewordenes Leben als Verlierer, der seine Niederlagen ins Gegenteil verkehrt. Bei einer Generalswitwe in Freiburg findet er Unterkunft und Interesse an ihrer Tochter. Später wird er Zuwender in der Rehaklinik, da es den Patienten an Zuwendung fehlt. Pocke-Pückler und der Ich-Erzähler finden zueinander und zu sich selbst.
Vom Irren und Wirren großer Philosophen Dieses wahrlich blitzgescheite Buch berichtet von den mal erhabenen, mal erheiternden Bemühungen der Philosophen, im Alltag Haltung zu bewahren und der eigenen Rede Sinn nicht zu vergessen – und wie sie letzendlich daran scheiterten. Die kleinen, teils skurrilen Begebenheiten im Leben großer Philosophen passen so trefflich ins Bild der jeweiligen Philosophie, dass man vermuten muss, sie könnten erdacht worden sein, um den dazugehörigen Geistesriesen bei merk- und denkwürdiger Laune zu halten. Ein fröhliches Buch voller Esprit, Erzähl- und Sprachkraft.
Otto A. Bohmer erzahlt von Leben und Werk des Soren Kierkegaard (1813-1855), der, wie Ernst Bloch einmal anmerkte, einer 'der groaten Witzemacher im hohen Stil war, die es gegeben hat'. Wer sich heute, aus welchen Grunden auch immer, nicht mehr auf Kierkegaards christliche Grunduberzeugung einlassen mochte, kann dennoch von ihm lernen - denn die Kunst der Selbstfindung hat er auf ein Niveau gebracht, das von heutigen Sinnsuchern kaum mehr erreicht wird. Selbsterfahrung bedeutet fur Kierkegaard eine erst behutsame, dann unnachgiebige Seelenerkundung, die sich als vertrauensbildende Maanahme erweist und zu bewahren hat. Das Ich, das aus dieser Selbsterfahrung hervorgeht, ist demutig und stolz zugleich; es schaut zum Himmel auf und steht mit beiden Beinen auf der Erde.
Porträts deutscher Dichter von Lessing bis Dürrenmatt
Was wissen Sie über Lessing? Was über Kleist? Daten und Fakten sind oft schnell wieder vergessen doch diese mit lebhaftem, kundigem Strich skizzierten Porträts prägen sich ein. Denn Otto A. Böhmer richtet seinen Blick auf das Innerste des Schriftstellers, auf den Ursprung seiner Inspiration.
Viele von Heinrich Heines Gedichtzeilen sind poetische Hits geworden. Aber er war auch einer der großen Stilisten der deutschen Sprache, für den Ästhetik und Politik, Poesie und Publizistik keine Gegensatzpaare waren. Otto A. Böhmer erzählt vom Leben Heines, der politischen Courage, dem Ideenwitz und der Querköpfigkeit dieses jung gebliebenen Dichters und Schriftstellers. Und er verbindet sie mit vielen ausgewählten Passagen seiner Werke aus allen Schaffensperioden. Schnell wird klar, dass die Frische und Unerschrockenheit, die sich Heine für seine Worte gewünscht hat, bis zum heutigen Tag nichts von ihrer Strahlkraft verloren haben.
DAS Handbuch deutschsprachiger Autoren, in dem das Wichtigste über Leben und Werk von 80 Dichtern amüsant und kenntnisreich zusammengefasst ist. Eine unkonventionelle Literaturgeschichte von Roswitha von Gandersheim bis Peter Handke - und zugleich ein leicht lesbares, sachkundiges Nachschlagewerk.
Der vorliegende Band, herausgegeben von Dorothee Kimmich und Philipp A. Ostrowicz, umfasst die Vorlesungen zur Tübinger Poetik-Dozentur 2011 von Brigitte Kronauer und Otto A. Böhmer, die sich mit dem Thema Wirkliches Leben und Literatur befassen. Kronauer hinterfragt nicht die Funktion der Literatur, sondern die Notwendigkeit ihrer Existenz. Sie stellt die provokante Frage, ob Literatur tatsächlich benötigt wird, und kommt zu dem Schluss, dass das Versäumnis des Lesens nicht nur das Entgehen schöner Geschichten oder fantasievoller Reisen bedeutet. Vielmehr verpasst man die Wahrnehmung der Realität selbst. Literatur ist nicht bloß eine Verschönerung der Wirklichkeit, sondern macht sie erst wirklich erfahrbar. Die Fähigkeit, Wirklichkeit wahrzunehmen, ist komplex und bewegt sich zwischen rationalen Erkenntnisprozessen und intuitiven, unbegrifflichen Operationen. Otto A. Böhmer thematisiert in seiner Vorlesung die „Philosophie des Vormittages“ nach Friedrich Nietzsche und den „schönen Schein“. Er führt einen Dialog mit Kronauers Texten und verfolgt Nietzsches Ideen unter Rückgriff auf die Theorien des „schönen Scheins“ bei Hegel und Platon, und zieht Verbindungen zu Eichendorff, Rilke und Musil.
„Kurzweilig und unkompliziert erzählt Böhmer die Lebensstationen des Philosophen nach, ohne sich in wissenschaftliche Details zu verlieren. Wer Nietzsche kennenlernen will, für den bietet dieses Buch einen gut lesbaren, leicht verständlichen Einstieg.“
German
Vom Lauf der Zeit, dem wahren Wesen der Dinge, dem Pessimismus, dem Tod und der Lebenskunst
Arthur Schopenhauer war unter den großen Philosophen vielleicht der sprachgewaltigste, ein Sprachkünstler, der die Philosophie aus den Universitäten zurück zu den Menschen mit »Herz und Kopf« brachte.
Hannes reist nach Jahren wieder nach Kärnten, wo Jessica, seine einstige grosse Liebe, plötzlich wieder vor ihm steht. Diesmal will er sie endlich für sich gewinnen und es scheint, als hätte er Glück. Doch die Ereignisse nehmen einen ungeahnten Verlauf.