Vor 200 Jahren versank das hochentwickelte Volk der Atlanter, nachdem sich all ihre Technologien gegen sie gewandt hatten und eine große Flut hervorriefen. Das ist die offizielle Version … Aber wir, die Familien des gefallenen Rates, wissen es besser. Aus Neid von den anderen Königreichen beraubt, wandten sie die von uns gegebenen Artefakte und Technologien gegen uns und besiegelten so unseren Untergang. Seitdem werden wir kleingehalten. Wie in einem Ameisennest, das nicht zu groß werden darf, dringen nur die nötigsten Sonnenstrahlen zu uns unter die Erde. Unsere Rationen durch Königreiche eingeteilt, die den Großteil meines Volkes ausgelöscht haben. Und genau in eines dieser werde ich gehen: In das Königreich Kerasien. An den Tisch unserer Feinde, um den Kronprinzen zu heiraten. Das glauben sie auf jeden Fall alle. Während sie in der Vereinbarung nur ein weiteres Statussymbol sehen, mache ich mich in ihren eigenen Mauern auf die Suche nach dem Artefakt, dessen Kraft sie damals gegen uns gerichtet haben. Das Auge des Meeres. Mein Name ist Nil’ha und ich bin die Tochter einer der zwölf Ratsvorsitzenden von Atlantis. Und die erste Hoffnung für mein Volk seit 200 Jahren.
E. E. Jansen Ordre des livres (chronologique)


Gezwungen die finale Runde zu spielen. Vollkommen auf sich allein gestellt. Keine Regeln, keine Gönner und keine Gewinner. Ich bin Lydia, aber meinen Namen kennt ihr mittlerweile schon. Und Scheiße, wir sitzen richtig in der Klemme: 1. Anstatt das Spiel zu gewinnen, haben wir wortwörtlich die Feierlichkeiten gesprengt und sitzen nun auf den untersten Ebenen der Arena fest. Ich weiß: Bombastische Taktik! 2. Aber hey, shit happens meine Lieben. Dafür hat sich mein persönlicher Stalker freiwillig gefangen nehmen lassen, um uns als Navi zu fungieren. Natürlich nur im Austausch von Zeit mit meiner Wenigkeit. Was auch sonst … 3. Als würde das nicht reichen, haben wir uns auf unbefristete Zeit mit Lorenzo und seinen psychisch labilen Handlangern zusammengeschlossen. Jetzt ziehen wir in Richtung Kommandozentrale, um den Selbstzerstörungsmechanismus - und damit unser herannahendes Ende - aufzuhalten. Ich weiß, beschissener könnte es kaum laufen. Aber wartet ab. Gerade als ich dachte, dass Chris und ich unsere Konflikte aus der Welt geschaffen hätten und unsere toxische - und mit verdammt geilem Sex behaftete - Beziehung führen könnten, ghostet er mich. Mein Name ist Lydia und glaubt mir: Wenn ich es lebend hier raus schaffe, trete ich diesen Motherfuckern von Spielleitern so richtig in den Arsch