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Marcel Beyer

    23 novembre 1965
    Spinnwebzeit. Bee Time Vine und andere Gedichte
    Gesammelte Gedichte. 1981-2005
    Dämonenräumdienst
    Krachkultur 20/2020
    Putin's Postbox
    Wolkenstudien
    • Wolkenstudien

      • 272pages
      • 10 heures de lecture

      Ebenso wie im Gesicht des Menschen zum Ausdruck kommt, in welcher körperlichen und geistigen Verfassung er sich befindet, sind die Formen der Wolken sichtbare Zeichen dafür, was in der Atmosphäre vor sich geht. Diesen Vergleich schrieb der englische Apotheker und Meteorologe Luke Howard 1803 in seinem Entwurf einer Klassifikation der Wolkenformen 'On the Modifications of Clouds'. Achtzig Jahre später waren sich die Meteorologen noch immer nicht einig, wie die Formen der Wolken richtig einzuteilen, zu benennen und zu lesen sind. In dieser Zeit bedienten sich Wissenschaftler erstmals der Fotografie. Mit ihrer Hilfe versuchten sie, präzise und naturgetreue Bilder zu gewinnen, die Aufschluss über das Zusammenspiel von Wolken und Atmosphäre gaben. 'Wolkenstudien' zeigt sechs Stationen der meteorologischen Wolkenfotografie, von ihren Anfängen in den 1880er Jahren – in der Schweiz mit den ersten Bildern von Albert Riggenbach – bis zu in Tageszeitungen publizierten Aufnahmen der ersten Wettersatelliten aus den 1960er Jahren. Die reiche Materialsammlung mit Fotografien, Notizen, Aufzeichnungen und Atlanten aus den unterschiedlichsten Forschungsquellen zeigt Vorläufer unserer heutigen Wetterprognose. Jede der sechs Stationen steht dabei für eine eigene wissenschaftliche und fotografische Sichtweise auf Wolken.

      Wolkenstudien
      4,4
    • Putin's Postbox

      • 200pages
      • 7 heures de lecture

      Eight essays on literature, language, art, Europe and life from one of Germany’s most revered living writers.After a visit to Putin’s old postbox, the reader is taken to Dresden and Brixton, Gdańsk and Minsk, diverted to birds, bees, stray cats and pet dogs, confronted with Stasi and KGB, Proust and Jah Shaka, puzzled by overcoats and anoraks, Francis Bacon and Vermeer, and lost (then found) in service stations and memorial centres. Throughout, Marcel Beyer forges unexpected links and makes unpredictable leaps.'I work from the margins, partly very literally as I build my sentences, for instance when I start with the name of a colour rather than a noun, to explore how the sentence might be steered from there to a subject. In my reading, I am drawn to the outliers or, as malicious claims would have it, to the obscure. Central books: that is, those everyone can agree on, have never much interested me. I am rarely tempted to explore the centre of my world in writing, and even if I did want to encroach upon a centre, I would have to choose a path from the outside. But outside, too, one advances to the heart of things.'

      Putin's Postbox
      4,2
    • Krachkultur 20/2020

      • 208pages
      • 8 heures de lecture

      Die neue Ausgabe der KRACHKUL- TUR, »Deutschlands frechster Literaturzeit- schrift« (CICERO), widmet sich ausschließ- lich der Lyrik. Es ist die intimste und nach wie vor von einem breiten Publikum am wenigsten beachtete literarische Gattung.

      Krachkultur 20/2020
      5,0
    • Dämonenräumdienst

      Gedichte

      • 169pages
      • 6 heures de lecture

      In Marcel Beyers neuen Gedichten entfalten sich in vierzig Verszeilen bunte und wilde Geschichten. Figuren nehmen sich Freiheiten, erzählen und paraphrasieren, während unerhörte Erlebnisse und Gedanken in einem kreativen Chaos präsentiert werden. Ein eindringlicher Aufruf zur Selbstentfaltung und zum Verweilen in der Sprache.

      Dämonenräumdienst
      5,0
    • Gesammelte Gedichte. 1981-2005

      • 975pages
      • 35 heures de lecture

      Zum ersten Todestag von Thomas Kling wird sein bedeutendes Werk gewürdigt, das Gedichtbände, Essays, Künstlerbücher und mehr umfasst. Sein unbestechlicher Blick und Scharfsinn hinterlassen einen bleibenden Eindruck in der europäischen Dichtung. „Gesammelte Gedichte“ präsentiert sein Gesamtwerk und hält seine Stimme lebendig.

      Gesammelte Gedichte. 1981-2005
      4,0
    • Übertragungen und Lesarten von Marcel Beyer, Erica & Raymond Federman, Thomas Gruber, Barbara Heine, Norbert Hummelt, Ernst Jandl, Andreas Kramer, Jürg Laederach, Oskar Pastior, Jennifer Poehler, Ronald Pohl, Friedhelm Rathjen und Annette ZimmermannHerausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Marcel Beyer, Barbara Heine und Andreas Kramer

      Spinnwebzeit. Bee Time Vine und andere Gedichte
      3,0
    • Hlasy bez ozveny

      • 364pages
      • 13 heures de lecture

      Hermann Karnau je zvukový inžinier posadnutý nahrávaním ľudského hlasu. Zaznamenáva všetko od rečnenia vodcov, hluku davu až po zvuk hrdla zovretého strachom. Zároveň je ľahostajný ku všetkému ostatnému. V roku 1940 sa rozhodne systematicky skúmať tento fenomén, a keď si ho všimnú nacisti,využije svoje poznatky v prospech Tretej ríše. Hermanna jeho úlohy zavedú na stranícke zhromaždenia, východný front či do domácnosti Josepha Goebbelsa. Tam stretáva Helgu, jeho najstaršiu dcéru: bystrú, dobrosrdečnú dievčinu, ktorá začína tušiť hrôzu, čo ju obklopuje Grafický román oceňovanej ilustrátorky Ulli Lust (Prix révélation, 1994) vyšiel pôvodne ako adaptácia rovnomenného románu Marcela Beyera (Flughunde, 1995).

      Hlasy bez ozveny
      3,0
    • Nonfiction

      • 322pages
      • 12 heures de lecture

      Marcel Beyers „Nonfiction“ versammelt seine Auseinandersetzungen mit persönlichen Erfahrungen beim Hören, Lesen und Schreiben. Das Werk führt in seine Kindheit und Jugend, thematisiert Medienerfahrungen und erkundet seine literarische Entwicklung in Bezug auf bekannte Autoren. Beyer reflektiert über die Unsicherheiten des Schreibens und die Suche nach neuen Ausdrucksformen.

      Nonfiction
      3,5
    • In "Falsches Futter" wird das Ich zum Suchenden von Spuren und Stimmen der Vergangenheit, insbesondere in Wien der 30er Jahre bis zum Zweiten Weltkrieg. Die Gedichte verbinden fotorealistische Bilder mit persönlicher Herkunft und Familiengeschichte, während sie die Konturen der eigenen Identität im historischen Kontext schärfen.

      Falsches Futter
      3,5
    • Graphit

      Gedichte

      • 201pages
      • 8 heures de lecture

      Der Materialist unter den Lyrikern Endlich: Marcel Beyer legt einen neuen Gedichtband vor. Mit dem Titel ist der Hinweis auf die motivische Klammer gegeben: Materialität. Dinge, ob Blume, ob Feder, ob Scheiße oder Abendland, die sich bei den Kollegen aus allen Zeiten finden und neu integrieren lassen; die Körnung der unterschiedlichsten alltäglichen wie politischen Stimmen. Solche Mehrstimmigkeit ist für Marcel Beyer das einzig wirksame Gegengift gegen den ganzen monolithischen, den fanatischen, den faschistischen und chauvinistischen Schwachsinn in der Poesie und das Reden darüber. Materialität als unterscheidendes Merkmal der anderen Künste, deren Echowirkung diese Gedichte einfangen: das von Photographien angeregte Schreiben, das Schreiben mit der Perspektive, dass ein entstehendes Gedicht von einer fremden Stimme vorgetragen werden wird, und dazu gesungen. Materialität als besondere Konstellation einer Kunstgattung: Die bis in das Jahr 2001 ausgreifenden Gedichte (Tigerschminke) haben etwas Szenisches: Eine Figur erhält Materialität durch ihre Verkörperung im Bühnenraum. Marcel Beyers Souveränität im Umgang mit seinem Material, mit den Kollegen, mit der Zeitgeschichte, dem Zeitgeist und den in ihm hampelnden Menschen ist unvorsehbar-überwältigend: Der Materialist unter den Lyrikern kombiniert das Gewesene und Anwesende zu Nie-Dagewesenem.

      Graphit
      3,7
    • Birding Babylon

      Tagebuch eines Soldaten im Irak

      • 91pages
      • 4 heures de lecture

      Ein Jahr verbrachte der amerikanische Soldat Jonathan Trouern- Trend im Irak.Wann immer er neben seinen Armeeeinsätzen Zeit fand, beobachtete er Vögel - nahe Bagdad, in Mosul, am Tigris und in den Ruinen von Babylon. Er führte Tagebuch über Eulen auf Zementbunkern, Bienenfresser auf Starkstromleitungen, bunt gefiederte Eisvögel und Turmfalken in Schutthaufen. Birding Babylon versammelt seine schönsten Einträge. Ein verblüffendes Buch mit zauberhaften Vogelillustrationen, das uns ein Land im Krieg zeigt, wie wir es nie kennengelernt haben. "Ich hoffe, ich werde eines Tages in den Irak zurückkehren, nur mit Fernglas und Kamera bewaffnet. Vielleicht werde ich mit einem irakischen Freund die Wüste abfahren, die Flusstäler, die Marschen und die Berge, auf der Suche nach den Vögeln, die ich noch nicht gesehen habe. Wir werden darüber sprechen, wie herrlich es ist, ohne Zäune zu leben und dorthin gehen zu können, wo die Vögel sind, anstatt darauf zu warten, dass sie auf unser Gelände flattern. Wie nah oder fern diese Zukunft auch sein mag, ich weiß, die Vögel werden warten." Jonathan Trouern-Trend

      Birding Babylon
      3,0
    • Ein Mann und seine Freundin laufen unter dem klaren Novemberhimmel durchs Zentrum von Madrid: Uniformierte, Falangistenfahnen und Franco-Devotionalien erinnern an den soeben zu Ende gegangenen Aufmarsch. In Madrid aber kommt auch wieder das Bild eines Freundes vor Augen, und mit dem Bild eine Geschichte, "nachdem es gelungen war, eine Weile nicht an ihn zu denken." "Vergeßt mich" ist eine Erzählung in Bildern und Fantasien, Erinnerungen an ein letztes Telefonat und wie hinterher gerufen: "Vergeßt mich, drei Silben, und aus weiter Ferne: Vergeßt mich."

      Vergeßt mich
      3,6
    • Das blindgeweinte Jahrhundert

      Bild und Ton

      • 268pages
      • 10 heures de lecture

      Ist im exterministischen 20. Jahrhundert, in dem der Tod ein Meister aus Deutschland wurde, Literatur noch möglich? Hat sie ihre Daseinsberechtigung verloren, da nach Auschwitz jede kulturelle Produktion nur barbarisch sein kann? Oder ist sie gerade wegen der Gräueltaten notwendig? Diese Fragen untersucht der Georg-Büchner-Preisträger von 2016 und bietet eine prägnante, weitreichende Antwort: durch Detailarbeit am Material der Realität und der Literatur. Marcel Beyer verfolgt bei seinen Erkundungen des Status von Literatur das Ausschlussprinzip: Das Radio bleibt ein eindimensionales Medium, das Kino zeigt sich stets inszeniert und ist manipulierbar wie die Fotografie. Ebenso bedarf es einer Kritik der oft anmaßenden Zeitzeugen in der Dokusoap, während die überlieferten Zeugnisse der Quellenkritik ebenfalls einer Prüfung bedürfen. Beyers poetische Bilanz, die analytisch, essaysistisch und erzählerisch ist, zeigt ernüchternd, dass Literatur ohne Reflexion über ihre Entstehung und zeitgenössische Tendenzen nicht existiert. Für Leser von Marcel Beyer ist dies ermutigend: Der Autor meistert die Herausforderungen der Vergangenheit und Gegenwart mit Nachdruck und notwendigem Spiel.

      Das blindgeweinte Jahrhundert
      2,4
    • Flughunde

      Roman

      • 300pages
      • 11 heures de lecture

      Flughunde sind fledermausähnliche Flattertiere mit hundeartigem Kopf. Für Hermann Karnau sind sie von Kindheit an Sinnbild einer Welt, die vor dem Zugriff fremder Stimmen geschützt ist. Die Stimme ist der Fetisch des Akustikers Karnau, der 1940 den Plan faßt, systematisch das Phänomen der menschlichen Stimme zu erkunden. Die eine Erzählstimme gehört Hermann Karnau, dessen Namen der Autor einem Wachmann im Berliner Bunker unter der Reichskanzlei entliehen hat. Die andere gehört der achtjährigen Helga, einer Tochter des Propagandaministers. Immer wieder kommt es zu Begegnungen der beiden, zuletzt im April 1945, als Karnau in Berlin ist, um die Führerstimme aufzuzeichnen. Ein Zeitsprung führt in den Sommer 1992. Hermann Karnau, der nach dem Krieg untertauchen konnte, findet in seinem Plattenarchiv die Stimmen, die Gespräche von Helga und Helgas Geschwistern während ihrer letzten Tage und Nächte wieder. Auch den Kindern hat er die Stimmen – bis zum letzten Atemzug – abgelauscht. »Der Roman Flughunde macht das Dritte Reich als Medien-Phänomen, als eine Erscheinungsform der akustischen Propaganda und Massensuggestion, zu seinem Thema, personifiziert in der sinistren Gestalt eines Akustikers … Karnau, das Horch-Ungeheuer, ist der fürchterlichste Roman-Unhold, seit Patrick Süskind in seinem Roman Das Parfum das Geruchsmonster Grénouille erfand, das die Menschen experimentell umbrachte, um ihnen die Gerüche zu rauben.« Sigrid Löffler

      Flughunde
      3,8
    • Kaltenburg

      Roman

      • 448pages
      • 16 heures de lecture

      Wer ist Kaltenburg? Ein Ornithologe und Verhaltensforscher, der nach dem Krieg in Dresden ein Forschungsinstitut aufbaut. Ein Exzentriker, der den Dienstwagen samt Stasi-Chauffeur stehen lässt und Motorrad fährt. Für Hermann Funk, der seine Eltern in der Dresdner Bombennacht verlor, wird er zum Ziehvater. Als alter Mann erinnert sich Funk: an die Gründung des Institutes und der DDR, an Kaltenburgs plötzliches Verschwinden nach dem Mauerbau, an ein möglicherweise dunkles Kapitel in dessen Vergangenheit. Vor dem Hintergrund von einem halben Jahrhundert DDR-Geschichte erzählt Marcel Beyer in seinem hochgelobten Roman meisterlich von menschlichen Lebensläufen. Joseph-Breitbach-Preis 2008

      Kaltenburg
      3,6
    • Zu Spionen in ihren Familien werden die Jugendlichen Carl, Paulina und Nora. In Fotoalben stoßen sie auf Geheimnisse, auf Verschwiegenes und Verborgenes. Wer war die scheinbar früh verstorbene Großmutter, die Opernsängerin mit den „Italieneraugen“, welche Liebesgeschichte rankt sich um den Großvater, der 1936 aus dem Blick seiner Verlobten verschwand? Hat die zweite Frau des Großvaters die Fotoalben gesäubert? Wie ein Spion bewegt sich der Erzähler zwischen den Generationen, zwischen den Lebenden und den Toten, Vergangenheit und Gegenwart. Marcel Beyer, bekannt geworden durch seinen Roman „Flughunde“, begibt sich auf eine außergewöhnliche Spurensuche und stellt die Frage: Kann man mit Worten töten?

      Spione
      3,1
    • Marcel Beyer geht der Frage nach, wie sich Schriftsteller: innen heute zur medialen Verarbeitung des Krieges verhalten können. Der Angriffskrieg auf die Ukraine als Zeitwende – nicht nur des Politischen, sondern auch des Erzählens? In seinen Vorlesungen zur Wuppertaler Poetikdozentur für faktuales Erzählen reflektiert Marcel Beyer die Bedeutung der Medien für die Konstitution von »Wirklichkeit« in Zeiten des Krieges: Wann berichte ich nur über das, was ich auf Bildern sehe, wann berichte ich und füge unbewusst meine Imaginationen hinzu? Wann berichte ich nicht mehr nur, sondern erfinde? Kann ich von dem berichten, was ich gesehen habe, ohne zu imaginieren? Was meint »Erfindung«, was »Bericht« und welche Rolle kommt dem Schriftsteller dabei zu? Ausgehend von der persönlichen Auseinandersetzung mit der medialen Berichterstattung aus der Ukraine im Frühjahr und Sommer 2022 eröffnet Beyer so Einsichten in die Funktionen des Erzählens zwischen Fakten und Fiktionen. Der Band wird abgerundet durch die erste deutschsprachige Übersetzung eines zentralen Bezugstextes für Beyer, Viktor Schklowskis Beschreibung der Belagerung von Petersburg während des russischen Bürgerkriegs im Winter 1919/20, sowie ein Interview mit Marcel Beyer, in dem er auf die Besonderheiten seiner Schreibpraxis eingeht.

      Die tonlosen Stimmen beim Anblick der Toten auf den Straßen von Butscha
    • Sie nannten es Sprache

      • 188pages
      • 7 heures de lecture

      Bestellung nur über den Verlag per mail: brueterichpress@email. de per Post: BRUETERICH PRESS Monumentenstraße 34 D-10829 Berlin

      Sie nannten es Sprache
    • XX

      Lichtenberg-Poetikvorlesungen

      • 72pages
      • 3 heures de lecture

      In seinen im November 2014 gehaltenen Poetikvorlesungen spricht Marcel Beyer über »die Löcher im Stoff der Wirklichkeit«, über Wirklichkeit also, die kein kontinuierliches Ganzes bildet, sondern aus Inseln (und Löchern) zusammenzusetzen ist und sich nicht zuletzt aus medialen Fiktionen speist. Er spricht über einen Tag im Herbst, an dem er in einem Flugzeug nach Frankfurt sitzt, in der Reihe vor sich eine fernsehbekannte Literaturkritikerin. Das Notieren der sehr konkreten Situation verkoppelt Beyer mit dem Nachdenken über Georges Perec, der 1974 drei Tage lang schreibend versuchte, einen Platz in Paris »erschöpfend zu erfassen«. Perec, das Waisenkind jüdischer Einwanderer, musste sich seine Kindheitserinnerungen erst erschreiben, wohingegen in Cécile Wajsbrots Protokoll der geistigen Erkrankung ihres Vaters dieser allmählich alle Erinnerungen verliert. In den Blick nimmt Beyer nicht weniger als das 20. Jahrhundert, die »Faktenlage« - und die Imaginationsarbeit, die notwendig ist, will man sich eine eigene Lebensgeschichte schaffen. Ein Punkt, an dem »Alice im Wunderland« ins Spiel kommt, und sei es auch nur in Form weißer Kaninchen, die durch die Szene laufen und rufen: »Jemine, jemine, keine Zeit, keine Zeit.«

      XX
    • Netopiere

      • 176pages
      • 7 heures de lecture
      Netopiere