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Tankred Dorst

    19 décembre 1925 – 1 juin 2017
    Tankred Dorst
    Fernando Krapp hat mir Diesen Brief Geschrieben
    Nach Jerusalem
    Stücke 2
    Herr Paul
    Die Reise nach Stettin
    Ich, Feuerbach
    • Ein Theater nach der Probe, die leere Bühne mit Dekorationsteilen der letzten Vorstellung, der leere Zuschauerraum: das ist der Schauplatz des Stückes von Tankred Dorst. Ein Schauspieler betritt die Bühne. Er ist zu einem Vorsprechen bestellt, will sich um eine Rolle bewerben. Ein junger Regieassistent kommt und bittet den Schauspieler um Geduld: der Regisseur, zugleich der Intendant, habe noch andere Verpflichtungen. Eine alltägliche Situation im Theater, scheint es zunächst. Aber es geht um mehr; Feuerbach, einst berühmt, hat die vergangenen sieben Jahre in der Psychiatrie verbracht und setzt alle Hoffnung auf den Regisseur, mit dem er seine früheren Erfolge errungen hat. Der Assistent soll ihn testen und entledigt sich dieser Aufgabe mit einer Mischung aus Arroganz und Mitleid. Feuerbach steigert sich in eine Schimpf- und Rechtfertigungstirade hinein und endet mit einem halb irrsinnig vorgetragenen Tasso-Monolog, ohne zu bemerken, dass der Regisseur gar nicht gekommen ist. "Er kämpft nicht um eine Rolle, er kämpft um sein Leben.", schreibt Tankred Dorst über seine Figur.

      Ich, Feuerbach
      4,5
    • Herr Paul

      Ein Stück

      • 86pages
      • 4 heures de lecture

      Soviel Anfang war noch nie! - Oder doch? - Oder ist endgültig Schluß mit den Anfängen? Niemand jedenfalls scheint mit Anfängen noch viel anfangen zu können, und am Ende vielleicht sollte man von Anfang an die 'Stunde Null' grundsätzlich nur als Endpunkt einer Katastrophenzeit verstehen. So würde unter allen Neubeginn sogleich ein Schlußstrich gezogen. - Zunächst aber beginnt die Sache ganz harmlos: Herr Paul verkörpert Kontinuität, Standhaftigkeit und Konsequenz. Herr Paul lebt seit Jahrzehnten in einer zerfallenden Fabrik, geht niemals auf die Straße und verweigert jede Arbeit. Herr Paul kennt das Leben, ohne die Welt je gesehen zu haben. Herr Paul leistet nichts, Herr Paul leidet nicht, Herr Paul scheint recht zufrieden. Herr Helm dagegen lechzt nach Veränderung. Leistung ist sein Credo, Dynamik seine Passion. Helm hat geerbt und strebt nun danach, sein Glück zu machen: Die alte Seifenfabrik soll zur Großwäscherei umgebaut werden. Voll Aufbruchstimmung will Helm ins satte Menschenleben greifen, wo sich so viel tut, da muß auch er noch tätig sein. Aber: Herr Helm hat kein Geld, statt dessen hat er ein Problem: Herrn Paul.

      Herr Paul
      3,0
    • Merlin, ein Sohn des Teufels, wird zum geheimen Inszenator blutiger Ritterschlachten und schaurig-schöner Romanzen in einer Welt, die ein fabelhaftes Mittelalter neben dem 19. und 20. Jahrhundert aufleben läßt und in der sich Vergangenheit und Gegenwart, Vorzeit und Zukunft durchdringen.

      Merlin oder das wüste Land
      4,0