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Günter de Bruyn

    1 novembre 1926 – 4 octobre 2020
    Günter de Bruyn
    Kossenblatt
    Tajemný jakobín
    Preußische Trilogie, 3 Bde.
    Babylon. Erzählungen
    Das Leben des Jean Paul Friedrich Richter
    Sünder und Heiliger
    • Sünder und Heiliger

      Das ungewöhnliche Leben des Dichters Zacharias Werner

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      Günter de Bruyn erzählt die Lebensgeschichte des romantischen Dichters Zacharias Werner Zacharias Werner, einer der wenigen Bühnenautoren der Romantik, entführte seine erste Frau aus dem Freudenhaus und konvertierte nach drei gescheiterten Ehen zum Katholizismus. Ruhelos reiste Werner durch halb Europa. August Wilhelm Iffland gehörte in Berlin zu seinen Förderern am Theater, Johann Wolfgang Goethe inszenierte in Weimar eines seiner Stücke. In Aschaffenburg wurde Zacharias Werner schließlich zum Priester geweiht und fand Halt im Predigen und Missionieren. Einfühlsam und nüchtern zugleich erzählt Günter de Bruyn von einem Getriebenen, der die Welt und die Menschen – und damit auch die eigene Kunst – immer mehr aus dem Blick verliert. Eine verstörende, traurige Geschichte über Einsamkeit und Wahn, Liebe und Literatur.

      Sünder und Heiliger
    • Johann Paul Friedrich Richter, als Schriftsteller Jean Paul genannt, der aus ärmlichen Verhältnissen kam und zum berühmten Mann wurde, dessen Ruhm einst den von Goethe und Schiller überschattete, der als erster das ungewisse Schicksal 'freien' Schriftstellertums wagte, häufig um den Preis bitterster Armut, der von Frauen umschwärmte 'Dichter der Jünglingsgefühle', der große Satiriker und der unvergleichliche Gestalter der Lebensprobleme der 'kleinen Leute', ihres Alltags und ihrer Gefühlswelt, der von Herder und Wieland gefeiert wurde und über Börne und Heine bis zu George und Hesse und Jüngeren immerzu bewundernde Fürsprecher fand: Jean Paul und seine Zeit macht de Bruyn in seiner kunstvollen farbigen Darstellung lebendig. Diese Jean-Paul-Biographie ist ein Kabinettstück biographischer Erzählkunst und zugleich ein literarisch aufgearbeitetes Stück Geschichte.

      Das Leben des Jean Paul Friedrich Richter
    • Das Buch ›Babylon‹ von Günter de Bruyn umfasst 17 Erzählungen, die zwischen 1960 und 1984 entstanden. Die Geschichten handeln von gewöhnlichen Figuren und deren Sorgen um Ehe, Wohlstand und Karriere, während sie tiefere Konflikte um Liebe, Wahrhaftigkeit und Macht thematisieren.

      Babylon. Erzählungen
    • Um die außergewöhnliche Verehrung der Königin Luise von Preußen zu verstehen, müssen verschiedene Ereignisse zusammenkommen. Seltene Schönheit und Anmut auf preußischen Thronen, bürgerliche Tugenden, ein früher Tod, die schlimmste Niederlage Preußens und das siegreiche Ende der Demütigungen sind entscheidend. Luise, die siebte von elf preußischen Königinnen, wurde zu einer Art Ursprungsmythos für das Deutsche Reich von 1871, was mit dem erstarkenden deutschen Nationalbewusstsein und der Rolle Preußens in den Befreiungskriegen zusammenhing, besonders durch ihren Sohn Wilhelm, der sechzig Jahre nach ihrem Tod deutscher Kaiser wurde. Luise wurde als mecklenburgische Prinzessin in Hannover geboren und verbrachte ihre Jugend südlich des Mains. Sie sprach Hochdeutsch mit hessischen Dialektanklängen und war bereits als junges Mädchen mit Goethes Mutter bekannt. Ihre Persönlichkeit vereinte die Treue und das Pflichtbewusstsein des Nordens mit der Herzenswärme des Südens. Am 10. März 1776 geboren, kam sie am 22. Dezember 1793 als Braut nach Berlin, wo sie einen triumphalen Empfang erlebte. Der Bildhauer Schadow verewigte sie und ihre Schwester in der berühmten Prinzessinnengruppe, die jedoch für die Legende der Luise kaum Bedeutung hatte, da ihr Ehemann, Friedrich Wilhelm III., das Kunstwerk nach seiner Krönung ablehnte. Schadow, ein bedeutender Bildhauer, hatte bereits Meisterwerke geschaffen, die die Schönheit der Schwiegertochter d

      Preußische Trilogie, 3 Bde.
    • Vyprávění pro přátele dějin o sporu slavného literárního historika s vesnickým kantorem o jakéhosi dávno zapomenutého básníka z doby napoleonských válek klade otázky po morální odpovědnosti vědce.

      Tajemný jakobín
    • Kossenblatt

      Das vergessene Königsschloss

      4,5(2)Évaluer

      Hommage an einen vergessenen Ort Schon Theodor Fontane besuchte Schloss Kossenblatt auf seinen ›Wanderungen durch die Mark Brandenburg‹. Günter de Bruyn erzählt in seinem neuen Buch die ganze Geschichte des Schlosses – von seiner kurzen Blütezeit unter Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. bis heute. Wie in seinen letzten Büchern geht es dabei immer auch um preußische Geschichte und die eigene brandenburgische Heimat. Darüber hinaus aber ist ›Kossenblatt‹ eine sehr persönliche, gelassen-melancholische Betrachtung über das Leben im Abseits, über Tod und Vergessen und die Kraft der Erinnerung.

      Kossenblatt
    • Zehn Jahre nach der Wiedervereinigung ist die Stimmung in Deutschland kritisch. Günter de Bruyn konstatiert: „Die Nation hat schlechte Laune. Sie ist wieder vereint, aber nicht glücklich.“ Diese Unzufriedenheit hat tiefere Ursachen, die auf ein falsches Verhältnis zur Geschichte zurückzuführen sind. In seinem Essayband geht de Bruyn scharf mit den Menschen in Ost und West ins Gericht und kritisiert den weit verbreiteten Werteverfall sowie die zunehmende Entchristianisierung der Gesellschaft. Er fordert dazu auf, die Traditionen und kulturellen Kräfte nicht aus den Augen zu verlieren, sondern sie für die Gegenwart zu nutzen. De Bruyn, einer der bekanntesten Schriftsteller aus der ehemaligen DDR, analysiert die mürrische Grundstimmung seiner Landsleute und bleibt dabei den Themen Kultur und Literatur treu. In anschaulichen Aufsätzen führt er die Leser durch Brandenburg, behandelt die Toleranz der Preußen, Berlin als Beispiel, die „ruinierte Stadt“ Potsdam und die wiederkehrenden Überschwemmungen im Oderbruch. Zudem widmet er sich der Literatur der Region, einschließlich Theodor Fontane und Heinrich Böll. Immer wieder thematisiert er die Macht der Vergangenheit und den richtigen Umgang mit der Geschichte.

      Deutsche Zustände