Er fragt, wie die Schweiz sich zu verändern hätte, wenn sie einsehen könnte, daß ihre Distanz zu Auschwitz nicht so groß ist, wie sie meint.
Adolf Muschg Livres
Adolf Muschg est un auteur suisse dont l'œuvre explore les relations complexes entre l'individu et la société, l'histoire et la mémoire. Avec une perspicacité pénétrante, il examine la psyché humaine et les dilemmes moraux, souvent avec un détachement ironique et une profonde compréhension des faiblesses humaines. Sa prose est reconnue pour sa rigueur intellectuelle, son inventivité formelle et sa capacité à poser des questions troublantes sur la nature de la réalité et de l'identité. La contribution littéraire de Muschg réside dans sa vision intransigeante du monde et son effort constant pour comprendre la condition humaine.







Leib und Leben
Erzählungen
Ihr Herr Bruder. der Zweitsitz Zigeunerleben. Intensivstation: Drei Stimmen 1. Diskant 2. Baß 3. Alt. Der 13. Mai. Wullschleger Country. Ein Glockenspiel. oder Unterlassene Anwesenheit. Lustig ist das
Entfernte Bekannte
Erzählungen
"In sieben Erzählungen demonstriert Adolf Muschg Entfernung; Entfernung zwischen denen, die miteinander »bekannt« wurden: durch den Zufall eines gemeinsamen Hospitalzimmers, durch Ehe, Verwandtschaft, Freundschaft oder Wohngemeinschaft. Und die Entfernung auch zu sich selbst."
Kinderhochzeit
- 580pages
- 21 heures de lecture
Klaus Marbach und seine Frau, Juristin Manon de Montmollin, lernen sich während ihrer Arbeit am Bergier-Bericht über die Schweizer Neutralitätspolitik im Zweiten Weltkrieg kennen. Nach ihrer Trennung setzt Marbach seine Recherchen im badischen Nieburg fort, getrieben von dem Wunsch, das Böse zu verstehen und ihm zu widerstehen. Unbemerkt von ihm wird er in die Verstrickungen der Kriegsgeneration und ihrer Nachkommen hineingezogen. Imogen Selber-Weiland, die letzte Erbin der Bühler-Dynastie, unterstützt seine Nachforschungen und beeinflusst zunehmend seine Fantasie. Marbach entdeckt auch ihre geheimnisvolle Verbindung zu dem abwesenden Schriftsteller Iring Selber. Seine Leidenschaft für die ältere Frau führt ihn von einer Grenzüberschreitung zur nächsten, bis er die Quellen seiner Existenz und das Labyrinth einer unvergangenen Geschichte erreicht. Der Autor thematisiert in dieser Liebesgeschichte mit kühner Offenheit das europäische Bewusstsein. Wie im Mythos des Roten Ritters Parzival wird die Frage nach dem 'rechten Leben' und dem 'einen, das not tut', aufgeworfen, und es zeigt sich, was der europäischen Zivilisation bislang nicht gelungen ist.
Beat Schneider hat etwas Unverzeihliches getan, was ihn seine Ehe mit LouAnne kostet. Sie ist eine außergewöhnliche Zeichnerin, die nicht nur auf seine Liebe, sondern auch auf seine Fürsorge angewiesen ist. Umso kostbarer ist ihm die japanische Tasche, die ihm LouAnne geschenkt hat und die er nicht aus den Augen lässt. Bis er auch sie verliert. Das Leben Schneiders, eines originellen Historikers, der an Karriere nicht interessiert ist, steht unter dem besonderen Schutz seiner einstigen Kinderfrau, die er Alcina nennt und die ihm nach ihrem Verschwinden ein beträchtliches Erbe hinterlassen hat. Sie hat ihm Märchen erzählt und die Traumlogik der Märchen scheint auch in Schneiders Leben zu walten. Nicht nur dieses Motiv verbindet Adolf Muschgs neuen Roman „Die Japanische Tasche“ mit „Sutters Glück“ (2001). Denn auch dessen Hauptfigur, der ehemalige Gerichtsreporter Emil Gygax, den seine Frau Ruth Sutter nannte, taucht hier wieder auf, aus gutem Grund. Freundschaft und Liebe, Abschied und Verluste, die rätselhaften Verbindungen im Leben der Menschen, familiäre Bande und solche jenseits der Familie, die vielleicht noch stärker sind, spielen eine zentrale Rolle in diesem schönen, schwebend-geheimnisvollen Roman, der von einer großen Liebe und ihrem tragischen Verlauf erzählt.
Der Fälscher. Erzählungen
- 160pages
- 6 heures de lecture
Vier Erzählungen von Inoue Yasushi zeigen ihn als großen Prosaautor, dem es um die verborgenen Psychodramen, um die Geschichte unerfüllter Sehnsüchte und unbewußter Konflikte geht, die das menschliche Schicksal bestimmen. Mit eindringlichen Bildern zieht er den Leser immer wieder in seinen Bann. der leise Ton und eine tiefe Menschlichkeit und Anteilnahme prägen sein Schreiben. Enth.: Der Vulkan = Shōbandai (1961), Schilf = Ashi (1956), Der Fälscher = Aru gisakuka no shōgai (1951), Die Singdrossel = Hiyodori (1951)
Der Rote Ritter
- 1089pages
- 39 heures de lecture
Adolf Muschg wurde 1934 als Sohn von Adolf Muschg senior (1872–1946) und seiner zweiten Frau in Zollikon, Kanton Zürich/Schweiz geboren. Er studierte Germanistik, Anglistik sowie Philosophie in Zürich und Cambridge und promovierte über Ernst Barlach. Von 1959 bis 1962 unterrichtete er als Gymnasiallehrer in Zürich, dann folgten verschiedene Stellen als Hochschullehrer, unter anderem in Deutschland (Universität Göttingen), Japan und den USA. 1970 bis 1999 war er Professor für deutsche Sprache und Literatur an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. 1975 war Muschg Kandidat der Zürcher Sozialdemokratischen Partei für den Ständerat. Er wurde zwar nicht gewählt, äußerte sich nach wie vor regelmäßig zu politischen Zeitfragen. Adolf Muschg ist seit 1976 Präsident der Akademie der Künste Berlin, Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt sowie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz. Lesereisen führten ihn bisher nach Deutschland, England, Holland, Italien, Japan, Kanada, Österreich, Portugal, Taiwan, USA. Er lebt in Männedorf bei Zürich.
Empörung durch Landschaften
Vernünftige Drohreden
Adolf Muschg sucht den Konsensus, will überzeugen und nicht recht behalten, und seine Drohreden sind eigentlich eher Klagereden, aber ohne larmoyanten Beiklang. Sie stammen aus dem Nachsinnen über Verlorenes. Neue Zürcher Zeitung
Literatur als Therapie?
Ein Exkurs über das Heilsame und das Unheilbare. Frankfurter Vorlesungen
- 204pages
- 8 heures de lecture
Die ersten Kapitel dieses Textes enthalten die notwendigen Erklärungen. Er basiert nur teilweise auf der Gastvorlesung für Poetik, die ich im Januar/Februar 1980 an der Frankfurter Universität gehalten habe. Der Text ist hauptsächlich meine Reflexion über die Auswirkungen dieser Vorlesungen auf andere und mich selbst, also ein Bericht über den Prozess, den ich zum Thema „Literatur als Therapie?“ unternommen habe. Das Thema ist unerschöpflich, was ich nicht rechtfertigen muss. Vielmehr stellt sich die Frage, ob mein Ansatz, der wie ein systematisches Werkzeug wirkt, angemessen ist. Der erste Teil bis Ziffer 25 beschäftigt sich mit den Therapie-Erwartungen, die gegenwärtig bei Schriftstellern und Lesern bestehen. Die Ziffern 26 bis 41 beleuchten die Vorgeschichte meiner eigenen Schreib- und Therapiebedürftigkeit. Der dritte Teil versucht einen historisch-anthropologischen Zugang und ist, da man sich dabei leicht übernehmen kann, der feierlichste, aber auch der am wenigsten konsequente. Ich spüre immer deutlicher, dass das Thema einer zusammenhängenden Behandlung spotten kann, und wünschte mir mehr Mut zu Aus- und Abschweifungen. Ich stelle mir Leser vor, die die Überschriften als Wegweiser im Dickicht verstehen und deren Komik ebenso freundlich deuten wie mein Bedürfnis nach Ordnung.
»Im dritten Roman von Adolf Muschg (erstmals erschienen 1969) spielen alle — sie spielen ›mit dem Feuer‹ oder einfach nur so: mit dem Flipper oder dem Tischfußballgerät, auf der Mundharmonika oder der Gitarre, mit Schachfiguren oder der Polizei. Man spielt Trauerfeier und Maskenball, mit Ideen, Theorien und Menschen, einer spielt einen Toten, ein anderer den Detektiv, ein dritter den Mörder. ... Das Hauptspiel wird von Andres in Gang gesetzt: wie man von der Bildfläche verschwindet, indem man ein Unfall inszeniert, um dem Ermordetwerden zuvorzukommen.« FAZ
Príbeh románu Baiyun sa odohráva koncom sedemdesiatych rokov v Číne, kam príde na oficiálnu návštevu osemčlenná delegácia rozličných švajčiarskych odborníkov. Cestou po šírej krajine, ktorou ich vedú domáci sprievodcovia a tlmočníci, sa majú oboznámiť s novými vymoženosťami a tendenciami čínskeho hospodárstva a poľnohospodárstva, so starou kultúrou a rozličnými pamiatkami. Jednotliví členovia delegácie sa však nezameriavajú len na poznávanie cudzej krajiny, ale postupne sa sústreďujú čoraz väčšmi na seba. Drobné nedorozumenia, vznikajúce v ich úzkom kruhu, a najmä náhla smrť - alebo vražda - vedúceho ich delegácie vyvolajú medzi nimi konflikty, pri ktorých vyjde najavo, že ani jedna zo zdanlivo vyhranených osobností sa nespráva tak, ako od nej očakávajú ostatní.
Besuch in der Schweiz
- 88pages
- 4 heures de lecture
SCHENKT DIE KUNST UNS EIN ZWEITES LEBEN? Um in Berlin ein neues Buch zu schreiben, verlässt der Schriftsteller A. die Schweiz – und seine Ehe. Er setzt seine Krebsbehandlung ab, beschließt dafür aber einer Figur, die er in seinem letzten Roman sterben ließ, ein zweites Leben zu bescheren. Dabei erfährt er, dass er über Figuren seiner Erfindung so wenig allein verfügen kann wie über andere Menschen, denen er begegnet. Eine Wette zwischen Kunst und Leben, die auf überraschende Weise an einem Ort zwischen Ozean und Wüste eigentlich entschieden scheint, als sich eine neue, dramatische Bedrohungslage entwickelt... Der neue Roman von Adolf Muschg Eine Wette zwischen Kunst und Leben Nach "Sutters Glück" und "Die Japanische Tasche" der dritte Roman um den Gerichtsreporter Sutter und seine Frau Ruth Ein großer Roman über das Thema Literatur und Erlösung
Gegenzauber
Roman
In Amerika hat der studentische Aufbruch begonnen, sein Übergreifen nach Europa zeichnet sich ab. Muschg versammelt in seinem Buch eine Gruppe von Intellektuellen und Künstlern, um sie eine eigene Version der studentischen Rebellion gestalten zu lassen.
Döblins Debütroman aus dem Jahre 1915 wurde als das erste Meisterwerk expressionistischer Erzählkunst bewundert. Der Roman, der im China des 18. Jahrhunderts spielt und zum ersten Mal ungeheure Menschenmassen agieren lässt, markiert den Beginn der Moderne. Die Geschichte des armen Fischersohnes Wang-lun, der zum Anführer einer pazifistischen Sekte wird, aber schließlich doch zu den Waffen greift, ist eine Parabel auf die Unmöglichkeit einer friedlichen Welt.
Adolf Muschg wurde 1934 als Sohn von Adolf Muschg senior (1872–1946) und seiner zweiten Frau in Zollikon, Kanton Zürich/Schweiz geboren. Er studierte Germanistik, Anglistik sowie Philosophie in Zürich und Cambridge und promovierte über Ernst Barlach. Von 1959 bis 1962 unterrichtete er als Gymnasiallehrer in Zürich, dann folgten verschiedene Stellen als Hochschullehrer, unter anderem in Deutschland (Universität Göttingen), Japan und den USA. 1970 bis 1999 war er Professor für deutsche Sprache und Literatur an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. 1975 war Muschg Kandidat der Zürcher Sozialdemokratischen Partei für den Ständerat. Er wurde zwar nicht gewählt, äußerte sich nach wie vor regelmäßig zu politischen Zeitfragen. Adolf Muschg ist seit 1976 Präsident der Akademie der Künste Berlin, Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt sowie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz. Lesereisen führten ihn bisher nach Deutschland, England, Holland, Italien, Japan, Kanada, Österreich, Portugal, Taiwan, USA. Er lebt in Männedorf bei Zürich.
Sutters Glück
- 335pages
- 12 heures de lecture
Sutter, ehemaliger Gerichtsreporter, seit kurzem Witwer, wird Abend für Abend von einem anonymen Anrufer heimgesucht – und schließlich, bei einem Spaziergang, angeschossen. Die Suche nach dem Täter führt ihn zu einem Jahre zurückliegenden Gerichtsprozeß, in dem es um Tod und Leben gegangen war. Im Erinnern stößt Sutter auf die Geheimnisse, die seine Frau Ruth mit ihrem Freitod hinterlassen hat und die er nun befragen und entwirren soll. Im kleinen Kosmos seiner Umgebung, die sich fortschrittlich wähnt und freundlich gibt, stößt Sutter auf all die Fallen, in die er zeitlebens immer wieder getappt war. Sein Lebensroman, den er bald vor sich sieht, gleicht einem Krimi, in dem er die Rolle des Täters wie die des Opfers nur allzugern zu spielen bereit war. »Ein Krimi, ein philosophischer, in dem ein Leben und eine Lebensweise auf Spuren und Indizien abgesucht werden, um ihr Geheimnis und ihre bewußten wie unbewußten Lügen zu durchdringen. Ein großes Leseabenteuer«, urteilte Claus-Ulrich Bielefeld in der »Woche«.
»Kannst du dir vorstellen, daß ich nie einen Menschen geliebt habe?« Josef, einst Herr einer Hotelkette, ist überrascht von seinem eigenen Schrei, als sein Enkel John die Krippenfiguren anders anordnet und eine Szene intimer Gewalt schafft. Dieses Erschrecken offenbart eine nicht vergangene Geschichte: Hat Josef vor fast fünfzig Jahren die Frau, die er zu lieben glaubte, umgebracht? Diese belastende Wahrheit kann er einem Sechsjährigen nicht mitteilen. Stattdessen verfasst er einen langen Brief an John, den dieser erst in zwanzig Jahren lesen wird. Darin blickt Josef auf sein Leben zurück – geprägt von falscher Moral und Kälte. Er flieht aus seinem Elternhaus, um in seiner Generation eine neue Familie zu finden. Die Erlebnisse in den fünfziger und sechziger Jahren führen zu einer schrecklichen Tat, die ihn aus der Bahn wirft. Josef flieht bis nach Ägypten, wo ihm eine Frau begegnet, die sein Scheitern unerwartet beendet. Adolf Muschg schafft ein eindrucksvolles Porträt eines Mannes, der zwischen großen Idealen und den Nöten seiner Mitmenschen gefangen ist. Da er nicht das Zeug zum Revolutionär hat, muss er einen langen Weg der Befreiung gehen. Das Lächeln, das er von seinem Vater geerbt hat, bleibt nicht gefangen und offenbart sich in jedem Satz des Textes, sowohl in dem, was er festhält, als auch in dem, was er offenlässt.
Wer hätte sich nicht schon einmal mit der Absicht zu einer ungesetzlichen Tat getragen? Vier bekannte Autoren der Gegenwart haben sich von diesem Gedanken zu einer aufregend-reizvollen Anthologie anregen lassen. Ihre beklemmenden Erzählungen bezeihen den Leser, sein Urteil und sein Gewissen auf ungewöhnliche Weise in die Lektüre ein. Inhalt: - Heinrich Böll: Ein Fall für Herrn F., Herrn D. oder Herrn L.? (1976) - Peter Härtling: Für Ottla - Adolf Muschg: Der Zweitsitz oder: Unterlassene Anwesenheit - Gabriele Wohmann: Guilty
Es ist nicht die Heizung, wenn es im Haus „zum Eisernen Zeit“ im schweizerischen Münsterburg in den Wänden klopft. Die drei jungen Rechtsanwälte, die als „Trockenwohner“ in die nicht geheuere Dachwohnung ziehen, scheinen die Wiedergänger eher anzuziehen, als sie zu vertreiben. Das beginnt mit dem Freiherrn von Sax und seiner tödlichen Schädelwunde – sie ist bis heute an der erhaltenen Mumie zu besichtigen –, aber mit ihm endet es nicht, ja nicht einmal mit dem „Gespenst des Kommunismus“ und den bösen Geistern des 19. und 20. Jahrhunderts. Eine Mitgift des Herrn von Sax spukt freilich durch alle Kapitel dieses Romans: die berühmteste Minnehandschrift des Mittelalters, die er als Kriegsbeute mitgehen ließ. Diese Handschrift lebt. Wer sie öffnet, wird mit Haut und Haar hineingezogen. Das gilt auch für dieses Buch. Mit Figuren wie von Fellini und einer labyrinthischen Architektur bereitet uns der Roman ein ungeheueres Leseerlebnis. Wer den Sehnsüchten, Liebesgeschichten, Plänen und Karrieren von Muschgs Figuren nachforscht und dabei die dünne Wand zwischen den Lebenden und Toten durchstößt, begegnet der Frage, die beide Seiten umtreibt: die nach dem gelebten und dem ungelebten Leben. Spannend, hoch erotisch und visionär: das Leseabenteuer einer Geisterbeschwörung.
Albissers Grund
- 379pages
- 14 heures de lecture
Im Spätsommer 1973 schießt Dr. phil. Peter Albisser auf Constantin Zerutt, mit dem er seit 1969 im Gespräch war, und verletzt in schwer. Bei der Vernehmung am nächsten Tag bekennt sich Albisser schuldig, ohne Provokation auf Zerutt geschossen zu haben. Zerutt ist ein Zeuge, der den gerichtlichen Erwartungen so gar nicht entspricht. Wenn er überhaupt redet, dann erzählt er Geschichten, über sich, und über Albisser. Die Fragen und Nachforschungen der Untersuchungsrichter sind der erzählerische Anlaß: Die Suche nach dem Motiv. Albissers Lebenslauf beschreibt die Entwicklung des moralischen und politischen Bewußtseins, von der Suche nach den Ursachen körperlicher Krankheit bis zum Wissen um das Unbehagen an der Gesellschaft, von der Resignation und Todessehnsucht bis zur gesellschaftsverändernden Aktivität für menschlichere Verhältnisse, aus Sehnsucht nach Leben. Das alles ist mit höchstem Kunstverstand erzählt. Albissers Grund ist ein sehr realistisches, weil poetisches Buch. Es vereinigt in sich die Spannung des Kriminalromans, die stoffliche Fülle des Entwicklungsromans und die kritische Humanität in der Darstellung zeitgenössischer Wirklichkeit.
In seinem neuen Roman erzählt Adolf Muschg die Geschichte von Hermann Ludwig von Löwensterns (1777–1836) Versuchen, nach Japan zu gelangen. Der Balte hatte im Auftrage des russischen Zaren an Adam von Krusensterns erster Weltumseglung teilgenommen und kennt auch die dramatischen Ereignisse des zweiten russischen Versuchs unter Wassili Golownin, der mit dessen Gefangenschaft in Japan endet. Golownin hat über dieses Abenteuer geschrieben. Löwensterns eigenes Lebensabenteuer, das um „die Entdeckung“ eines Landes kreist, das sich seit Jahrhunderten abgeschottet hat, führt ihn selbst in eine prekäre Gefangenschaft, aus der ihn nur die Liebe wieder befreien kann. Im Zentrum des Romans steht die leidenschaftliche, extreme Liebesgeschichte Löwensterns mit Nadja, die auf vielfältige Weise mit den Protagonisten dieser Geschichte – realen historischen Figuren – verbunden ist. Diese Liebe stellt alles infrage und auf den Kopf, Rollen, Gefühle, Sprache und Erotik. Löwensterns geheime Geschichte hat ihn zu Aufzeichnungen inspiriert, die auf verschlungenen Wegen in Adolf Muschgs Hände gelangt sind. Japan als Projektion und Erlebnis ist auch ein Lebensthema Muschgs. In diesem spannenden, auf historischen Tatsachen beruhenden Roman liefert Muschg zugleich ein Vexierbild über das Spiel zwischen dem Eigenen und dem Fremden.
Goethes zweite Schweizer Reise 1779 hätte gut die letzte des damals Dreißigjährigen sein können, und der „Werther“ sein einziges bekanntes Werk. Denn das Risiko einer neunstündigen Fußwanderung über die Furka im November durch Neuschnee war unberechenbar. Aber der frisch ernannte Geheimrat hatte es auf den kürzesten Weg zu seinem heiligen Berg, dem Gotthard, abgesehen, seinen acht Jahre jüngeren Landesfürsten Carl August mitgenommen und alle Warnungen in den Wind geschlagen. Adolf Muschg liest diesen 12. November, den „weißen Freitag“, die Wette Goethes mit seinem Schicksal, als Gegenstück zu Fausts Teufelswette und zugleich als Kommentar zum eigenen Fall eines gealterten Mannes, der mit einer Krebsdiagnose konfrontiert ist. Als Zeitgenosse weltweiter Flucht und Vertreibung und einer immer dichteren elektronischen Verwaltung des Lebens findet er gute Gründe, nach Vorhersagen, Warnungen und Versprechen in einer Geschichte zu suchen, die gar nicht vergangen ist. Sie handelt vom Umgang mit dem Risiko, dem auch der noch so zivilisierte Mensch ausgesetzt ist, weil er es als Naturgeschöpf mit Kräften zu tun hat, die er nicht beherrschen kann. Muschg hat mit dieser Doppelbelichtung zweier Reisen sein persönlichstes Buch geschrieben und sich ihrem bei aller Verschiedenheit gemeinsamen Grund genähert, den man nur im Erzählen ahnt – mit immer noch offenem Ende und doch im Wissen um die Endlichkeit, die nicht zu überschreiten ist.
Ohne seine Freundin Sumi hätte Andreas, der begnadete Cellist, den Mut zu seinem schwierigen Pariser Konzert nicht aufgebracht. Mit ihr aber hat er den entscheidenden Termin fast versäumt - weil die Nacht die beiden beinahe verschluckt hätte. Warum sie ihn danach abrupt verläßt und nach Japan zurückfährt, kann er nicht begreifen. Überhaupt wird Andreas aus den Frauen, mit denen er sich tröstet und die ihn trösten, nie klug: aus Catherine nicht, aus Vera nicht und nicht aus Jacqueline. Und immer ist er einen Schritt zu spät - was er auch anpackt, wem er sich nähert, er bleibt im Korsett seiner Herkunft sowie im Korsett seiner so großen Begabung.Adolf Muschg hat mit Eikan, du bist spät einen Roman komponiert, in dem das Verhältnis von Frau und Mann, des Schweigens zum Reden, von westlichen wie östlichen Mustern berührt, nie »ausgesagt«, nie ausagiert wird. Andreas - ein typischer Mann in den besten Jahren? - bleibt, auch als er im fernen Japan sein Scheitern als Möglichkeit einer Umkehr erfährt, ein unsolider Mitspieler um den Preis des Lebens. Daß die Aufgabe, daraus etwas wie »seine Lebenskunst« zu machen, mit »aufgeben« zu tun haben könnte, merkt er spät, doch nicht zu spät.
"Freundschaftsgesellschaft" lautet der offizielle Name der chinesischen Touristen-Organisation; von den Touristen selbst wird eines Tages mehr verlangt als "Völkerfreundschaft": nämlich die Auseinandersetzung mit ihren eigenen Motiven. Denn in Shen-yang, der letzten Station, stirbt der Delegationsleiter eines merkwürdigen Todes.
Wilhelm Meisters Wanderjahre, oder, Die Entsagenden
- 564pages
- 20 heures de lecture
Dem Bildungsroman Wilhelm Meisters Lehrjahre lässt Goethe 1821 eine in ihrem Reichtum an literarischen Formen und Reflexionen bis heute nicht ausgedeutete Fortsetzung folgen, in der er seinen Protagonisten gemeinsam mit dessen Sohn Felix auf Wanderschaft schickt. Die ereignisreiche Bildungsreise endet mit dem Entschluss Wilhelms, eine praktische Ausbildung zum Arzt zu machen und dem Wohl der Gesellschaft zu dienen. Der Band bietet den Text der 1829 erschienenen vom Autor stark überarbeiteten Fassung sowie die einleitenden Gedichte und Sprüche der ersten Fassung.
Gehen kann ich allein und andere Liebesgeschichten
- 147pages
- 6 heures de lecture
Adolf Muschg wurde 1934 als Sohn von Adolf Muschg senior (1872–1946) und seiner zweiten Frau in Zollikon, Kanton Zürich/Schweiz geboren. Er studierte Germanistik, Anglistik sowie Philosophie in Zürich und Cambridge und promovierte über Ernst Barlach. Von 1959 bis 1962 unterrichtete er als Gymnasiallehrer in Zürich, dann folgten verschiedene Stellen als Hochschullehrer, unter anderem in Deutschland (Universität Göttingen), Japan und den USA. 1970 bis 1999 war er Professor für deutsche Sprache und Literatur an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. 1975 war Muschg Kandidat der Zürcher Sozialdemokratischen Partei für den Ständerat. Er wurde zwar nicht gewählt, äußerte sich nach wie vor regelmäßig zu politischen Zeitfragen. Adolf Muschg ist seit 1976 Präsident der Akademie der Künste Berlin, Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt sowie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz. Lesereisen führten ihn bisher nach Deutschland, England, Holland, Italien, Japan, Kanada, Österreich, Portugal, Taiwan, USA. Er lebt in Männedorf bei Zürich.
Adolf Muschg erzählt in seinem Roman von Personen, denen ein Reisestipendium gewährt wird und die so in den Genuß eines japanischen Sommers kommen. Unter den Geschichten der Reisenden, die der Erzähler in seinen Bericht an den Freund verwebt, findet sich eine Liebeserzählung von großer Anmut und Traurigkeit, die man nicht wieder vergessen wird.
Das Licht und der Schlüssel
Erziehungsroman eines Vampirs
Adolf Muschg wurde 1934 als Sohn von Adolf Muschg senior (1872–1946) und seiner zweiten Frau in Zollikon, Kanton Zürich/Schweiz geboren. Er studierte Germanistik, Anglistik sowie Philosophie in Zürich und Cambridge und promovierte über Ernst Barlach. Von 1959 bis 1962 unterrichtete er als Gymnasiallehrer in Zürich, dann folgten verschiedene Stellen als Hochschullehrer, unter anderem in Deutschland (Universität Göttingen), Japan und den USA. 1970 bis 1999 war er Professor für deutsche Sprache und Literatur an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. 1975 war Muschg Kandidat der Zürcher Sozialdemokratischen Partei für den Ständerat. Er wurde zwar nicht gewählt, äußerte sich nach wie vor regelmäßig zu politischen Zeitfragen. Adolf Muschg ist seit 1976 Präsident der Akademie der Künste Berlin, Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt sowie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz. Lesereisen führten ihn bisher nach Deutschland, England, Holland, Italien, Japan, Kanada, Österreich, Portugal, Taiwan, USA. Er lebt in Männedorf bei Zürich.
"Adolf Muschgs neue Erzählungen sind Liebesgeschichten, die sich als Prozeßberichte, 'Prozeßberichte', die sich als Liebesgeschichten lesen lassen. Sie handeln von alltäglichen, juristisch nicht einklagbaren Delikten: Täuschung durch Körpernähe, falsch gemünzte Erwartungen, gutwillige Unwahrheiten." Ulrich Meister
Der Architekt Paul Neuhaus, frisch verlassen, erhält eine Einladung von seinen alten Freunden Ken-Ichi und Mitsuko. Der Bürgermeister eines Dorfes nahe beim Unglücksmeiler von Fukushima, Mitsukos Onkel, bittet Neuhaus, ihn zu besuchen. Die Gegend ist verstrahlt, die Dörfer sind verlassen, die kontaminierte Erde ist abgetragen. Die Regierung wünscht die Rückbesiedlung, aber die Menschen haben Angst. Der Bürgermeister will Neuhaus für eine Künstlerkolonie gewinnen – in der verstrahlten Zone –, um neue Hoffnung zu wecken. Neuhaus reist mit Mitsuko an und sie geraten in eine unentrinnbar intensive Nähe zueinander. Ist in der schönen, verseuchten Landschaft Fukushimas eine Zukunft möglich wie auch in der Liebe zwischen Paul und Mitsuko? Sie beide begleitet die Lektüre Adalbert Stifters. So wie dort die geheimnisvolle Kette von Ursache und Wirkung die Bereiche des Lebens gleichermaßen verknüpft, so stellt die unheilvolle Kettenreaktion im Atommeiler in Fukushima nicht nur die Japaner vor die Frage, was diese Katastrophe über uns alle sagt. Sind wir im Zentrum der Gefahr nicht näher an unserer Wahrheit und an der unserer Gegenwart?
Ein ungetreuer Prokurist
Und andere Erzählungen - ein Insel Taschenbuch im Großdruck
- 156pages
- 6 heures de lecture
Fremdkörper
Erzählungen
Texte
- 495pages
- 18 heures de lecture
Fremdkörper
- 121pages
- 5 heures de lecture
Eine Geschichte um wenig, und um eine Hauptsache: ein Mann namens Martin, verheiratet, fährt einer jüngeren Frau nach, einer Erinnerung und einem Wunsch nach mehr Gegenwart. Anne erweist sich nicht als Retterin; sie befindet sich in einer anderen, ihrer eignen Geschichte. Nach einer Nacht und einem halben Tag im Jura hilft sie Martin und seinem nicht mehr ganz fahrtüchtigen Wagen auf den Weg nach Hause zurück. Beinahe ein Liebesdienst, wenn es das Ziel des Menschen wäre, erwachsen zu werden; ein solches Ziel leistet man sich mit fünfundzwanzig Jahren leichter als mit fünfundvierzig. Muschg nützt den Abstand zwischen Anne und Martin für Prosa im vollen Sinn des Wortes, für einen geduldigen Umgang mit dem Selbstverständlichen, das schwer zu ertragen ist.
Nur ausziehen wollte sie sich nicht
Ein erster Satz und seine Fortsetzung
Wenn Sexualität in der Literatur eine Frage ihrer zureichenden Darstellung ist, so ist sie in der Wett-bewerbsgesellschaft das Problem der immer noch stärkeren Darstellung. Dabei stößt diese an ihre quasi natürlichen Grenzen. Die Organe und Requisiten nackter Menschen sind limitiert, ihre Kombinationsfähigkeit endlich. Wir sind keine lustvolle Gesellschaft; davon zeugen die Repräsentanten unserer Lust. Die Konventionen sterben aus, welche die Opposition der Lust erfinderisch gemacht haben. Auch die Intimität weiß nichts mehr von ihrem Reiz, den auch die Neuigkeit nicht wiederhergestellt hat, daß Berührung tödlich sein kann. Nichts Sexuelles sei uns mehr fremd? In diesem Bericht aus einem japanischen Nachtklub kann man es anders lesen. Muschg beschreibt eine Inszenierung, die ihn vollkommen befremdet hat. Sie erschien ihm nicht mehr von dieser Welt - bevor ihm der Verdacht kam, sie sei es nur zu sehr. Den Schritt, den eine Männergesellschaft hier hinter die bekannte Zivilisation zurückgeht, könnte sie ihr voraushaben. Nicht jede unerhörte Begebenheit hat das Zeug zur Novelle. Diese war ein Lust-Spiel, das den Autor das Fürchten lehrte.
Zeichenverschiebung
- 41pages
- 2 heures de lecture
Adolf Muschg geht in seinem scharfsinnigen Essay den uns Europäern oft sehr fremdartig anmutenden Phänomenen der japanischen Lebens- und Denkart nach. "Ich habe aus der "Zeichenverschiebung" mehr über Japan gelernt als aus vielen dicken Büchern zuvor."(Heinz Dürr, ehem. Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn)"Den Sinn des dichten japanischen Regelgeflechts hat Muschg dem Nichteingeweihten einfühlsam vermittelt."(Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Im Erlebensfall
Essays 2002-2013
Kulturelles Gedächtnis, digitale Revolution, mythische Verstrickungen in Kunst und Zivilisation, menschliche Endlichkeit, Konsumgesellschaft, Europa und Finanzkapital – dies sind zentrale Themen in den Vorträgen und Essays von Adolf Muschg, die anlässlich seines achtzigsten Geburtstags in diesem Band versammelt sind. Der Beginn des Buches bietet eine tiefgehende Analyse von Velázquez' Gemälde „Die Spinnerinnen“, das den Ursprung der Webkunst und der Textverfertigung thematisiert. Der rote Faden führt nicht aus dem Labyrinth, sondern tiefer hinein und zeigt, dass die Ränder menschlicher Existenz und ihr Zentrum eins sind. Entscheidend ist die Erfahrung des Wegs. Muschg erzählt auch eine persönliche Geschichte und präsentiert sich als ein Intellektueller europäischen Formats, der Europa als unerledigtes Geschäft betrachtet. Auf der Suche nach tragfähigen Darstellungen menschlicher Realität findet er immer wieder zur Kunst zurück. Inspiriert von Goethe und Jacob Burckhardt, der die Geschichte als Versuch sah, die in jeder Gesellschaft angelegten Widersprüche durch Kunst zu zivilisieren, plädiert Muschg dafür, Mehrdeutigkeit zuzulassen, anstatt sie zu minimieren oder zu unterdrücken.
In seinem Buch zeigt Muschg, daß die Schweiz in den letzten Jahrzehnten entscheidende Weichenstellungen wie die, sich zu Europa zu bekennen, verpaßt und obendrein ihre eigene europäische Geschichte um das Revolutionsjahr 1848 uminterpretiert hat. Aber Muschg wäre nicht Muschg, wenn er diesen Sachverhalt nicht mit literarischen, also erzählerischen Mitteln ins Bild brächte: anhand von drei Figuren, von denen der Gründer Alfred Escher die mächtigste, der Dichter Gottfried Keller die bekannteste, beider Gegenspieler aber, der Advokat Friedrich Locher, die eigentliche Entdeckung des Buches ist. Im Spannungsfeld dieser drei entsteht (oder verfällt) »republikanische Kultur«. Sie ist der hartnäckig festgehaltene Orientierungspunkt des Schweizers Muschg. O mein Heimatland! ist ein streitbares Buch, das die Geschichte des Bundesstaates seit seiner Gründung 1848 auf ganz besondere Weise erzählt.
Wo alles aufhört, beginnt das Spiel
- 36pages
- 2 heures de lecture
Adolf Muschg wurde 1934 als Sohn von Adolf Muschg senior (1872–1946) und seiner zweiten Frau in Zollikon, Kanton Zürich/Schweiz geboren. Er studierte Germanistik, Anglistik sowie Philosophie in Zürich und Cambridge und promovierte über Ernst Barlach. Von 1959 bis 1962 unterrichtete er als Gymnasiallehrer in Zürich, dann folgten verschiedene Stellen als Hochschullehrer, unter anderem in Deutschland (Universität Göttingen), Japan und den USA. 1970 bis 1999 war er Professor für deutsche Sprache und Literatur an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. 1975 war Muschg Kandidat der Zürcher Sozialdemokratischen Partei für den Ständerat. Er wurde zwar nicht gewählt, äußerte sich nach wie vor regelmäßig zu politischen Zeitfragen. Adolf Muschg ist seit 1976 Präsident der Akademie der Künste Berlin, Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt sowie der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz. Lesereisen führten ihn bisher nach Deutschland, England, Holland, Italien, Japan, Kanada, Österreich, Portugal, Taiwan, USA. Er lebt in Männedorf bei Zürich.
Übersee : Drei Hörspiele
- 95pages
- 4 heures de lecture
Psychologický sociálně kritický román s kriminální zápletkou. Autor se zde zabývá rozborem složitého boje mezi konzervativismem a pokrokem v myšlení švýcarské inteligence.
Velká švýcarská firma vyšle douJaponska na půlroční stipendijní pobyt šest svých spolupracovníků, aby na základě svých dojmů napsali příspěvky proujubilejní sborník, jímž má být oslavenoustoulet trvání obchodních styků firmy s Japonskem. Konfrontace šesti Švýcarů se životem vzdálené země tvoří hlavní náplň románu. Každý z nich se totiž svým způsobem pokouší navázat kontakt s cizím prostředím a každý z těchtoupokusů končí neúspěchem - od komickéhounedorozumění až poutragickou krizi. Mezi zážitky ostatních účastníků a zároveň vlastně ústřední motiv celéhourománu tvoří milostný příběh švýcarskéhounovináře a japonské studentky Joko.
Von einem, der auszog, Leben zu lernen
- 84pages
- 3 heures de lecture
Libro usado en buenas condiciones, por su antiguedad podria contener señales normales de uso
Ich gönne mir das Wort Gott
- 328pages
- 12 heures de lecture
Das eigene Leben - Jemand sein dürfen, statt etwas sein müssen
Denkschrift für Daniel Hell
- 312pages
- 11 heures de lecture
Insel Taschenbuch - 1700: Goethe als Emigrant
- 209pages
- 8 heures de lecture
Die kleine Reihe: Mars
- 224pages
- 8 heures de lecture
Suhrkamp Taschenbuch: Gehen kann ich allein und andere Liebesgeschichten
- 147pages
- 6 heures de lecture
"Muschg kann alles, was er will - auch eine perfekte Short Story schreiben", urteilte Martin Ebel im Tagesanzeiger über den Band mit Liebesgeschichten des Büchner-Preisträgers, in dem Menschen auf der Suche nach den wirklich wichtigen Momenten des Lebens, nach den kurzen Augenblicken bedingungsloser Hingabe sind.§"Muschgs Liebesgeschichten sind sprachlich brillant, raffiniert in den Konstellationen und voller erzählerischer Ironie - rotzfrech, schlagfertig, schlitzohrig und mit einem Sinn fürs Komische." Samuel Moser, Neue Zürcher Zeitung
German
Adolf Muschgs persönlichstes Buch Voller Trauer und Schönheit – "Nicht mein Leben" ist eine dichte, bewegende Erzählung über Wahrheit und Lüge im Leben und Lieben des August Mormann, das vielleicht persönlichste Buch des Büchner-Preisträgers Adolf Muschg. August Mormann, achtzigjähriger, zunehmend fragiler ehemaliger Schweizer Gymnasialprofessor für Alte Sprachen und Autor leidenschaftlicher Essays über Europa, sucht sich eine Grabstätte auf einem Zürcher Friedhof. Seine viel jüngere, aus Japan stammende dritte Ehefrau Akiko Kanda möchte einmal mit ihm in seinem Grab liegen. Ein anrührender Liebesbeweis in einer komplizierten Ehe. Das und die Entdeckung, dass sein Grab-Nachbar sein ehemaliger Mitschüler Robin ist, der ihm, dem verwaisten und von seinen Halbgeschwistern allein gelassenen Jungen, einst sein geistiges Überleben ermöglicht hat, bringt Mormann dazu, sein Leben und dessen Spielregeln zu überdenken. Als er von einer nicht nur wegen des Überfalls Russlands auf die Ukraine überschatteten Europa-Konferenz in Triest nach Hause kommt, ist seine Frau verschwunden. "Adolf Muschg zählt zu den profiliertesten Autoren der Schweizer Gegenwartsliteratur." Manfred Papst, NZZ am Sonntag Voller Trauer und Schönheit Das neue Buch des Büchner-Preisträgers "Schweizer Homme de Lettres und europäischer Intellektueller" Sandra Kegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung "Vordenker des Andersseins" Joseph Hanimann, Süddeutsche Zeitung

























































