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Hubert Fichte

    21 mars 1935 – 8 mars 1986
    Psyche
    Der Kleine Hauptbahnhof oder Lob des Strichs
    Der Aufbruch nach Turku und andere Erzählungen
    Die zweite Schuld
    The black city
    Dialogues
    • Dialogues

      • 76pages
      • 3 heures de lecture

      Vous me reprochez d’écrire en bon français? Premièrement, ce que j’avais à dire à l’ennemi, il fallait le dire dans sa langue, pas dans la langue étrangère qu’aurait été l’argot. Seul un Céline pouvait le faire. Il fallait un docteur, médecin des pauvres, pour oser écrire l’argot. Lui, il a pu changer le français bien correct de sa première thèse de médecine en un argot, avec des points de suspension, etc. Le détenu que j’étais ne pouvait pas faire ça, il fallait que je m’adresse, dans sa langue justement, au tortionnaire.

      Dialogues
    • The black city

      • 368pages
      • 13 heures de lecture

      The Black City is a portrait of New York City written by Hubert Fichte between 1978 and 1980. One of Germany's most important postwar authors, Fichte researched the city as the center of the African diaspora, conducting interviews and composing essays about syncretism in culture and the arts, material living conditions in the city, and political and individual struggles based on race, class, and sexuality. His interview partners include Michael Chisolm, arts educator and coordinator of the Black Emergency Cultural Coalition; German émigré and artist Lil Picard; photographer Richard Avedon; Léopold Joseph, publisher of the exile newspaper Haiti Observateur; and Teiji Ito, composer and Vodou initiate. The book opens with notes on an exhibition of Haitian art at the Brooklyn Museum, and closes with a self-reflective literary analysis of Herodotus, the first white European to write extensively of his travels and (desirous) encounters in Africa...Fichte's writing in The Black City provocatively exposes the complexities of its author's subjectivity in a manner that underscores the singularity of his writing, while prompting questions about how notions of exploitation, authority, and authenticity manifest themselves in pseudo-ethnographic practices. -- Publisher's description

      The black city
      3,7
    • Die zweite Schuld

      Glossen

      • 344pages
      • 13 heures de lecture

      In ›Die Zweite Schuld‹ erstellt Fichte mit einer Mischung aus Tagebuchskizzen und Interviews ein Porträt des 1963 gerade gegründeten ›Literarischen Colloquiums Berlin‹, in dem arrivierte Schriftsteller mit jungen Autoren zum Werkstattgespräch zusammenkamen. Das LCB war weit mehr als ein erstes deutsches Literaturhaus. Hier traf sich die Crème de la Crème der internationalen Literaturszenen und rüttelte das selbstverliebte Wirtschaftswunder-Deutschland wach. Aber nicht die Institutsgeschichte steht für Fichte im Vordergrund, sondern die Menschen, die diese Institution mit Leben füllen. Durch seine Schilderungen der Machtverhältnisse, der menschlichen Verstrickungen und intimen Wünsche wirft Fichte einen Blick hinter die Fassade der Literaturgeschichte und bahnt sich Wege zu seiner eigenen Identität als Schriftsteller.

      Die zweite Schuld
      4,7
    • Hubert Fichte debütierte 1963 mit dem Band Erzählungen ›Der Aufbruch nach Turku‹. Die Titelgeschichte handelt von zwei schwedischen Jugendlichen, die aus einem Erziehungsheim ausgebrochen sind. Der Anstaltsleiter beauftragt einen Heimlehrer, die beiden möglichst unauffällig zurückzuholen. Fichte greift hier, wie in den meisten seiner Erzählungen, auf seine frühen Wandererfahrungen zurück, die ihn in die Provence, ins Savoyen und nach Schweden führten. Seine Themen sind oft die Einsamen, Verwundbaren und Randexistenzen. Dieser Band präliminiert seine späteren großen Romane wie ›Die Palette‹ und ›Versuch über die Pubertät‹, letzteres wurde von Le Monde als das »ehrlichste Buch der deutschen Literatur« bezeichnet. Zur vorliegenden Ausgabe wurden drei zusätzliche Erzählungen aufgenommen, die zur gleichen Zeit wie die anderen Texte entstanden sind. Karl Krolow bemerkte zur Erstausgabe, dass diese Prosaniederschriften „Bruchstücke“ einer zeitgenössischen Autobiographie sind, die Kriegserinnerungen, Hunger und das unruhige Unterwegssein in Europa thematisieren. Fichtes Prosa verzichtet auf Aufwand und nimmt Berichte, Erzählungen und Situationen auf, um sie in einer zurückhaltend pointierten Form weiterzugeben.

      Der Aufbruch nach Turku und andere Erzählungen
      4,7
    • Der Roman spielt in Hamburg zwischen 1961 und 1963 und folgt Jäcki, der in die Stadt zurückkehrt, mit Irma zusammenzieht und den bundesdeutschen Literaturbetrieb entdeckt. Er beginnt zu publizieren, lernt Verleger und Feuilletonchefs kennen und wird zur Tagung der Gruppe 47 eingeladen. Gleichzeitig setzt er sich mit seiner Mutter auseinander und leidet unter seinen homosexuellen Liebesgeschichten, während er als Reporter die von Sexualität geprägte Szene dokumentiert. Hubert Fichte berichtet, dass beim Schreiben des Romans etwas Ungewöhnliches geschah: Anfänglich dachte er an Figuren, erkannte jedoch, dass die handelnden Elemente Situationen sind, die in drei Schichten gegeneinander antreten. Die erste Schicht ist das schwule Hamburg der Jahre 61 bis 63. Die zweite thematisiert das Leben eines homosexuellen Mannes mit einer Frau, der Versuch, aus dem Ghetto der Homosexualität und dem neuen Ghetto, das diese schafft, auszubrechen. Die dritte Schicht behandelt die Entwicklung einer literarischen Karriere. Fichte fand es herausfordernd, von der traditionellen Figurenzeichnung abzuweichen, um diese drei Situationen in den Vordergrund zu rücken.

      Der Kleine Hauptbahnhof oder Lob des Strichs
      4,5
    • Psyche

      Glossen

      • 528pages
      • 19 heures de lecture

      ›Psyche‹ enthält Hubert Fichtes Arbeiten aus dem Umkreis seiner Reisen nach Afrika. Er besuchte in den siebziger und achtziger Jahren unter anderem Tansania, Togo, Senegal und Dahomey. Fichte interessierte sich dort vor allem für den Umgang der Einheimischen mit Geisteskrankheiten. Er führte zahlreiche Interviews mit den meist in Europa ausgebildeten Psychiatern und setzte sich mit deren Behandlungsmethoden auseinander.Sein Buch entwirft nicht nur ein vielschichtiges Panorama afrikanischer Kulturen und liefert nicht nur neues, bislang unbekanntes Material zur Untermauerung der Thesen der vieldiskutierten Anti-Psychiatrie, sondern ist zugleich auch als implizite Kritik am normierten und normierenden Alltag der westlichen Zivilisation zu verstehen. Hubert Fichte gelingt es darüber hinaus, sein Material immer wieder zu suggestiven Prosastücken zu verdichten.

      Psyche
      4,5
    • Hubert Fichtes Roman ›Die Geschichte der Nanã‹ thematisiert die Beziehung zwischen Jäcki und seiner Mutter Dora Mascha, geprägt von Konflikten und der düsteren Kindheit im NS-Rassenwahn. Jäckis Einstieg in die Theaterwelt führt zu Spannungen, während Reflexionen über die mythische Göttin Nanã die Sehnsucht nach einer schützenden Mutter verdeutlichen.

      Die Geschichte der Nanã. Roman
      4,4
    • Die ›Schwarze Stadt‹ versammelt Hubert Fichtes Essays und Aufzeichnungen aus New York (1978-1980), in denen er die Stadt ethnologisch erkundet. Er analysiert das Leben ihrer Bewohner und erstellt poetische Topographien. Der Band enthält auch Studien zur afroamerikanischen Kunst sowie Interviews mit verschiedenen Künstlern und einem Voudougeweihten.

      Die schwarze Stadt. Glossen
      4,4
    • Detlevs Imitationen Grünspan

      • 254pages
      • 9 heures de lecture

      Aus dem bayrischen Waisenhaus kehrt Detlev ins bombenbedrohte Hamburg zurück. Seine Kindheitserinnerungen treffen auf eine zerstörte Umwelt und stellen die eigene Identität infrage. Die Kindheitserinnerungen werden mit einer brüchigen und widersprüchlichen Realität konfrontiert. Nur durch eine Spaltung des Bewusstseins - zur Doppelperson: Detlev und Jäcki - gelingt dem Kind eine Annäherung an seine fragmentierte Gegenwart.

      Detlevs Imitationen Grünspan
      4,4
    • Detlevs Vater ist Jude. Die Mutter versteckt ihren Sohn 1942 in einem Waisenhaus vor den Nazis. Weit weg von Hamburg, dem Ort der Kindheit, lernt der Junge in Bayern eine neue Welt kennen.

      Das Waisenhaus
      4,4
    • Jäcki auf der Djemma el Fna in Marrakesch. Er schlendert über den Platz und notiert Beobachtungen und Gespräche. Er taucht ein in die Buntheit und Vielfalt der Stadt. In einer knappen poetischen Sprache formt er Impressionen aus einer faszinierenden Kultur voller Leben und Magie.

      Der Platz der Gehenkten
      5,0
    • Erkundigungen in einem Milieu, das vielen als Reservat rüder Exotik gilt. Das Hamburger Vergnügungsviertel St. Pauli ist noch nie so authentisch zur (Selbst- )Darstellung gekommen wie in Hubert Fichtes Gesprächen mit vier Betroffenen

      Interviews aus dem Palais d' Amour etc. [et cetera]
      4,4
    • Ich beiße Dich zum Abschied ganz zart

      Briefe an Leonore Mau

      • 256pages
      • 9 heures de lecture

      Anfang der Sechzigerjahre lernten sie sich kennen: Hubert Fichte, der junge und ambitionierte Schriftsteller, der seine Homosexualität zum Programm erhob. Und die Architektur-Fotografin Leonore Mau, die das bürgerliche Familienleben satt hatte. Es entstand eine außergewöhnliche Liebesbeziehung und produktive künstlerische Arbeitsgemeinschaft, die bis zu Fichtes Tod 1986 anhielt. Die rund achtzig erhaltenen Briefe Fichtes an Leonore Mau zeugen von einem schonungslosen Umgang, vom Ringen um Autonomie innerhalb der Beziehung und von dem unbedingten Willen, ihre gemeinsame Kunst durchzusetzen. Sie überraschen aber auch durch Fürsorge und das tiefe Vertrauen, auf dem diese offene und doch innige Partnerschaft beruhte.

      Ich beiße Dich zum Abschied ganz zart
      4,0
    • Schreiben bedeutet für Hubert Fichte, sich mit unbekannten Realitäten auseinandersetzen. Die Subkultur von St. Pauli kann diese unerforschte Wirklichkeit ebenso sein wie die magischen Mischkulte in Mittel- und Südamerika oder im karibischen Raum. Fichtes Ethnopoesie ist einzigartig in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Sein Fasziniertsein von Grenzsituationen führt ihn in die Welt des Synkretismus, in den Bereich von Mixturen aus afrikanischen, christlichen und indianischen Religionen unter unterschiedlichsten politischen Ordnungen und Gesellschaftsformen. Fichtes Stärke liegt in seiner Fähigkeit, wissenschaftliche Sachverhalte mit poetischen Mitteln, als Collage aus Interviews, Feature und Litanei darzustellen. Beim Ersterscheinen dieses Bandes – der über die afroamerikanischen Religionen in Santo Domingo, Venezuela, Miami und Grenada berichtet – schrieb die Basler Zeitung: »Hubert Fichte hat das Verständnis des Menschen um ein großes Stück erweitert und damit auch, wie kaum ein anderer, die deutschsprachige Literatur bereichert.«

      Petersilie
      4,0
    • Xango

      • 351pages
      • 13 heures de lecture
      Xango
      4,0
    • Getarnt als ethnologischer Bericht wird hier in virtuoser Form der Zusammenbruch des westlichen Engagements in der Dritten Welt beschrieben und inszeniert: Ein Scheitern nicht nur der Politik, sondern auch der ethnologischen Forschung und damit des Lebensprojekts des Schriftstellers Jäcki. Die Beschreibung dieses Scheiterns zählt zu den poetischen Höhepunkten im Werk von Hubert Fichte.

      Forschungsbericht
      4,0
    • Versuch über die Pubertät

      Roman

      • 261pages
      • 10 heures de lecture

      In einem autobiografisch gefärbten, radikalen Entwicklungsroman beschreibt Fichte Pubertät als verzweifelte Einübung des Jugendlichen in die fremde Realität der Erwachsenen. Pubertät wird in einem weit gespannten Sinn verstanden: Sie bedeutet nicht nur das Ende der Kindheit, sondern schließt den schmerzlichen Erkenntnisprozess mit ein, dass der persönlichen Entwicklung, vor allem eines jungen Homosexuellen, durch Gesellschaft und Umwelt Grenzen gesetzt sind.

      Versuch über die Pubertät
      4,0
    • Das Hamburger Kellerlokal „Die Palette“ als Treffpunkt von Außenseitern. Fichtes berühmter Roman ist ein Seismograph für den wachsenden Protest der sechziger Jahre.

      Die Palette
      3,5
    • Eine glückliche Liebe

      • 107pages
      • 4 heures de lecture

      Die beiden Protagonisten – der Schriftsteller Jäcki und die Fotografin Irma – reisen 1964 ins diktatorische Portugal und erkunden literarische, erotische und geographische Welten. Eine erste Reise als Vorbereitung für die spätere Entdeckung ferner Kontinente und Erforschung fremder Kulturen.

      Eine glückliche Liebe
      3,3
    • Der Band präsentiert über sechzig unveröffentlichte Briefe zwischen Hubert Fichte und Peter Michel Ladiges, die ihre Freundschaft und Zusammenarbeit in Literatur und Ethnologie dokumentieren. Die Briefe zeigen die Bedeutung des Radios in den 1970er Jahren und sind ergänzt durch Kommentare und Dokumente, die den Kontext erweitern.

      »In Gedanken unterhalte ich mich die ganze Zeit mit Dir.«. Briefe
    • Psyche

      • 54pages
      • 2 heures de lecture
      Psyche
    • Psyche

      Annäherung an die Geisteskranken in Afrika

      • 334pages
      • 12 heures de lecture

      Auf ihren Reisen nach Brasilien und in die Karibik haben sich Hubert Fichte und Leonore Mau mit den afroamerikanischen Religionen auseinandergesetzt und in der Verschränkung von Fotografie und Schrift eine eigene Form der Annäherung gefunden. Zwischen 1974 und 1978 wenden sie sich nun Westafrika zu und bereisen den Senegal, Benin und Togo, wo ihre Aufmerksamkeit dem Ausgangspunkt der afrikanischen Religionen gilt. Sie interessieren sich nicht für die Historie, sondern für die aktuelle Rolle der Religionen, die gerade in der Psychiatrie von Bedeutung ist, wo traditionelle Heilmethoden zusammen mit europäischer Medizin eingesetzt wurden. 1985 haben Leonore Mau und Hubert Fichte ihre Materialien für einen Foto-Text-Band zusammengestellt, der Einblicke in die traditionelle Psychiatrie Westafrikas ermöglicht, Kranke und Heiler porträtiert und mit einem Gang über den Zaubermarkt in Bé (Togo) beginnt. Die eindringlichen Fotos von Leonore Mau werden verschränkt mit Fichtes Aufzeichnungen, Interviews und poetischen Texten. Zu Lebzeiten Fichtes konnte der Foto-Text-Band »Psyche« nicht mehr realisiert werden, er erschien schließlich 2005 in Gedenken an Fichtes 70. Geburtstag.

      Psyche
    • Objekt Atlas

      Feldforschung im Museum

      • 508pages
      • 18 heures de lecture
      Objekt Atlas