Deutsch-Lektüre, Deutsche Klassiker der Literatur – 14190
Von Liebe, Ehrverletzung, Mord und Rache handelt das um 1200 entstandene »Nibelungenlied«. In über 2000 Strophen erzählt das Heldenepos von Siegfried, dem heldenhaften Drachentöter, von König Gunther und dessen schöner Schwester Kriemhild, von der isländischen Königin Brunhild und dem verschlagenen Vasallen Hagen von Tronje, der den Schatz der Nibelungen bei Worms im Rhein versenkt.
Die Edda zieht mit ihren Geschichten über die nordischen Helden und Götter seit jeher die Leser in ihren Bann. Die Sonderausgabe bietet ein großes Leseabenteuer zum kleinen Preis. Die Edda ist zugleich Götterkunde und Heldenepos, Spruchweisheit, Sittengedicht, Zauberlied und Vision von poetischer Kraft. Thor, Odin und sein Rabe, der grausame Wolf Fenrir, die weltumschlingende Riesenschlange Midgard - die Edda umfasst den ganzen Kosmos altnordischen Glaubens und Dichtens. Dazu gehören nicht nur Heldenepen, wie die Gesänge um Sigurd und Gudrun, sondern auch Weisheiten aus dem altgermanischen Alltag. Sie bringen uns eine Vergangenheit näher, die in mythische Zeiten versunken zu sein scheint.
Ein vollständiges illuminiertes Manuskript in 64 farbigen Tafeln. Johannes von Tepl (ca. 1350-1415) verfasste Der Ackermann aus Böhmen um 1401. Es gilt als eines der bedeutendsten Werke der spätmittelalterlichen deutschen Literatur. Das Gedicht besteht aus 34 kurzen Kapiteln, die einen Dialog zwischen einem Ackermann, dessen geliebte Frau kürzlich gestorben ist, und dem Tod darstellen. In den ungeraden Kapiteln beschuldigt der trauernde Ackermann den Tod für seinen Verlust. In den geraden Kapiteln antwortet der Tod auf die Emotionen des Ackermanns mit kalter, zynischer Logik. Im vorletzten Kapitel erscheint Gott und spricht das Urteil, indem er den Ackermann daran erinnert, dass er sein Leben Gott verdankt, und den Tod daran erinnert, dass er seine Kräfte Gott verdankt. Das letzte Kapitel ist ein Gebet des Ackermanns für die Seele seiner Frau. Sechzehn Manuskripte und 17 frühgedruckte Ausgaben des Werkes sind erhalten. Das vorliegende Manuskript wurde um 1470 in der Werkstatt von Ludwig Hennflin in Stuttgart geschaffen. Es wird derzeit von der Universitätsbibliothek Heidelberg aufbewahrt.