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Heinrich Deserno

    Das Jahrhundert der Traumdeutung
    Die Realität des Psychischen
    Die Analyse und das Arbeitsbündnis
    Psychodynamisch denken lernen
    • Psychodynamisch denken lernen

      Grundlinien Psychodynamischer Psychotherapie für Ausbildung und Praxis

      • 548pages
      • 20 heures de lecture

      Die AutorInnen vermitteln Grundlagen zur Entwicklung einer psychodynamischen Therapiehaltung und betonen die Bedeutung der Selbsterfahrung. Sie nutzen Kategorien wie Konflikt, Struktur, Trauma, Entwicklung und Mentalisierung, um die Dynamik psychischer Prozesse zu konzeptualisieren. Durch das Verstehen und Interpretieren unbewusster Prozesse nähern sie sich den Dialogformen und dem intersubjektiven Zusammenspiel in der therapeutischen Beziehung, bevor sie sich dem psychodynamischen Denken in Kunst, Kultur und Gesellschaft widmen. Die praktische Umsetzung dieser Konzepte in der Therapie wird in einem speziellen Band behandelt. Der Inhalt gliedert sich in mehrere Teile: Zunächst wird die Entfaltung einer psychodynamischen Therapiehaltung thematisiert, gefolgt von der Bedeutung der Selbsterfahrung in der Ausbildung und Praxis. Es wird untersucht, wie unbewusste Dynamiken von psychischen Prozessen konzeptualisiert und interpretiert werden können. Zudem wird psychodynamisches Denken in Literatur, Musik, Film und Gruppendynamik betrachtet. Schließlich wird die psychodynamische Psychotherapie im gesellschaftlichen Kontext beleuchtet, einschließlich der Herausforderungen in der modernen Psychoanalyse und der Relevanz in Krisenzeiten. Die Beiträge stammen von zahlreichen ExpertInnen, die verschiedene Aspekte der psychodynamischen Therapie und deren Anwendung in unterschiedlichen Bereichen beleuchten.

      Psychodynamisch denken lernen
    • Gegenstand der Kritik des Autors ist das für die psychoanalytische Arbeit grundlegende Konzept des Arbeitsbündnisses von Greenson, das die rationale Arbeit mit dem Patienten erst ermöglichen soll. Der Autor argumentiert nicht nur, daß dieses Konzept die Beteiligung des Analytikers an der Gestaltung des Übertragungsprozesses leugne, sondern zeigt außerdem, daß ein solcher Bereich 'außerhalb' der Übertragungssituation zum Einfallstor unhinterfragter gesellschaftlicher, an Arbeits- und Leistungsbegriffen orientierter Konventionen werden kann. Eine unreflektierte Orientierung am Konzept des Arbeitsbündnisses verbindet sich folglich mit einer Tendenz zur Unterminierung des kritischen Potentials der Psychoanalyse. Der Autor sieht in Greensons Konzept einen Kompromiß, der technische Rigidität abschwächen sollte, ohne indes die dominierende ich-psychologische Orientierung einer Kritik zu unterziehen.

      Die Analyse und das Arbeitsbündnis
    • Unser aktuelles Wissen über die Realität des Psychischen kommt aus vielen Disziplinen: von Neurobiologie über Kognitionspsychologie, Psychiatrie und Psychosomatik bis hin zu Sozialphilosophie. Zugleich sind wir alle fähig, unsere Lebenswelt zu repräsentieren bzw. zu mentalisieren und zu symbolisieren. Ohne es zu bemerken, machen wir von dieser Kompetenz Gebrauch und integrieren so nicht nur neues Wissen, sondern auch neue emotionale Erfahrungen. In der Psychotherapie wird unsere reflektierende Kompetenz, beim Patienten wie beim Therapeuten, durch die Konfrontation mit psychischen Störungen, in der sich die Kehrseite unserer symbolischen Fähigkeiten zeigt, in besonderer Weise gebraucht und gefördert.

      Die Realität des Psychischen
    • Das Jahrhundert der Traumdeutung

      • 475pages
      • 17 heures de lecture

      Das bis heute populärste Thema der Psychoanalyse ist seit Freuds gleichnamigem Buch die Traumdeutung. Daß Träume den Schlaf »hüten«, daß sie unerledigte Wünsche erfüllen und damit einen Sinn haben, gehört längst zum Laien- und Alltagswissen. Wissenschaftlich wird diese These immer wieder in Frage gestellt und damit auch die psychoanalytische Methode, verborgene oder entstellte Sinnzusammenhänge bewußt zu machen. Zum hundertsten Jahrestag von Freuds Traumdeutung reflektiert dieser Band den differenzierten gegenwärtigen Stand der psychoanalytischen Traumforschung und entwickelt daraus Fragestellungen für die zukünftige Forschung. In der hier vorgelegten Auswahl bekannter und weniger bekannter Texte werden durch die Kommentare des Herausgebers die Autoren nachträglich miteinander ins Gespräch gebracht. Nicht alle Autoren teilen Freuds zentrale Annahmen; vielmehr liefern die meisten Texte neue Ansätze, einzelne Träume oder Traumreihen systematisch zu untersuchen, etwa anhand fokaler Konflikte und ihrer kognitiven Lösungen (T. French), mittels verbaler, räumlicher, zeitlicher, sensorischer und anderer Konfigurationen (E. H. Erikson) oder der Erfassung affektiver Regulierungen (U. Moser). Auf diese Weise wird die Traumforschung nicht im Sinne eines fixen Kanons präsentiert, sondern als lebendiger Bereich der psychoanalytischen Grundlagenforschung.

      Das Jahrhundert der Traumdeutung