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Wilhelm Schapp

    15 octobre 1884 – 22 mars 1965
    Rote Reihe - 10: In Geschichten verstrickt
    In Geschichten verstrickt
    • In Geschichten verstrickt

      • 210pages
      • 8 heures de lecture

      Wilhelm Schapp (1884-1965), Philosoph und Jurist, hat sein philosophisches Studium bei Rickert, Dilthey und Simmel begonnen und, seit 1905, bei Edmund Husserl in Göttingen fortgesetzt. Hier legte er 1909 seine Dissertation „Beiträge zur Phänomenologie der Wahrnehmung“ vor, die zu den Hauptschriften der klassischen Phänomenologie zählt. Von 1930 an veröffentlichte Schapp eine mehrteilige Untersuchung zur Rechtsphänomenologie. Sie führte ins Vorfeld der nach 1945 entwickelten Philosophie der Geschichten, einer Philosophie, die sich nicht nur von Phänomenologie und Transzendentalphilosophie abkehrt, sondern in letzter Konsequenz auch den Bruch mit der logozentrischen Tradition im abendländischen Denken vollzieht. Der neue Einsatz nimmt in drei Werken Gestalt an: 1953 erscheint „In Geschichten verstrickt. Zum Sein von Mensch und Ding“, 1959 das Hauptwerk „Philosophie der Geschichten“ und 1965 „Wissen in Geschichten. Zur Metaphysik der Naturwissenschaft“.

      In Geschichten verstrickt
    • Rote Reihe - 10: In Geschichten verstrickt

      Zum Sein von Mensch und Ding

      • 210pages
      • 8 heures de lecture

      Wilhelm Schapp, Schuler Edmund Husserls, von dem er 1909 promoviert wurde, ist der Begrunder der Geschichtenphilosophie. Geschichten sind Urphanomene, erste und letzte Dinge in der Entwicklung des Menschen, hinter die er nicht zuruckgehen und aus deren Zusammenhang er sich niemals ganz losen kann. Der Mensch ist, so Schapps Grundaussage, von vornherein in ein Geschichtenbezugsgewebe eingewoben, weshalb er konstitutionell betrachtet als der In-Geschichten-Verstrickte bezeichnet werden kann. Verstehen menschlichen Seins ist demnach immer zugleich ein Verstehen dieses dynamischen Bezugsgewebes. Was und wer wir jeweils sind, sind wir durch die Geschichten, in die wir verstrickt sind. In diesem Buch entfaltet Wilhelm Schapp den grundlegenden anthropologischen Gedanken des menschlichen In-Geschichten-Verstricktseins. Seine Geschichtenphilosophie unternimmt den Versuch, nach der Geschichtenvergessenheit, die in der Tradition aufgewiesen werden kann, und den drei Revolutionen der Denkart von Thales, Francis Bacon und Immanuel Kant die Moglichkeit einer vierten Revolution vor Augen zu fuhren, die durch seine Philosophie der Geschichten zum Vorschein kommt. Ausgehend von Schapps originarer Konzeption lassen sich Zusammenhange seines Denkens mit dem von Heidegger, Wittgenstein, Ricoeur, Foucault und Derrida herstellen - dieses Buch ist auf dem Weg dahin eine unverzichtbare Lekture.

      Rote Reihe - 10: In Geschichten verstrickt